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Managed Services helfen TK-Kosten sparen

31.03.2008 | 10:41 Uhr |

Sich besser auf sein Kerngeschäft konzentrieren als schnell alterndes Telekommunikationsequipment kaufen – so etwa könnte das Motto für all jene lauten, die TK-Leistungen lieber über eine Mietlösungen beziehen.

Mietlösungen für Telefoniedienste können heute Funktionen einer IP-basierenden Telefonanlage (IP PBX) über das Internet bereitstellen. Neben der Vertragsoptimierung, dem Verzicht auf alte oder allzu moderne Telefonanlagen oder dem Einsatz von GSM-Gateway s ist das ein weiterer Weg, um den Kostendruck von Unternehmen im TK-Bereich zu lindern. Unter dem Stichwort sind Managed TK-Services reicht das Spektrum dabei von einfachen Gruppenfunktionen und Faxunterstützung bis hin zu Features wie Telefonkonferenzen, CTI (Computer Telefony Integration), Unified Messaging oder Präsenzanzeige.

Nach wie vor haben auch viele kleine Firmen die TK-Anlage noch im eigenen Keller stehen.
Vergrößern Nach wie vor haben auch viele kleine Firmen die TK-Anlage noch im eigenen Keller stehen.
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Die Vorteile der Mietlösungen liegen nicht nur darin, dass sich Unternehmen die Anschaffungskosten für eine neue TK-Anlage im Keller sparen. Anwender könnten mit Managed TK-Services zudem neue Funktionen wie Unified Messaging beziehen und ihre alte TK-Anlage behalten, erklärt Andreas Schulz, Geschäftsführer der auf das Thema spezialisierten Beratungsfirma Andamus Consult . Dies geschieht etwa, indem sie eine Nebenstelle als Sprach-Mailbox anmieten – bereitgestellt von den üblichen Verdächtigen, etwa Regionalanbietern wie Netcologne oder Arcor . Schulz geht davon aus, dass im Laufe dieses Jahres weitere Angebote hinzukommen – die Preise für einen Call-Controll-Server (Softswitch) seien ja nicht so hoch. Die Anbieter setzen ihre Hoffnung darauf, dass die Anwender später ihre TK-Anlage ganz abschaffen und komplett auf Services setzen – entsprechend der Centrex -Idee, wie sie bereits 1958 von AT&T entwickelt wurde.

Mehr Flexibilität

Ein wesentlicher Vorteil von Mietlösungen, gerade für kleine und mittelständische Firmen, seien zudem die Flexibilität und die Möglichkeit des "Rightsizing", merkt Schulz an. Anders als bei den meisten TK-Anlagen zahlt man nämlich nur die tatsächlich in Anspruch genommenen Dienste. So gebe es etwa keine Kauflösung am Markt, die Funktionen für Call-Center mit nur zehn Agenten bereitstellt. Das Minimum seien 100 Telearbeitsplätze. "Im Klartext bedeutet das, Sie benötigen bereits für die Grundausstattung ab 6000 Euro aufwärts", erklärt der IP-Centrex-Experte. Als Managed Service werde dagegen schon eine so geringe Anzahl von zehn Plätzen angeboten und der Kunde kann die Lösung erst einmal drei Monate ausprobieren.

Aber auch ohne angeschlossenes Mini-Call-Center können Firmen mit einer TK-Mietlösung Kosten sparen. Dies geschieht etwa dadurch, dass der Preis pro Nutzer abgerechnet wird und sich auch kurzfristig zusätzliche Kapazitäten anmieten oder nicht genutzte Dienste abgeben lassen. Bei TK-Anlagen beschränke sich die Skalierbarkeit dagegen weitgehend auf den Kauf und Einbau einer weiteren Einschubkarte, wenn die Anzahl der Teilnehmer wächst, so Arcor-Manager Jobst von Garmissen.

Neben den klar festlegbaren, da aufwandsabhängigen Kosten verweist Dirk Idstein, Leiter Line of Business Managed Services bei Siemens Enterprise Communications , auf die Möglichkeit, mit Hilfe eines Managed-Service-Vertrags die Assets im TK-Bereich niedrig zu halten. Zusätzlich könnten Firmen durch ein solches Betreibermodell die Höhe ihrer Einmalinvestitionen verringern, sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und die Komplexität reduzieren. Als typischen Kandidaten für eine Managed Service Lösung beschreibt Idstein ein Unternehmen mit 500 Mitarbeitern, das eine veraltete TK-Anlage im Keller stehen hat. Das Management wisse, dass das Unternehmen aufgrund seines gestiegenen Bedarfs allmählich migrieren muss. Das Managed-Service-Modell bilde hier eine attraktive Alternative zum Betrieb in Eigenverantwortung, da das Unternehmen damit sowohl finanziell wie auch technisch abgesichert ist. So sei es Sache des Service-Providers, sich mit seiner Erfahrung und seinen Experten um die Migration zu kümmern und dabei zu gewährleisten, dass die Kommunikationsleistung durchgehend aufrechterhalten bleibt.

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