Windows Live Maps alias MSN Virtual Earth alias Live local ist Microsofts direktes Konkurrenzprodukt zu Google Maps. Zwangsläufig bietet es denn auch ähnliche beziehungsweise identische Funktionen beziehungsweise Optionen:
* Kartenansicht
* Luftbild
* Routenplaner
Eine besondere Ansichtsoption trägt den Namen "Vogelperspektive". Dann bekommt man bei bestimmten Großstädten eine schräge Luftbildansicht präsentiert, die einer 45-Grad-Seitenansicht entspricht. Der Benutzer schaut bei einer Großstadt also in die Häuserschluchten. Die Aufnahmen stammen von Flugzeugen, die Microsoft über deutschen Großstädten kreisen lässt. Derzeit soll diese Vogelperspektive für rund 120 deutsche Städte verfügbar sein. Bald sollen auch komplette 3D-Ansichten von europäischen Großstädten folgen - für einige US-Städte gibt es dieses Feature bereits (dafür ist das 3D-Plug-in Virtual Earth 3D erforderlich). Die Luftbilder für die 3D-Daten kauft Microsoft entweder ein oder lässt sie von seiner Tochterfirma Vexcel selbst erstellen.
Orts- und Straßennamen sowie die Bezeichnung von Sehenswürdigkeiten lassen sich nach Belieben ein- und ausblenden. Die Funktion "Collections" entspricht den in die Karten eingefügten Bildern und liefert Detailinformationen in Bild und Text zu den auf den Karten markierten Objekten. Genauso wie bei Google Maps kann auch hier die ausgewählte Karte per Link direkt versandt und ausgedruckt werden. Im Unterschied zu Google Maps kann man hier auch die Luftbildansichten ausdrucken. In allen Kartenansichten kann man ein- und auszoomen und die Ansicht drehen. Von einzelnen Gebäuden lassen sich eigene 3D-Modelle einfügen.
Mit Virtual Earth kann man bequem auch nach Unternehmen und Dienstleistern suchen. Geben Sie dazu das gewünschte Ziel - beispielsweise Pizzeria - ein und wählen Sie dann die Stadt.
Microsoft stellt ähnlich wie Google eine Programmierschnittstelle zur Verfügung. Allerdings richtet sich die Virtual Earth-API samt dem dazu gehörigen SDK an professionelle Anwender, die ein kommerzielles Interesse verfolgen und dafür auch Lizenzkosten in Kauf nehmen. Microsoft denkt hier zum Beispiel an Immobilienmakler, die ihre Verkaufsobjekte im Internet ansprechend darstellen wollen. Oder an Unternehmen, die eigene leistungsfähige Routenplaner erstellen möchten.
Microsoft stellt für interessierte Unternehmen ein differenziertes Lizenzierungsmodell bereit. So kann beispielsweise nach Zahl der Nutzer oder nach der Zahl der tatsächlichen Zugriffe abgerechnet werden.
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