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Mein Monat mit dem Google Nexus 5

06.03.2014 | 13:09 Uhr |

Mit den Nexus 5 hat Google ein leistungsstarkes Allround-Smartphone auf die Beine gestellt, das fast ohne Macken auskommt. So sah mein Monat mit dem Nexus 5 aus.

Wie zu erwarten, war das Nexus 5 bereits kurz nach der offiziellen Verfügbarkeit ausverkauft. Die Kunden sind nicht nur vom reinen Android-Betriebssystem in der stets neuesten Version begeistert; sie finden auch kaum ein Smartphone auf dem Markt, das durch ein besseres Preis- Leistungs-Verhältnis hervorsticht.

Haptik: Lieber Schwarz als Weiß

Ich bevorzuge das schwarze Modell. Sie fragen mich, wieso? Ganz einfach – es fasst sich deutlich angenehmer an als die weiße Version. Und ja, da gibt es einen Unterschied: Das schwarze Gehäuse besitzt nämlich eine leicht gummierte Rückseite, weshalb es nicht so schnell aus der Hand rutscht wie das weiße Nexus 5 mit seinem glatten Kunststoffgehäuse. Außerdem sieht das einheitliche Schwarz meiner Meinung nach viel eleganter und sogar hochwertiger aus. Nicht besonders wertig ist allerdings die Verarbeitung der Power-Taste an der rechten Gehäuseseite, die etwas lose im Rahmen sitzt – in der Praxis stört das aber nicht weiter.

Insgesamt finde ich das Nexus 5 optisch sehr ansprechend, weil es gut mit dem Display harmoniert. Dafür sind unter anderem kleine Details wie der leichte, schwarze Schimmer am oberen sowie am unteren Rand verantwortlich, wodurch ein fließender Übergang entsteht – simpel, aber schick. Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich auf den Bildschirm blicke.

10 Tipps zu Android 4.4 KitKat

Das schwarze Nexus 5 sieht nicht nur schicker aus, es fasst sich dank der gummierten Rückseite auch angenehmer an.
Vergrößern Das schwarze Nexus 5 sieht nicht nur schicker aus, es fasst sich dank der gummierten Rückseite auch angenehmer an.
© Google

Performance: Sprinter durch und durch

Für mich muss ein Smartphone so viel Leistung haben, dass sich Verzögerungen möglichst in Grenzen halten. Würde ein Smartphone ständig stocken und ruckeln, dann könnte ich nicht ordentlich mit dem Mobilgerät arbeiten. Ich nutze mein Smartphone nämlich auch im Beruf, wobei ich teilweise sechs Apps gleichzeitig ausführe. Mit dem Nexus 5 kann ich nebenbei noch ohne Probleme Spiele spielen oder einen Film zur Entspannung sehen. Meinem Leistungsanspruch wird das Nexus 5 also absolut gerecht – ich merke jeden Tag, dass LG beim Google-Phone auf die derzeit stärkste Hardware setzt.

Jedoch wird es unter Volllast etwas warm an der Rückseite, denn die CPU muss teilweise richtig ackern. Gerade in der kalten Jahreszeit ist das aber eher ein positiver Nebeneffekt.

Die Kamera überzeugt mit hoher Helligkeit

Unterwegs habe ich nie eine richtige Kamera dabei – gut, ich besitze auch keine. Aber das ist auch gar nicht so schlimm, weil mir in der Regel mein Smartphone ausreicht. Und zum Glück ist die Kamera des Nexus 5 gleichauf mit der Qualität einer Digicam. Selbst meine abendlichen Aufnahmen mit verschiedenen Lichtquellen sowie vielen Details auf dem Weihnachtsmarkt in Augsburg sehen dank ausgesprochen hoher Dynamik sehr gut aus.

Weihnachtsmarkt bei Dunkelheit – für die meisten Smartphone-Kameras schwierig abzulichten. Die Bildqualität des Nexus 5 überzeugt jedoch.
Vergrößern Weihnachtsmarkt bei Dunkelheit – für die meisten Smartphone-Kameras schwierig abzulichten. Die Bildqualität des Nexus 5 überzeugt jedoch.
© Dennis Steimels

Wahre Geschichte: Auf diesem Weihnachtsmarkt gab es eine große Weihnachtspyramide, die stark beleuchtet war. Viele Kameras haben vor allem abends Schwierigkeiten damit, alle Details eines solchen Sujets einzufangen. So auch die Smartphone-Kameras von Mittelklasse-Geräten zweier Besucher. Als ich sah und hörte, dass ihre Aufnahmen nicht ihren Vorstellungen entsprachen, bot ich an, ihnen ein Foto mit meinem Handy zu machen und anschließend zu schicken – ich war nämlich von der Qualität der Kamera des Nexus 5 voll überzeugt. Die beiden Touristen aus Frankfurt waren etwas überrascht, anschließend aber sehr froh, als sie das kontrastreiche und scharfe Bild auf ihren eigenen Geräten sahen.

