Netzwerk-Schutz

Firewall und Gateway für das Home-Office

Samstag, 19.11.2011 | 07:09 von Jürgen Donauer
Fotostrecke Firewall und Gateway für das Home-Office
© iStockphoto/tdbiii
Das eigene Netzwerk schützt man üblicherweise mit einer Firewall. Viele Breitband-Router haben zwar eine Firewall, allerdings ist diese in der Regel nicht so flexibel konfigurierbar. PC-WELT zeigt, wie Sie Ihre eigene Profi-Firewall installieren und in Betrieb nehmen.
Wer selbst volle Kontrolle über die Firewall haben möchte, kann dies manuell tun. Dies erfordert allerdings relativ hohes Fachwissen. Es geht aber auch einfacher. Denn es gibt viele fertige Lösungen, die sich in erster Linie auf Gateway / Firewall spezialisieren. Viele davon sind sogar kostenlos.

In der Regel installieren Sie dieses System und können es dann recht bequem über einen Webbrowser konfigurieren und verwalten. Sie sollten zwar grundsätzlich wissen, wie eine Firewall funktioniert und was diese tut, aber es bleibt Ihnen erspart, dass Sie viele kryptische Kommandozeilen-Befehle eintippen müssen.


Sinnvoll ist es, zwei Netzwerk-Karten in einem Gateway oder einer Firewall zu haben. Eine Netzwerkkarte, die nach draußen Richtung Internet geht und eine Netzwerkkarte für das interne Netzwerk. Theoretisch geht es natürlich auch mit virtuellen Netzwerk-Karten, aber eine besonders schöne Lösung ist das nicht. Bei den heutigen Preisen von Netzwerkkarten reißt ein zweites Ethernet-Gerät aber auch keine großen Löcher in den Geldbeutel.

Die wichtigsten Ports

Ebenso sinnvoll ist zu wissen, was die wichtigsten Standard-Ports sind. Nachfolgend eine kurze Auflistung der wichtigsten TCP-/UDP-Ports:

21 - FTP
25 - SMTP
80 - HTTP
110 - POP3
143 - IMAP
443 – HTTPS

Haben Sie ein Linux-System wie zum Beispiel Ubuntu zur Verfügung, können Sie eine umfangreiche Liste dieser Ports ganz einfach einsehen. Die Standard-Ports inklusive Beschreibung befinden sich in der Datei /etc/services .

ufw in Ubuntu und dessen Ableger

Im Prinzip ist jede Linux-Distribution bereits mit einer Firewall ausgestattet - iptables. Damit zu arbeiten, ist aber alles andere als einfach. In modernen Ubuntu-Ausgaben haben es die Entwickler mit der eigens erschaffenen ufw (uncomplicated Firewall) dem Anwender schon deutlich einfacher gemacht. Haben Sie einen Ubuntu-Rechner als Gateway im Einsatz, können Sie der Firewall mit einfachen Befehlen sagen, welche Port-Zugriffe erlaubt sein sollen und welche nicht.

Das einfachste Befehls-Schema ist zum Beispiel: ufw allow 22. Damit würde das System Zugriffe von außen auf Port 22 (SSH) zulassen.Sie finden eine ausführliche Beschreibung zu ufw in der entsprechenden Dokumentation, auch Man Page genannt: man ufw. Besonders komfortabel für den Anwender ist das allerdings nicht. Deswegen möchte die PC-Welt Ihnen Collax Security Gateway ans Herz legen.

Samstag, 19.11.2011 | 07:09 von Jürgen Donauer
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