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Die besten Browser-Addons für sicheres Surfen

27.09.2016 | 09:10 Uhr |

Die meisten PC-Viren holen Sie sich beim Surfen im Internet aufs System. Deshalb sollten Sie Ihren Internet-Browser mit diesen Sicherheits-Erweiterungen ausstatten.

Egal ob Viren, Tracking oder betrügerische Webseiten - Spezialbrowser schützen gegen all diese Gefahren meist sehr gut. Wenn Sie aber lieber bei Ihrem Standardbrowser bleiben möchten, dann finden Sie in diesem Beitrag passende Browser-Erweiterungen, mit denen Sie Firefox oder Chrome selbst in einen Sicherheitsbrowser verwandeln können.

Browserschutz mit Addons

Sicherheitsbrowser erhöhen den Schutz beim Surfen im Internet schlagartig. Viele Nutzer möchten allerdings nicht auf ihren lieb gewonnen Standardbrowser verzichten. Denn bei dem haben Sie bereits alle Einstellungen perfekt abgestimmt und alle wichtigen Erweiterungen geladen.

Falls auch Sie lieber Ihren Standardbrowser fürs sichere Surfen behalten wollen, statt auf einen fertigen Sicherheitsbrowser zu wechseln, dann ist das zumindest für Google Chrome und Firefox kein Problem. Denn für diese Browser gibt es genügend Erweiterungen, die Sicherheit und Datenschutz fürs Surfen nachrüsten. Hier finden Sie die wichtigsten Erweiterungen für Ihren Browser.

Hinweis: Der Browser Google Chrome lässt sich mit den nachfolgend beschriebenen Erweiterungen auch auf Datenschutz trimmen. Damit Sie aber Chrome-Erweiterungen installieren können, müssen Sie sich mit Ihrem Google-Konto anmelden. Das ist datenschutztechnisch weiter kein Problem, doch denken Sie daran, sich nach der Installation wieder abzumelden. Das geht in Chrome auf der Site www.google.de , wenn Sie rechts oben auf Ihren Nutzernamen klicken und „Abmelden“ wählen. Zudem sollten Sie in Chrome unter „Einstellungssymbol -> Einstellungen“ die Option „Verbindung zum Google-Konto trennen“ wählen. So geben Sie weniger Daten von sich preis; Sie verlieren aber auch Komfort. Denn nach der Trennung synchronisiert Chrome zum Beispiel keine Lesezeichen mehr zu Ihren anderen Geräten.

Tipps: Die besten Browser-Addons für Firefox, Chrome und Co.

Verschlüsselte Verbindung bevorzugen: HTTPS-Everywhere

Die meisten wichtigen Internetdienste bieten eine verschlüsselte Verbindung zu ihrer Website an. Das erkennen Sie an dem automatischen Wechsel vom http- zum https-Protokoll im Browser. In einigen Fällen findet dieser automatische Wechsel aber nicht statt oder wird nach dem Log-in wieder rückgängig gemacht. Die Browser-Erweiterung HTTPS Everywhere sorgt dafür, dass Ihr Browser stets die verschlüsselte Variante einer Website wählt. Voraussetzung ist natürlich, dass der Dienst überhaupt https anbietet.

Noscript: Räumen Sie aktive Webseiten gründlich auf

Moderne Webseiten bestehen aus sehr vielen einzelnen Elementen, und viele davon werden überhaupt erst auf dem PC des Benutzers zusammengesetzt. Das passiert etwa immer dann, wenn eine Site erst mal die Werbe-Cookies auf dem PC des Besuchers ausliest und dann passend dazu bestimmte Werbeblöcke für die Website ausspielt. Möglich machen das Scripts auf der Website.

Die Browser-Erweiterung Noscript schiebt diesen Scripts einen Riegel vor. Da viele Scrips allerdings auch erwünschte Funktionen auf einer Website erfüllen, können Sie mit Noscript gezielt Änderungen an einer Site vornehmen. Noscript gibt es für den Browser Firefox. Nutzer von Chrome setzen auf die Erweiterung Safe Script , die Ähnliches leistet.

Die Browser-Erweiterung Ghostery für Chrome und Firefox zeigt Ihnen an, welche Cookies die aktuelle Website auf Ihren Rechner schiebt.
Vergrößern Die Browser-Erweiterung Ghostery für Chrome und Firefox zeigt Ihnen an, welche Cookies die aktuelle Website auf Ihren Rechner schiebt.

