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XP als Zweitsystem

15.09.2008 | 11:55 Uhr |

Klein, schlank, stark: Ein Mini-Windows schützt Ihr Hauptsystem und macht Sie flexibel. Mit unseren Tools richten Sie schnell ein zweites, individuelles XP auf USB-Stick oder Festplatte ein.

Ein Zweitwagen ist in der Regel kleiner und sparsamer als das Gefährt, das Sie sonst benutzen. Er eignet sich vor allem für den Stadtverkehr und leistet nützliche Dienste, wenn der PS-starke 20-Liter-Schlucker mal wieder in der Werkstatt steht. Ein zweites System auf dem PC bietet ähnliche Vorteile: In Notfällen haben Sie immer einen Internet-Zugang und eine Textverarbeitung zur Verfügung. Außerdem möchte man einige Programme vielleicht lieber unter einem separaten Windows nutzen - aus Sicherheitsgründen (beispielsweise Online-Banking) oder um das Hauptsystem vor möglichem Schaden zu schützen. Für diese Zwecke könnten Sie Windows XP einfach auf einer anderen Partition oder Festplatte installieren. Allerdings ist dann auch für dieses System eine eigene Aktivierung bei Microsoft erforderlich.

Spannende Alternative: Mit Hilfe spezieller Tools, die wir für Sie entwickelt haben, lässt sich Windows XP oder Vista als Zweitsystem auf der Festplatte oder einem externen USB-Laufwerk einrichten. Das geht ohne CD-Key und ohne Aktivierung. Die Systeme benötigen relativ wenig Platz auf der Platte und lassen sich individuell anpassen. Die Nachteile wollen wir hier aber auch nicht verschweigen: Das Verfahren ist so nicht von Microsoft vorgesehen und daher experimentell. Wir können also nicht mit Sicherheit versprechen, dass es überall problemlos läuft. Vor allem bei neuer oder exotischer Hardware sind möglicherweise Anpassungen nötig. Sie müssen dann beispielsweise die erforderlichen Treiber vom Hardware-Hersteller herunterladen und in das Zweitsystem einbinden.

XP als Zweitsystem
Das Tool PE Builder dient vor allem dazu, bootfähige XP-Rettungs-CDs zu erstellen. Damit lässt sich aber auch ein schlankes XP-System auf einer Festplatte oder einem USB-Laufwerk einrichten. Mit PE Builder PC-WELT XPE-Edition haben wir ein spezielles Paket geschnürt, das bereits für die meisten Anwendungsfälle vorkonfiguriert ist.

PE Builder bindet SP2 in eine XP-CD ein
Vergrößern PE Builder bindet SP2 in eine XP-CD ein
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Schritt 1: Das sind die Voraussetzungen
Entpacken Sie PE Builder PC-WELT XPE-Edition in das Hauptverzeichnis der Festplatte, beispielsweise nach C:\Pebuilder_XPE. Der Name des Ordners darf keine Leerzeichen enthalten. Bart PE Builder benötigt eine Windows-XP-Installations-CD mit integriertem Service Pack 2 (SP3 wird zurzeit nicht unterstützt). Wenn Sie diese noch nicht besitzen, müssten Sie SP2 in die Setup-Dateien einbinden. PE Builder nimmt Ihnen diese Aufgabe ab.
1. Starten Sie \Pebuilder_XPE\Pebuilder.exe, und gehen Sie auf „Quelldateien, Slipstream“. Tragen Sie in die obere Zeile den Pfad zu den XP-Setup-Dateien ein. Wenn es sich um eine CD handelt, aktivieren Sie die Klickbox „Quelle ist nicht beschreibbar“.
2. In der zweiten Zeile geben Sie den Pfad zur SP2-Datei an, die Sie zuvor über pcwelt.de heruntergeladen haben (265 MB).
3. Die dritte Zeile ist aktiviert, wenn Sie oben eine schreibgeschützte Quelle angegeben haben. Hier können Sie einen beliebigen leeren Zielordner eintragen, er muss allerdings auf einer Partition liegen, auf der etwa 1 GB frei ist.
4. Nach „OK“ startet die Integration. Anschließend erhalten Sie im Hauptfenster von PE Builder als „Quelle“ automatisch den Zielordner der Slipstream-Aktion.
Tipp: Wenn Sie keine XP-CD besitzen, können Sie auch die 180-Tage-Demo von Windows Server 2003 R2 verwenden. Sie benötigen die Standard-32-Bit-Version des Servers.

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