Ratgeber Notebook

Mehr Akku-Power fürs Notebook

Montag den 17.12.2012 um 09:33 Uhr

von David Wolski

Notebooks sind in den wenigsten Fällen nur ein Ersatz für den Desktop-Rechner, sondern sollen auch möglichst lange ohne Steckdose auskommen. Je länger, desto besser.

Damit dem Notebook unterwegs nicht nach kurzer Zeit oder in wichtigen Situationen der Saft ausgeht, lohnt es sich vorzusorgen. Dazu gehört nicht nur die richtige Einschätzung der realen Akkuleistung, sondern bei längeren Trips ohne Steckdose auch die richtige Ausrüstung.

Berechenbar: Die Akkulaufzeit ermitteln

Für den Einsatz des Notebooks fern vom Stromnetz ist es wichtig, die reale Laufzeit des Akkus herauszufinden, um die Arbeit unterwegs richtig planen zu können. Zwar zeigt jede Windows-Version im Akkubetrieb die verbleibende Laufzeit über das Batteriesymbol im Infobereich der Taskleiste an. Diese Werte sind aber nicht immer verlässlich, sondern eine Hochrechnung. Bessere, da praxisorientierte Ergebnisse liefert jedoch ein unabhängiges Protokoll der tatsächlichen Laufzeit während der typischen Nutzung des Notebooks im Akkubetrieb.

Das AL Batterie Tool zeichnet die Betriebszeit des
Notebooks im Akkubetrieb auf und ist präziser als die Einschätzung
der Windows-Energieverwaltung.
Vergrößern Das AL Batterie Tool zeichnet die Betriebszeit des Notebooks im Akkubetrieb auf und ist präziser als die Einschätzung der Windows-Energieverwaltung.

Eine geeignete Lösung dafür bietet das Notebook-Akku-Tool . Diese deutschsprachige Freeware läuft unter Windows XP, Vista, 7 und 8, wobei das .NET Framework 3.5 benötigt wird. Das Programm läuft ohne Installation und zeigt nach dem Start im Infobereich ein Symbol an, über das sich das Programmfenster aufrufen lässt. Unter „Batterie-Info“ finden Sie alle wichtigen Infos zum Akku des Notebooks. Die Funktionen zur Aufzeichnung der Akkulaufzeit sind im Menü „Historie“ untergebracht. Außerdem zeigt „Batterie Recording“ eine Entladekurve des Akkus auf. Zur Aufzeichnung muss das Tool während der Arbeitszeit allerdings permanent laufen. Da es sich aber im Infobereich versteckt, stört dies nicht weiter.


Alterserscheinungen: Akkuleistung einschätzen
Von allen Komponenten eines Notebooks altert der Akku am schnellsten. Nicht umsonst gilt die vollständige Herstellergarantie bei Notebooks nicht für das mitgelieferte Akku-Pack, sondern ist eingeschränkt. Wie es um den Akku bestellt ist, zeigen Windows 7 und 8 allein mit Bordmitteln an. Bei Windows 7 öffnen Sie dazu das Startmenü und tippen im Start-Eingabefeld „cmd.exe“ ein. Klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf den gefundenen Eintrag und wählen Sie im Kontextmenü „Als Administrator ausführen“ aus. In Windows 8 ist ein Umweg über den Startbildschirm erforderlich, wo Sie die Eingabeaufforderung über „Alle Apps“, „Windows-System“ finden. In der Kommandozeile geben Sie den Befehl powercfg -energy ein. Das Programm sammelt eine Minute lang Leistungsdaten des PCs und speichert die ermittelten Ergebnisse in der HTML-Datei „energy-report.html“, die im Unterverzeichnis „System32“ des Windows-Ordners abgelegt wird. Dieser Bericht lässt sich mit jedem Browser öffnen. Gegen Ende der Datei befindet sich der Abschnitt „Akku: Akkuinformationen“. Die vom Hersteller angegebene, ursprüngliche Akkukapazität steht hier unter „Vorgesehene Akkukapazität“, während die tatsächliche Kapazität nach einer vollen Aufladung unter „Letzte vollständige Aufladung“ angegeben ist. Dabei lässt eine große Diskrepanz auf einen altersbedingt schwachen Akku schließen, der schon viele Lade- und Entladezyklen durchlaufen hat.


Montag den 17.12.2012 um 09:33 Uhr

von David Wolski

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