Werbenetzwerke und Marktforschungsnetze platzieren über Ihren Browser ein sogenanntes Tracking-Cookie, eine kleine Textdatei, auf Ihrem PC und machen ihn so beim Surfen wiedererkennbar. Diese Cookies dürfen von vielen verschiedenen Websites ausgelesen werden. So gelingt es Tracking-Betreibern, ein erstaunlich genaues Surfprofil von Ihnen anzulegen. Sie können sich ein Bild von der Masse der eingesetzten Tracking-Cookies machen, wenn Sie die Browser-Erweiterung Ghostery installieren. Sie listet alle Cookies auf, die eine Website auf den PC schiebt.

Privacy Badger: Cookies sind aber auch nützlich. Webseiten erkennen Sie anhand eines Cookies wieder, weshalb Sie sich nicht erneut anmelden müssen. Idealerweise behalten Sie also die erwünschten Cookies und lassen die anderen löschen. Bei diesem Cookie-Management unterstützt Sie die Erweiterung Privacy Badger sehr gut. Sie stammt übrigens von der amerikanischen Datenschutzorganisation EFF .

Siehe auch: Antivirus-Software für Windows 10 im Test

WOT: Schutz vor gefährlichen und unseriösen Sites

Die Browser-Erweiterung WOT blendet in der Symbolleiste ein neues Icon ein. Wenn Sie eine Webseite besuchen und auf dieses Icon klicken, erhalten Sie eine Übersicht, wie vertrauenswürdig die Webseite von anderen Surfern eingeschätzt wird. Das System hilft dabei, einen Bogen um gefährliche Webseiten zu machen. Bei Suchabfragen über Google blendet WOT neben jedem Suchergebnis ein Icon ein. Ist dieses „grün“, dann gilt die betreffende Seite als sicher. Bei „gelb“ sollte man eher vorsichtig sein, und bei „rot“ sollte der Besuch der Webseite vermieden werden. Differenziert wird zwischen den vier Kategorien: „Vertrauenswürdigkeit“, „Händlerzuverlässigkeit“, „Datenschutz“ und „Jugendschutz“.

Auch auf der aktuell besuchten Website können Sie sich die Bewertung anzeigen lassen. Dazu klicken Sie auf das WOT-Symbol neben der Adresszeile.

Avast Online Security: Gefährliche Webseiten blockieren

Der Antivirenspezialist Avast bietet für Google Chrome einen Webseitenfilter an, der vor gefährlichen Websites warnen soll. Gegenüber der Erweiterung WOT (siehe oben), die überwiegend durch Anwender gepflegt wird, kann die Erweiterung Avast Online Security auf die Antiviren-Datenbanken seines Herstellers zurückgreifen. Der Schutz vor virenverseuchten Websites sollte entsprechend gut sein.

Unerwünschte Browser-Erweiterungen finden: Hijackthis

Das Tool Hijackthis ist zwar etwas in die Jahre gekommen, doch kann immer noch gut unerwünschten Code aufspüren.
Vergrößern Das Tool Hijackthis ist zwar etwas in die Jahre gekommen, doch kann immer noch gut unerwünschten Code aufspüren.

Ein Klassiker unter den Schutztools für Browser ist Hijackthis . Es wurde in erste Linie für den Internet Explorer entwickelt. Allerdings ist das Tool etwas in die Jahre gekommen. Der letzte Besitzer von Hijackthis war Trendmicro . 2012 wurde Hijackthis der Open-Source-Gemeinde vermacht, wo sich allerdings auf Dauer kein Entwickler für das Tool gefunden hat. Dennoch leistet Hijackthis auch heute noch gute Dienste beim Aufspüren von unerwünschtem Code. Diesen findet er nicht nur im IE, sondern auch an anderen Stellen im System.

So funktioniert der Schutz: Hijackthis untersucht alle relevanten Systembereiche und listet das Ergebnis anschließend auf oder speichert es auf Wunsch in eine Logdatei. Allerdings lassen sich die Ergebnisse meist nur von Profis interpretieren. Darum gibt es die Seite www.hijackthis.de . Dort können Sie das Protokoll von Hijackthis in eine Textbox kopieren und erhalten dann eine übersichtliche Auswertung. So sehen Sie, welche Einträge in Ordnung sind und welche Sie besser löschen.

Vtzilla: Downloads auf Viren prüfen

Die Erweiterung Vtzilla übergibt Ihre Downloads, bevor sie die Festplatte erreichen, an den webbasierten Virenscanner www.virustotal.com . Er verwendet für seine Untersuchungen über 50 Scan-Engines. Außerdem können Sie über die Kombination aus VTzilla und Virustotal.com verdächtige Websites scannen.

Video: So deaktivieren Sie Flash in Ihrem Browser
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