War der jahrelange Kampf vergeblich? Der Traum von Linux als weit verbreitetem Desktop-Betriebssystem ist so gut wie gestorben. Doch Linux siegt woanders.
Trotz der phänomenalen Sicherheit und erwiesenen Stabilität und trotz der erstaunlichen Fortschritte bei Benutzerfreundlichkeit, Leistung und Kompatibilität Linux wird unter den Desktop-Nutzern einfach nicht populär. Und wenn es jemals eine Chance für Linux gegeben hat sich durchzusetzten, ist sie längst vorbei.
Während der letzten Jahre haben moderne Linux-Distributionen wie beispielsweise Ubuntu die Open-Source Desktop-Systeme revolutioniert und sowohl einfache, als auch elegante Betriebssysteme geschaffen, die sowohl Windows und auch Mac OS an Sicherheit und Stabilität übertreffen. Zwischenzeitlich gab das öffentliche Scheitern von Windows Vista und der Anstieg von Netbook-Nutzern Linux die Gelegenheit einen bedeutenden Marktanteil zu erobern. Aber diese Möglichkeiten blieben ungenutzt. Der Anteil von Linux am Desktop-Markt stagniert weiterhin bei ungefähr einem Prozent, je nachdem welche Statistik man nutzt.
Gemeint ist allerdings hiermit keineswegs der Niedergang von Linux selbst. Neue Hochrechnungen zu Linux zeigen glaubhaft, dass der Bedarf an Linux Server-Systemen den Bedarf an allen Alternativsystemen in diesem Sektor während der nächsten Jahre weit übertreffen wird. Und, wie in diesem Artikel noch ausführlich berichtet wird, hat sich Linux bereits als marktbeherrschendes Betriebssystem auf mobilen und eingebauten Geräten (als embedded OS) etabliert. Die Auswahl reicht hier von Geräten im Tablet-Format und Telefonen bis hin zu Fernsehern und Druckern.
Jedoch ist für alle, die auf eine Zukunft gehofft hatten, in der die Open-Source Linux-Distributionen mit den kommerziellen Betriebssystemen von Microsoft und Apple im Kampf um die Desktop-Computer konkurrieren könnten, jetzt ein guter Zeitpunkt um realistischer zu denken. Das Jahr des Linux-Desktopsystems wird nie kommen.
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20.10.10
Obwohl ich IT-ler und sehr aufgeschlossen gegenüber Windows-Alternativen bin, mich konnte Linux bisher nicht überzeugen.
Grund: Sobald man mehr als MP3 hören oder Internetsurfen macht, wird das zu kompliziert.
Schon diverse Programme zu installieren nervt unendlich. Entpacken (noch ok), dann muß man noch in der Konsole mit Befehlen rumtippen, bekommt eine kryptische Fehlermeldung und das wars erstmal. Ohne intensives studieren von Büchern oder im Internet hängt man schon bei einfachsten Schritten
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20.10.10
Eigentlich kann das bei jedem Betriebssystem erwartet werden. Aber Windows ist da wohl eine Ausnahme. Viele Leute sind damit groß geworden und haben Grundfertigkeiten verlernt oder sind damit erst gar nicht in Berührung gekommen. :)
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20.10.10
Das verstehe ich nicht. Unter Debian lassen sich beispielsweise über Synaptic Programme ganz einfach über eine grafische Oberfläche installieren. Und auch auf einen Rutsch aktualisieren. Das geht deutlich einfacher als unter Windows.
Das Linux auf dem Desktop nicht erfolgreich ist, hat viele Gründe. Die Qualität des Betriebssystems ist es jedenfalls nicht.
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20.10.10
Das bedeutet, dass viele aus meiner Generation ausgeschlossen sind.
Das ist dann eben der Vorteil bei Windows, das kann ich auch ohne Englischkenntnisse nutzen.
Allerdings muss ich dann für diesen Vorteil auch für das Betriebssystem zahlen.
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20.10.10
Uwe
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20.10.10
Seit 1949? Wow!
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20.10.10
Das mag mal irgendwann gestimmt haben und gilt sicher auch noch für die Administration und Programmierung. Ein Endanwender kommt sicher ohne Englischkenntnisse weiter. Ich kann hier nur das deutschsprachige Ubuntu-Wiki empfehlen. Das ist sehr umfangreich.
