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Microsoft, Adobe, Sage, Lexware – Lizenzmodelle für Software

08.06.2013 | 08:16 Uhr |

Software-Lizenzpakete sind Fluch und Segen zugleich: Sie können viel Geld sparen, binden Firmen aber auch zugleich stark an den Hersteller. Ab wann macht ein Einstieg Sinn, wer hat überhaupt solche Programme? PC-Welt fasst zusammen, was die wichtigsten Business-Software-Anbieter für Kleinunternehmen m Programm führen.

Mit Software-Lizenzpaketen verhält es sich wie mit den ungeliebten Schulfächern damals in der Schule: So lästig sie auch sind, man kommt nicht daran vorbei, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Zumindest, wenn man IT-Verantwortlicher einer Firma ist und man mehrere Arbeitsplätze mit Software auszustatten hat. Und das betrifft schon kleine Firmen: Meist beginnen die Angebote der Hersteller bereits ab fünf nachgefragten Software-Lizenzen. Man kann durchaus sagen: Firmen verlieren schnell Geld, wenn sie die entsprechenden Angebote der Softwareanbieter nicht nutzen. Zugleich sind Lizenzprogramme meist nur schwer zu verstehen und haben stets zum Ziel, den Kunden möglichst stark und langfristig zu binden. PC-Welt fasst zusammen, was die wichtigsten Business-Software-Anbieter Kleinunternehmen anbieten.

Microsoft

Firmen, die mit und auf der Basis von Microsoft Windows- und Office-Lizenzen arbeiten wollen, steht, sofern sie mehr als fünf Arbeitsplätze zu bestücken haben, traditionell das „Open“-Programm des Software-Riesen zur Verfügung. Dieses ermöglicht die Varianten „Open License“, „Open Value“,  und „Open Value Subscription“.

Diese „Open“-Programme unterscheiden sich in Laufzeit, Preisnachlässen, Flexibilität bei Nachbestellungen und in der Zahlungsart, sprich Miete oder Kauf. Weil es auch hier immer wieder zu Missverständnissen kommt: Software wird nie selbst erworben, beim Kauf erwirbt man stets nur das Nutzungsrecht an selbiger. Manchmal kann dieses Recht gar an ein (spezielles) Gerät gebunden sein. Microsoft war hier jüngst in den Schlagzeilen, als es hieß, die neue Office Suite 2013 sei an nur ein einziges Gerät gebunden und könne nicht beliebig auf weitere Hardware übertragen werden, auch wenn man weiter nur eine einzige Lizenz nutzen wolle. PC Welt hat hierzu jüngst aufgeklärt .

Zurück zum Open-Programm, das fast für alle Microsoft-Software-Produkte gilt: Während bei Open License Lizenzen mit einer Laufzeit von zwei Jahren auf einen Schlag erworben werden, sind im Falle von  Open Value und Open Value Subscription Ratenzahlung und Mietmodelle möglich, zudem beträgt hier die Laufzeit drei Jahre. Optional lässt sich hier der Service „Software Assurance“ in Anspruch zu nehmen, der technischen Support und Onlineschulungen rund um die Microsoft-Produktwelt beinhaltet . PC Welt hat bereits ausführlicher über die Lizenzprogramme von Microsoft berichtet . Fixpreise gibt es nicht: Der Konzern vertreibt seine Lizenzen in Deutschland ausschließlich über den Fachhandel, der immer wieder variierende Rabatte und spezielle Angebote ansetzt. Microsoft führte zudem jüngst ein spezielles „Small Business“ Mietmodell für seinen Unternehmens-Clouddienst Office 365 ein, das sich sogar schon an Unternehmen wendet, die zwischen einem und zehn Mitarbeiter beschäftigen. Der Preis liegt hier bei 124,80 Euro pro Benutzer im Jahr, was sich aber aufgrund der unterschiedlichen Zusammenstellung nicht wirklich mit dem Preis für das installierbare Office 2013 vergleichen lässt, das für Unternehmen je nach Umfang zwischen rund 270 und 560 Euro pro Arbeitsplatz (Einzelpreis) kostet.

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