Meinung

Linux ist auf dem Desktop gescheitert

Mittwoch den 20.10.2010 um 09:30 Uhr

von Robert Strohmeyer

Ubuntu Linux
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War der jahrelange Kampf vergeblich? Der Traum von Linux als weit verbreitetem Desktop-Betriebssystem ist so gut wie gestorben. Doch Linux siegt woanders.
Trotz der phänomenalen Sicherheit und erwiesenen Stabilität und trotz der erstaunlichen Fortschritte bei Benutzerfreundlichkeit, Leistung und Kompatibilität Linux wird unter den Desktop-Nutzern einfach nicht populär. Und wenn es jemals eine Chance für Linux gegeben hat sich durchzusetzten, ist sie längst vorbei.

Während der letzten Jahre haben moderne Linux-Distributionen wie beispielsweise Ubuntu die  Open-Source Desktop-Systeme revolutioniert und sowohl einfache, als auch elegante Betriebssysteme geschaffen, die sowohl Windows und auch Mac OS an Sicherheit und Stabilität übertreffen. Zwischenzeitlich gab das öffentliche Scheitern von Windows Vista und der Anstieg von Netbook-Nutzern Linux die Gelegenheit einen bedeutenden Marktanteil zu erobern. Aber diese Möglichkeiten blieben ungenutzt. Der Anteil von Linux am Desktop-Markt stagniert weiterhin bei ungefähr einem Prozent, je nachdem welche Statistik man nutzt.

Linux
Linux

Gemeint ist allerdings hiermit keineswegs der Niedergang von Linux selbst. Neue Hochrechnungen zu Linux zeigen glaubhaft, dass der Bedarf an Linux Server-Systemen den Bedarf an allen Alternativsystemen in diesem Sektor während der nächsten Jahre weit übertreffen wird. Und, wie in diesem Artikel noch ausführlich berichtet wird, hat sich Linux bereits als marktbeherrschendes Betriebssystem auf mobilen und eingebauten Geräten (als embedded OS) etabliert. Die Auswahl reicht hier von Geräten im Tablet-Format und Telefonen bis hin zu Fernsehern und Druckern.

Jedoch ist für alle, die auf eine Zukunft gehofft hatten, in der die Open-Source Linux-Distributionen mit den kommerziellen Betriebssystemen von Microsoft und Apple im Kampf um die Desktop-Computer konkurrieren könnten, jetzt ein guter Zeitpunkt um realistischer zu denken. Das Jahr des Linux-Desktopsystems wird nie kommen.

Mittwoch den 20.10.2010 um 09:30 Uhr

von Robert Strohmeyer

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (31)
  • pikaro 16:54 | 26.10.2010

    1.
    http://www.pcwelt.de/news/Doppelklick-Der-Technik-Talk-Linux-eine-echte-Alternative-zu-Windows-1031362.html

    2.
    Wer sich für Linux interessiert sollte es mal hier herunterladen:

    32 Bit-PC

    [COLOR="Red"]Link entfernt, bitte Forenregeln beachten! - Hascheff, Moderator[/COLOR]


    64 Bit-PC

    [COLOR="Red"]Link entfernt, bitte Forenregeln beachten! - Hascheff, Moderator[/COLOR]


    Wer HILFE (deutsch) braucht:

    http://ubuntuusers.de/

    [COLOR="Red"]Wer einen Link braucht: Da geht's lang - Hascheff[/COLOR]

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  • qqqaqqq 18:45 | 22.10.2010

    Ich will unter keinen Umständen diesen Müll haben. Genau das war der Grund warum mein Laptop mit Linux läuft. Nach dem Erststart von Vista öffneten sich gleich mehrer Fenster die um den Kauf der Vollversion baten.

    Wie du schon sagtest war keine Vista DVD dabei. Ich bezweifle das man eine Crapware freie Recovery-CD mit den PC Hersteller Programmen erstellen kann.
    Wenn das Ausgangsmaterial schon so zugemüllt ist und sich das meiste nicht deinstallieren lässt.

    Ich hätte auch eine Systembuilder Vista DVD einlegen können und einfach den Lizenzschlüssel des Zertifikats vom Laptop eingeben können. Es ist zwar die selbe Vista Version aber auf Treiber Suche hatte ich als Faulheit keine Lust.

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  • deoroller 18:08 | 22.10.2010

    Und du willst dann auch die Crapware, denn ohne die müsstest du auch mehr bezahlen.
    MS trägt aber auch Schuld an dem Murks, denn sie könnten darauf bestehen, dass vollwertige Installationsmedien ausgeliefert werden müssen und nicht den erbärmlichen "Recovery-Müll". Ich schätze, dass MS daran zusätzlich verdient, wenn ahnungslose Kunden, sich ein neues Betriebssystem kaufen, weil sie damit damit nicht zurecht kommen, die Recovery-Medien nicht erstellt und die Festplatte gelöscht haben...

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  • qqqaqqq 17:58 | 22.10.2010

    Und genau das will keiner, ich auch nicht.

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  • deoroller 17:50 | 22.10.2010

    Zitat: qqqaqqq

    @Deoroller Eine Auswahl ala Webbrowser wäre für Kunden und Hersteller wohl ein erheblicher Mehraufwand, findest du nicht?

    Ja. man kann den Mehraufwand bezahlen lassen.

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