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Millionen-Schulden: Telekom kappt Internet Provider die Leitungen

27.02.2002 | 17:02 Uhr |

Kunden des Münchner Internet Providers Streamgate dürften in den nächsten Stunden einen ziemlichen Schock bekommen, wenn sie telefonieren oder per DSL surfen wollen. Die Deutsche Telekom hat Streamgate mit Wirkung ab heute 15 Uhr die Leitungen abgeschaltet. Der Grund: Aussenstände von Streamgate bei der Telekom in Höhe eines fast zweistelligen Millionenbetrages in Euro.

Kunden des Münchner Internet Providers Streamgate dürften in den nächsten Stunden einen ziemlichen Schock bekommen, wenn sie telefonieren oder per DSL surfen wollen. Die Deutsche Telekom hat Streamgate mit Wirkung ab heute 15 Uhr die Leitungen abgeschaltet. Der Grund: Aussenstände von Streamgate bei der Telekom in Höhe eines fast zweistelligen Millionenbetrages in Euro.

Zuvor habe die Deutsche Telekom mit der Streamgate AG intensive Gespräche zur Lösung des Problems geführt, wie Frank Domagalla, Pressesprecher der Telekom, gegenüber PC-WELT erklärte. Die Deutsche Telekom sei auch weiterhin verhandlungsbereit, falls es neue Lösungsvorschläge gebe.

Für die Kunden und sicherlich auch für viele Mitarbeiter von Streamgate dürfte die Stilllegung der Leitung ein Schock sein. Streamgate hatte anscheinend bis Redaktionsschluss seine Kunden nicht von der Leitungsabschaltung informiert, wie PC-WELT von erbosten Kunden erfuhr. Besonders für Kunden, die die DSL-Flatrate beruflich nutzen, stellt die Abschaltung eine gravierende Maßnahme dar. Sie müssen sich jetzt kurzfristig einen neuen Anbieter suchen. Bis der neue DSL-Anschluss bei einem anderen Anbieter frei geschaltet ist, dürfte jedoch einige Zeit vergehen - Zeit, in der sie nicht arbeiten können. Die Deutsche Telekom darf aus wettbewerbsrechtlichen Gründen für diese Kunden kein beschleunigtes Verfahren bei der Vergabe von DSL-Anschlüssen anbieten, wie Domagalla auf Nachfrage der PC-WELT erläuterte.

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