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Michael Jackson gegen Haftstrafen für Musikpiraten

23.07.2003 | 14:58 Uhr |

Popstar Michael Jackson hat sich heftig gegen Haftstrafen für Internet-Musikpiraten ausgesprochen. Der Vorschlag, Musikfans wegen illegalen Downloadens ins Gefängnis zu stecken, habe ihm die Sprache verschlagen, sagte der Sänger. "Es ist falsch, Musik herunterzuladen, aber das Gefängnis kann nicht die Antwort darauf sein", wurde Jackson am Dienstag von US-Medien zitiert.

Popstar Michael Jackson hat sich heftig gegen Haftstrafen für Internet-Musikpiraten ausgesprochen. Der Vorschlag, Musikfans wegen illegalen Downloadens ins Gefängnis zu stecken, habe ihm die Sprache verschlagen, sagte der Sänger. "Es ist falsch, Musik herunterzuladen, aber das Gefängnis kann nicht die Antwort darauf sein", wurde Jackson am Dienstag von US-Medien zitiert.

Mit seinem Statement reagierte Jackson auf einen Gesetzesvorschlag, der in der vergangenen Woche im US- Repräsentantenhaus eingebracht wurde. Illegale Internet-Downloads von urheberrechtlich geschütztem Material würden damit zum Verbrechen erklärt und mit hohen Geldbußen und mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden.

Die Plattenindustrie hat in den vergangenen Wochen eine härtere Vorgehensweise gegen Musikpiraten angedroht. Die großen Musiklabels machen die Raubkopierer für einen Rückgang der Plattenverkäufe verantwortlich.

Michael Jackson verwies jedoch auf die Fans, "die den Erfolg des Musikgeschäfts ausmachen". Er forderte Künstler, Konsumenten und die Plattenindustrie dazu auf, eine alternative Lösung zu finden.

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