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Microsoft Office 365 vs. Google Apps

25.02.2013 | 10:46 Uhr |

Microsoft Office 365 oder Google Apps: Welche Software-Suite taugt für Ihr Unternehmen? Wir haben alle Vor- und Nachteile aufgelistet und beide Dienste einem Business-Check unterzogen.

Google und Microsoft bieten eine Online-Office-Suite für Unternehmen an: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, E-Mails und Kalender. Da stellt sich die Frage: Sollen Sie sich besser für Google Apps für Ihr Unternehmen entscheiden? Oder doch lieber für Microsofts Office 365?

Ratgeber: 3 gute Gründe für Microsoft Office 365

Werfen wir zunächst einen Blick auf Google Apps: Es bietet E-Mail-Funktionen, man kann damit Textdokumente und Tabellen mit anderen Teilnehmern teilen - und das alles unter dem eigenen Firmennamen und -Logo. Microsoft hingegen hat über viele Jahre sein Online-Angebot ziemlich vernachlässigt. Doch das neue Office 365 für Unternehmen ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Der Vorteil: Es bietet die leistungsstarken Word-, Excel-, PowerPoint--Funktionen und weitere Programme.

Sowohl Google als auch Microsoft erlauben ihren Nutzern - sowohl privat als auch geschäftlich - das gleichzeitige Einloggen in mehreren Accounts und in verschiedenen Browser-Tabs. Davon aber abgesehen, unterscheiden sich Office 365 und Google Apps stark in ihrer Nutzung, Funktionalität und dem mobilen Support. Wir haben im folgenden die Alleinstellungsmerkmale beider Plattformen analysiert und auch ihre Schwachstellen herausgefunden.

Office-Konkurrenz: Google Docs

Online-Textverarbeitung und Kollaboration

Zwar kann Googles Text-Software keinen Index erstellen, hat aber ansonsten alle Standard-Formatierungen und hunderte verschiedener Schriftfonts intus. Besonderer Clou: Wenn man selbst ein Dokument im Browser geöffnet hat, an dem ein anderer Nutzer gerade Änderungen vornimmt, kann man diese Änderungen "live" mitverfolgen - Buchstabe für Buchstabe.

Google Docs & Google Drive: Dokumente online gemeinsam bearbeiten

Google verfolgt außerdem die "Was-Sie-sehen-ist-was-Sie-kriegen"-Strategie. Soll heißen: So, wie das Dokument im Browser aussieht, wird es auch aussehen, wenn Sie es als Word- oder PDF-Datei auf Ihrem Rechner abspeichern, es ausdrucken oder im Web veröffentlichen. Google speichert all Ihre Online-Dokumente automatisch - sollten Sie aus irgendeinem Grund während der Arbeit Ihre Internetverbindung verlieren, werden Sie sofort gewarnt. Dank Google Drive können Sie Dokumente auf verschiedenen Geräten und in der Cloud synchronisieren. Wird ein Google-Dokument offline bearbeitet, können aber Konflikte mit anderen Nutzern entstehen - ebenso, wenn Sie es in einem Format abspeichern, das Google noch nicht unterstützt. Sollte es zu solchen Konflikten kommen, wird nicht das bereits bestehende Dokument online überschrieben, sondern ein neues Dokument angelegt. Alternativ können Sie auf Nachfrage selbst festlegen, welche Version des Dokumentes benutzt werden soll.

Microsoft Office 365 teilt das Synchronisierungs-Problem von Google, wenn Dokumente offline bearbeitet werden. Die Word-Web-App mit Office 365 verfügt zudem über ein paar Funktionen weniger. Am wichtigsten aber: Im Gegensatz zu Google bekommen Sie bei Microsoft eben nicht genau das, was Sie auch sehen.

Anders als Google versucht die Word Web App, einen gewissen Grad an Kompatibilität zur Desktop-Version von Office beizubehalten - beherrscht dabei aber nicht die gleiche Anzahl an Formatierungen. Wenn Sie zum Beispiel ein Dokument mit weißen Lettern auf dunklem Grund aufsetzen, sieht nach dem Hochladen alles wunderbar aus, solange Sie es im Lesemodus betrachten. Wechseln Sie dann aber in den Bearbeiten-Modus, verschieben sich die Textblöcke und die Hintergrundfarbe verschwindet komplett. Auch die Zusammenarbeit mehrerer Nutzer an einem Dokument gestaltet sich mit Microsofts Word Web-App schwierig. Wenn viele Leute gleichzeitig an einem Dokument arbeiten, löst das einen komplexen Prozess von Sperren, Entsichern und Abgleichen aus. Wenn es also um ernsthafte Textbearbeitung geht, sollte man besser auf die Desktop-Version von Word 2013 zurückgreifen.

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Immerhin: Eine mobile Option hält Microsoft parat - wahlweise die gut gemachten Office-Apps für WIndows Phone 8 oder die Bezahl-Version der Office-Desktop-Software für Windows-8-Tablets. iOS- oder Android-Apps gibt es für Office 365 nicht. Allerdings existieren Dritthersteller-Apps, mit denen Sie Office-Dokumente editieren können. Google bietet hingegen eigene Apps für iOS und Android - aber nicht für mobile Windows-Geräte.

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