87894

Microsoft denkt über automatisches Patch-System nach

22.08.2003 | 12:18 Uhr |

Der Blaster/Lovsan-Wurm hat wieder einmal gezeigt, dass viele Privatanwender kein sonderliches Interesse an aktuellen Sicherheits-Patches haben. Denn obwohl bereits seit dem 16. Juli ein Flicken gegen das Sicherheitsloch, das der Wurm Wochen später ausnutzte, vorlag, infizierten sich hunderttausende PCs mit der Malware. In Redmond wird nun über ein automatisches Patch-System nachgedacht.

Der Blaster/Lovsan-Wurm hat wieder einmal gezeigt, dass viele Privatanwender kein sonderliches Interesse an aktuellen Sicherheits-Patches haben. Denn obwohl bereits seit dem 16. Juli ein Flicken gegen das Sicherheitsloch, das der Wurm Wochen später ausnutzte, vorlag, infizierten sich hunderttausende PCs mit der Malware. In Redmond wird nun über ein automatisches Patch-System nachgedacht.

"Wir überprüfen eine Reihe von Optionen, um wichtige Updates auf mehr Rechner zu bekommen. Diese reichen von Wegen, mehr Anwender zu ermuntern, ihr System selbst auf dem aktuellsten Stand zu halten bis hin zu automatischen Updates für bestimmte Nutzer", sagte Matt Pilla, Senior Product Manager für Windows bei Microsoft .

Zwar plane das Unternehmen keine sofortigen Änderungen in der Art und Weise, wie Sicherheits-Patches verbreitet werden, allerdings wolle Microsoft auch nicht auf die kommende Windows-Generation warten, so Pilla.

Dem Unternehmen ist zudem bewusst, dass eine Patch-Automatik nicht von jedem Anwender gerne gesehen werden würde. "Es ist wichtig für uns, dem Anwender die Möglichkeit zu geben, automatische Updates zu kontrollieren", sagte Pilla. "Ein Punkt, an dem wir gerade arbeiten, ist, die Balance zwischen einem aktuellen System und der Kontrolle des Nutzers über sein System zu halten."

0 Kommentare zu diesem Artikel
87894