Das Nexus 5 beweist Ausdauer – vor allem anfangs

Ein Smartphone kann noch so stark und schnell sein – wenn der Akku frühzeitig schlappmacht, bringt die ganze Power auf Dauer gar nichts. Ich bin tatsächlich begeistert vom Nexus 5, weil es beide Eigenschaften, also Schnelligkeit sowie hohe Ausdauer, sehr gut umsetzt. In der ersten Zeit kam ich nach dem Einschalten des Geräts rund zwei Tage mit einer Akkuladung aus. Und ich nutze mein Smartphone oft, wirklich sehr oft und intensiv. Das mag auch daran liegen, dass ich Smartphone-Tester bin und auf die intelligenten Telefone abfahre.

Ich muss allerdings zugeben, dass sich die Akkulaufzeit nach rund zwei Wochen reduzierte. Bei etwa gleichem Nutzungsverhalten verlangte das Nexus 5 bereits nach einem bis anderthalb Tagen externen Strom. Gut, das ist immer noch in Ordnung, trübte jedoch meine anfängliche Euphorie über die extrem lange Laufzeit des Google-Phones.

Gerücht: Lässt Google die Nexus-Reihe sterben?

Android 4.4 besticht vor allem durch sein schlichtes Design und seine performante Arbeitsweise.
Vergrößern Android 4.4 besticht vor allem durch sein schlichtes Design und seine performante Arbeitsweise.

Android 4.4: Design kommt gut an

Wofür steht ein neues Nexus? Natürlich für die neueste Android-Version. Mit Android 4.4. Kitkat hat sich das Betriebssystem deutlich verändert. Es ist jetzt schlanker und damit deutlich performanter – es sieht dadurch auch viel schicker aus. Design spielt heutzutage nämlich eine wichtige Rolle beim Smartphone-Kauf und bei der Entscheidung für ein Betriebssystem.

Ich stehe schon allein auf die feine Schrift sowie das schlichte und elegante Design, unter anderem erkennbar in der Uhr-App – richtig cool. Selbst die Farben sind etwas knackiger und frischer, was durch die hohe Auflösung des Bildschirms unheimlich gut zur Geltung kommt Auch finde ich sinnvoll, dass die Google-Suchleiste jetzt fest verankert ist und dadurch auf jedem Screen angezeigt wird. Ich suche oder – vielmehr ich „google“ – ständig nach Namen, Orten oder Antworten auf Fragen. Daher ist das für mich eine sehr praktische Neuerung.

„Ist das etwa das neue Android? Zeig mal her!“, bekam ich nicht gerade selten zu hören. Das System ist aufgrund der typischen orange-blau-grünen Farben im Hintergrund unverkennbar. Die Resonanz war durchweg positiv, vor allem die Schlichtheit sowie die Schnelligkeit des Systems wurden gelobt.

Mittelklasse-Preis für Oberklasse Hardware

Normalerweise müssen Sie locker 600 bis 700 Euro für ein High-End-Smartphone mit bester Ausstattung und prominentem Namen hinblättern. Google dagegen hält die Preise für seine Geräte vergleichsweise niedrig – so kostet das Nexus 5 (16 GB) gerade mal 350 Euro. Die Smartphones und Tablets der Nexus-Reihe bieten in der Regel aktuelle und leistungsfähige Hardware zu einem Preis, der auf dem Niveau mittelklassiger Geräte liegt. Google bietet mit dem Nexus 5 quasi ein konkurrenzloses Produkt an, weil es im Verhältnis zur guten Leistung den besten Preis bietet. Darüber hinaus bekommen Sie immer die neueste Android-Version, ohne ein halbes Jahr auf eine Aktualisierung zu warten.

Fazit: Tolles Smartphone für wenig Geld

Wie Sie sicher gemerkt haben, bin ich tatsächlich begeistert vom Google Nexus 5. Ich finde, ehrlich gesagt, kaum Kritikpunkte, die gegen einen Kauf sprechen würden. Ich empfehle es auch jedem, der auf der Suche nach einem Smartphone mit bester Ausstattung ist, aber vergleichsweise wenig Geld ausgeben möchte. Selbst wenn Sie zum Beispiel „nur“ 300 Euro in ein neues Smartphone investieren wollen – legen Sie noch 50 Euro drauf, denn der Unterschied ist vor allem in der Performance deutlich spürbar!

Im Alltag stand mir das Nexus 5 stets mit voller Kraft zur Seite und verzögerte an keiner Stelle, auch der Akku hielt relativ lange durch. Und die Kamera, die zumindest bei mir zu den am meisten gebrauchten Features eines Smartphones gehört, überzeugt auf ganzer Linie.

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