Eingepfercht zwischen großen Veröffentlichungen von den Herstellern Rockstar und THQ, wurde "Mercenaries 2: World in Flames" von den Kritikern unfairerweise als "GTA"-Klon in Venezuela abgestempelt. Selbst die im Vorfeld stark gelaufenen Werbekampagnen schafften es nicht, dem Spiel mehr Aufmerksamkeit zu beschaffen. Um es kurz zu machen: das Offene-Welt-Prinzip von "Grand Theft Auto IV" und "Saint's Row 2" genügte der Spielerschaft offensichtlich schon - ein dritter Ableger mit dem gleichen Prinzip war schlicht und ergreifend zu viel. Dabei ist gerade "Mercenaries 2" einer der besten Offene-Welt-Titel, die es jemals auf die Konsolen geschafft haben.
Zudem wartet das Action-Spektakel auch mit einer tollen Story auf, die in nicht übertriebener Weise von einer Zukunftswelt erzählt, in der die Anarchie die Oberhand gewonnen hat. Krieg und Chaos sind die Folgen. Auch wenn die Videosequenzen etwas billig und teilweise gar geschmacklos daherkommen, fühlt sich das Game wunderbar authentisch an, wenn die in Panik geratene Population in Scharen vor Rauch, Feuer und Chaos zu fliehen versucht. Da kann man schon mal darüber hinwegsehen, dass "Mercenaries 2" eines der furchtbarsten Cover-Artworks der Videospielgeschichte zu bieten hat.
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