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20.10.10
Ich wollte damit ausdrücken, schon seeeehr lange. Etwa seit 1985.
Uwe
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20.10.10
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20.10.10
Vor 10 Jahren war Linux tatsächlich noch ein Nischenprodukt für Freaks. Heute kann es aber Windows schon lange das Wasser reichen, besonders vor Angriffen und Datenausfällen.
Wer sich eine aktuelle Distribution von z.B. Ubuntu besorgt, wird feststellen, dass man kein Wort Englisch mehr benötigt, als die paar Fachvokabeln, die auch bei Windows auftauchen. Die Programmauswahl von vielen kostenlosen Programmen, spricht auch überwiegend Deutsch und kann von den Leistungen mit manch teurem Windows-Pendant mithalten, ebenso ist es mit ein bis zwei Tastenkicks installiert. Der deutschsprachige Support fehlt auch hier nicht, selbst bei einigen Windowsprogrammen gibt es nur englische Hilfen.
Wer allerdings die unergonomische Benutzung von Microsoftprodukten verinnerlicht hat, wird sich anfänglich etwas schwer mit Linux tun, aber der absolute beginner wird hier deutlich schneller vorwärts kommen.
Ich habe bei vielen älteren Anfängern Ubuntu bzw. Edubuntu installiert, weil sie mal endlich was mit Computern machen wollten. Jetzt machen sie teilweise ihren Enkeln etwas vor! Die sind nämlich neidisch auf die Programme der Abt. Education. Mein alter Prof. hat mal gesagt: "Stellen Sie einen C64 mit einem bekannten Brettspiel auf den Tisch, den Rest lernt der Anwender spielend alleine!". Er hatte recht.
Wer schon mal am Mac gearbeitet hat wird zunächst fast keinen Unterschied zu Gnome bemerken. Windowsumsteiger setzen eher auf KDE.
Aber solange Microsoft seine Betriebssysteme auf den Neucomputern der großen Hersteller exklusiv vermarkten darf, wird sich Linux nicht durchsetzen. Hier müsste der Kunde eine neutrale Beratung beim Kauf erhalten und wählen können.
Übrigens: Viele Programme wurden ursprünglich für Linux entwickelt und laufen dank Python, Java und Co. auch auf Windows.
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20.10.10
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20.10.10
So wie das bei dem Browserwahl-Update mittlerweile gehandhabt wird: "Welchen Browser möchten sie verwenden?", könnte es dann auch mit dem Betriebssystem sein. ;)
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20.10.10
Ohne Englischkenntnisse bleibt man aber auch von einem Großteil des Internets ausgeschlossen. Die meisten Nachrichten kommen aus dem Ausland und werden übersetzt, leider auch teilweise miserabel, so dass daraus eine Falschmeldung entstehen kann. Wenn man das aber selbst nachprüfen kann, geht man nicht so einfach auf den Leim, bis es der Allgemeinheit aufgefallen ist.
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20.10.10
habe mich auch mal an linux herangewagt. da war es eben noch so das installieren ein hürdenlauf war. irgend wann habe ich dann das gemacht, was wohl viele tun. das nehmen was einem vertraut ist. was die qualität angeht gab es nie grund zu meckern. gerade 64 bit gab es nie probleme, wo sich leider heute noch hersteller schwer tun und es nicht schaffen kleinste progamme in 64 bit zu schreiben.
odin69
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20.10.10
Dadurch war meine Welt in den letzten Jahrzehnten aber auch nicht schlechter, bzw. die Welt der anderen nicht besser. Und ich möchte nicht wissen, wie viele englischsprachige Meldungen falsch oder auch schlichtweg gelogen sind. Gerade Meldungen aus den USA sind ja wohl auch nicht immer korrekt.
Aber wie gesagt, das verändert meine Welt nicht. Oft ist man sogar glücklicher, wenn man von dem ganzen Nachrichtenschrott verschont bleibt.
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20.10.10
:D
Das erklärt so Einiges...
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20.10.10
Aber die Sache, das man Bedienungsanleitungen durchlesen muß, um einfache Programme zu installieren, das ist eben Steinzeit. Als Win-Nutzer kennt man nicht die Konsolenbefehle von Linux.
