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Mit Freunden ist’s einfach cooler!

LAN-Partys wirken auf Eltern befremdlich, irritierend oder rufen sogar Ängste in Sachen Gewaltspiele hervor. Der Berliner Medienexperte Thomas Feibel erklärt, warum Jugendliche von LAN-Partys so fasziniert sind.

LAN-Partys wirken auf Eltern befremdlich, irritierend oder rufen sogar Ängste in Sachen Gewaltspiele hervor. Der Berliner Medienexperte Thomas Feibel erklärt, warum Jugendliche von LAN-Partys so fasziniert sind.

Von Thomas Feibel

Früher waren Partys ganz anders. Für ein zünftiges Fest gaben die Jugendlichen ihren Eltern übers Wochenende frei und nutzten die Gelegenheit, um in aller Ruhe mit ihren Freunden die väterliche Hausbar zu inspizieren. Eltern lieferten ihren Nachwuchs mit einer Schüssel matschigem Nudelsalat ab und sammelten die komplett verkaterten Youngsters am nächsten Tag wieder ein.

Heutzutage nur mit einem Salat ausgestattet bei einer LAN-Party aufzukreuzen ist nicht wirklich empfehlenswert. Denn eine LAN-Party hat nichts mit den üblichen Feten zu tun. Wer an einer LAN-Party teilnimmt, braucht neben der Verpflegung vor allem einen Computer, PC-Spiele, Netzwerkkarte und -kabel, Kopfhörer und Mehrfachsteckdosen. LAN-Partys gehören wie auch Computerspiele selbst zu den letzten Bastionen der Jugendkultur. Nur eine Sache ist wie früher: Es sind noch immer die Eltern, die ihre Sprösslinge von A nach B karren.

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