213728

PCs und Nettops auf der IFA 2009

07.09.2009 | 08:37 Uhr |

Nettops erhalten leistungsfähigere CPUs und Grafikchips, Desktop-PCs sollen bei gleicher Leistung weniger Strom verbrauchen. Die IFA 2009 zeigt, wohin die Reise bei PC-Systemen geht.

Windows 7
Vergrößern Windows 7
© 2014

Auf der IFA 2009 präsentieren Hersteller die ganze Viefalt der PCs - in allen Größen und Leistungsklassen: Kleine Nettops überzeugen durch niedrigen Stromverbrauch und flüsterleisen Betrieb. All-in-One-PCs haben den Rechner im Display integriert, samt Webcam, Mikrofon und Lautsprecher. Multimedia-PCs für 700 Euro sind perfekt für Bildbearbeitung und Videoschnitt zuhause. Ambitionierte PC-Spieler setzen auf Maschinen mit Intels Core i7 und mehreren Grafikkarten im Verbund.

Vor allem bei den Nettops darf man gespannt sein, was leistungsfähigere Kompontenten wie der Chipsatz Nvidia ION bei 3D-Leistung und HD-Wiedergabe bringen. Intels Dual-Core-CPU Atom 330 ist bereits seit einem Jahr erhältlich, konnte aber seine Vorgänger mit nur einem Kern nicht vom Markt verdrängen. Immer noch setzen viele Hersteller von Netbooks und Nettops aufgrund der geringeren Verlustleistung auf die Single-Core-Varianten. Ob mit einer Kombination aus Dualcore-Atom und Nvidias ION-Chipsatz die Nettops ihre bislang hervorragend niedrigen Stromverbrauchswerte halten können, bleibt abzuwarten. Für Nettops mit mehr Rechenpower spricht der Wunsch vieler Anwender, auch Filmmaterial in hoher Auflösung ruckelfrei auf Nettops abspielen zu können.

Windows 7 – der Countdown läuft

Windows 7 Multitouch
Vergrößern Windows 7 Multitouch
© 2014

Das neue Betriebssystem Windows 7 wird allen technischen Fortschritten im PC-Bereich in diesem Jahr den Rang ablaufen. Microsoft hat das fertige Betriebssystem mittlerweile an die Hersteller ausgeliefert; der Verkaufsstart für Endkunden ist am 22. Oktober. Was bringt Windows 7 für PCs?

Geringere Systemanforderungen: Windows 7 wird das erste Microsoft-Betriebssystem sein, das an die Hardware geringere Systemanforderungen stellt als die Vorgängerversion. Profitieren werden davon insbesondere die Nutzer von Nettops, Billig-PCs und Netbooks. Windows Vista lief auf Nettops mit Intels Single-Core Atom-CPUs und GMA-Chipsatz gar nicht, auf Geräten mit Dualcore-Atom oft nur in der Basic Variante. Daher kamen die ersten Nettops zum Beispiel von Asus und MSI mit Linux auf den Markt. Microsoft sah seine Marktanteile in Gefahr und verlängerte kurzerhand die Auslieferung von Windows XP für Nettops und Netbooks.

Windows 7 ist besser für günstige PCs: Nach unseren Tests läuft Windows 7 aufgrund der geringeren Systemanforderungen problemlos auf Nettops und Netbooks. Es ist zu erwarten, dass Windows 7 damit nicht nur Vista, sondern auch seinem Vor-Vorgänger XP endgültig den Todesstoß versetzen wird.

Touchscreen: Windows 7 wird über Multitouch verfügen und davon profitiert ganz besonders das Segment der All-in-One-PCs. Entweder hatten All-in-One-PCs bisher gar kein berührungsempfindliches Display oder es gab für den Touchscreen keine spezielle Oberfläche. Gerade bei All-in-One-PCs mit einer Display-Diagonale unter 20 Zoll war die Touchscreen-Bedienung mühselig - ohne einen Zeigestift ging bei Windows-Menüs und Textlinks im Browser gar nichts. Nur wenige Hersteller wie Asus, MSI und HP machten sich die Mühe und programmierten eine spezielle Touchscreen-Oberfläche für das Gerät. Die restlichen Hersteller warten auf die Multi-Touch-Oberfläche in Windows 7: Es wird sich zeigen, ob die All-in-One-PCs mit Touchscreen damit den Durchbruch schaffen.

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die wichtigsten Produkt-Neuheiten auf der IFA 2009 vor.

0 Kommentare zu diesem Artikel
213728