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20.10.10
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21.10.10
Stimmt nicht deo hab so ein fall gerade...
die Frau ist fast 60zig hat sich unter Anleitung wacker geschlagen...
selbst bei der Konsole.
Aber Ergebnisse zeigten das was mit dem RAM nicht stimmt.
Bin Sonnntag bei ihr, den wer sich in so einem alter so zäh und kämpferisch zeigt, nicht auf gibt...da habe ich Respekt vor.
Deshalb werd ich da hin fahren am WE....
Sie hat mehrere Rechner und daraus was Liunx Fähiges Bauen.
In dem alter kann man nicht erwarten das sie das hinbekommt.
Aber sie hat hat nicht aufgegeben...und vor sowas ziehe ich mein Hut,
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21.10.10
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21.10.10
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21.10.10
Ich hab mal vor Jahren Windows 3.11 installiert .
Das war sowas von "Grotten Schlecht "
Und es tat selten das was ich wollte.
Und meißt mußte ich auch noch nen DOS Fenster öffnen , um was zu installieren .
Ne , da bleib ich lieber bei ner modernen Linux Version.
MfG T-Liner
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21.10.10
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21.10.10
Gab es zu der Zeit schon ein Linux mit dem man arbeiten konnte?
Und ein "bestes Betriebssystem aller Zeiten" gibt es nicht.
Es gibt normalerweise immer einen Fortschritt, wobei der sprung von 98 auf ME genauso wenig geglückt ist wie von XP auf Vista.
Bei Linux wird es wohl genauso sein.
Linux ist gut, zweifellos, wenn nur der Umstig von Windows nicht so kompliziert wäre.
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21.10.10
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22.10.10
Aus Lizenz Rechtlichen Gründen werden bei den meisten Distributionen, Codecs popritärer Formate nicht mitgeliefert. Das müsstest du als ITler eigentlich wissen. Ich hab im übrigen nie gehört das Windows User Windows nicht nutzen wollen, weil gewisse Formate der Windows Media Player (alte Versionen z.B: Quick Time) nicht abspielen konnte und man dies nachinstallieren musste. Adobe Flash ist auch nicht im Lieferumfang von Windows na und installiert man halt nach. Wenn man genauer Hinsieht, findet man unter Linux eine grafische Softwareverwaltung genannt Paketmanager. Dort hakt man einfach das benötigte an z.B: die gstreamer Pakete ugly, bad und ffmpeg um mp3 und vieles mehr abspielen zu können. Bei Ubuntu sehr einfach über das Metapaket ubuntu-restricted-extras zu bewerkstelligen. Oder bei Linux Mint sind schon diverse Codecs vorinstalliert.
Zitat: ScourOh bauen wir unser Linux etwa selbst ala Linux from Scratch, na dann viel Spaß beim basteln ähm Kompilieren. Das man auch nie den einfachen Weg geht und einfach per Mausklick etwas fertiges installiert.
Edit: [COLOR="Red"]Ähm zu langsam, bitte zusammen führen. Danke[/COLOR]
@Deoroller Eine Auswahl ala Webbrowser wäre für Kunden und Hersteller wohl ein erheblicher Mehraufwand, findest du nicht?
Dieser Thread strotzt vor Unsachlichkeit! Warum sich das bei OS Diskussionen nicht ändert.
Zitat: odin69Das hat wenig damit zu tun wie man den Quellcode schreibt bis auf Bibliotheken die manchmal bei 64 Bit Betriebssystemen anders heißen. Aka libxyz32 >libxyz64. Sodern wie man den Quellcode Kompiliert.
Zitat: XP Fan
Wann war das zur Jahrtausendwende? Solltest mal einen zweiten Versuch starten um deinen Erfahrungen neu zu evaluieren.
Zitat: ruhrflabesWie bitte, auch Windows wird immer Benutzerfreundlicher.
Zitat: ruhrflabesJa klar, wie ob Freie Software ausschließlich auf einem Betriebssystem entwickelt und dann nur Portiert wird. Es gibt genug Beispiele das es meist sogar Anders rum verlauft; Google Chrome wurde zuerst auf Windows entwickelt und hat stark auf nicht offiziell von Microsoft freigebenen Windows Schnittstellen aufgesetzt, was zuletzt auch die Portierung von Windows auf Linux und Mac verzögerte. Diverse Spieletitel von id Software.
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