Mehr Speed am PC

Windows 7: 10 geniale Turbo-Tipps für Profis

Samstag, 18.05.2013 | 08:45 von Friederike Jubel
Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit DE OEM
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Microsoft liefert mit Windows 7 ein leistungsstarkes Betriebssystem aus. Mit ein paar Tricks können Sie es, angepasst auf Ihr System, noch etwas beschleunigen.
Vergrößern Microsoft liefert mit Windows 7 ein leistungsstarkes Betriebssystem aus. Mit ein paar Tricks können Sie es, angepasst auf Ihr System, noch etwas beschleunigen.
© istockphoto.com/pictafolio
Windows 7 hat bereits einiges an Beschleunigungen integriert. Was jedoch auf einem neuen PC gut läuft, kann auf einem Netbook fatale Folgen für die Geschwindigkeit haben. Wir haben ein paar Tricks zusammengestellt, mit denen Sie Windows 7 beschleunigen können.

Booten mit mehreren Kernen

Zuallererst wollen wir mit einem Mythos aufräumen: In diversen Foren kursiert das Gerücht, Windows 7 würde beim Starten nur einen Kern beziehungsweise nicht alle Kerne nutzen. Dem ist nicht so. Windows 7 untersucht beim Starten, wie viele Kerne vorhanden sind und verwendet dann auch alle. In der Systemkonfiguration (Ausführen -> Systemkonfiguration -> Als Administrator ausführen) unter "Start" -> "Erweiterte Optionen" können Sie allerdings einstellen, wie viele Kerne Windows nutzen soll. Das kann dann interessant sein, wenn Sie den Verdacht haben, dass die CPU einen Schaden abbekommen hat und Sie testweise mit weniger Kernen booten wollen. Ansonsten ist diese Option nur für Entwickler interessant, die für neue Anwendungen langsamere Systeme simulieren wollen.

Es ist nur ein Mythos, dass Windows 7 nicht mit allen
Kernen starten würde. Lassen Sie die Einstellung im Normalfall
ausgeschaltet. Lediglich, wenn Sie einen Schaden an einem der
Prozessorkerne vermuten, können Sie aus der Aktivierung der Option
Nutzen ziehen.
Vergrößern Es ist nur ein Mythos, dass Windows 7 nicht mit allen Kernen starten würde. Lassen Sie die Einstellung im Normalfall ausgeschaltet. Lediglich, wenn Sie einen Schaden an einem der Prozessorkerne vermuten, können Sie aus der Aktivierung der Option Nutzen ziehen.

Timeout beim Starten reduzieren

Ebenfalls in der Systemkonfiguration finden Sie den Timeoutwert für das Bootmenü bei Multi-Boot-Systemen. Standardmäßig ist er auf 30 Sekunden eingestellt. Den Wert können Sie getrost ihrer Reaktionsgeschwindigkeit anpassen. In den meisten Fällen sollten 5 bis 10 Sekunden reichen, da der Timeout mit dem ersten Tastendruck ohnehin unterbrochen wird. Haben Sie gar nur eine Installation auf Ihrem Rechner können Sie den Wert sogar auf 0 setzen.

Menüverzögerung abschalten

Im Startmenü wartet Windows 7 immer einen Moment, bis ein Menü ausgeklappt wird. Diese Verzögerung wird in der Registry festgelegt. Unter Ausführen -> regedit suchen Sie den Schlüssel

HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Desktop\MenuShowDelay

Der dort angegebene Wert gibt die Verzögerung in Millisekunden an. Setzen Sie diesen Wert auf 0 und schon ist diese Bremse beseitigt.

Standardmäßig wartet Windows 7 kurz bevor im Startmenü die
weiteren Menüs ausgeklappt werden. In der Registry können Sie diese
Verzögerung abschalten.
Vergrößern Standardmäßig wartet Windows 7 kurz bevor im Startmenü die weiteren Menüs ausgeklappt werden. In der Registry können Sie diese Verzögerung abschalten.

Weg mit überflüssigen Effekten

Windows 7 kommt mit einer Vielzahl von hübschen Effekten, die zwar nett anzusehen sind, aber gleichzeitig kräftig auf die Performance des Systems gehen. Unter Systemsteuerung -> Leistungsinformationen und –tools -> Visuelle Effekte anpassen haben Sie drei Grundeinstellungen: "Optimale Einstellungen automatisch auswählen", "Für optimale Darstellung anpassen" und "Für optimale Leistung anpassen". Außerdem können Sie noch jede Option einzeln ein- oder ausschalten. Auf langsamen Systemen wie Netbooks oder alten Notebooks oder PCs sollten Sie mit den Einstellungen für optimale Leistung anfangen. Einzelne Optionen können Sie dann immer noch von Hand wieder einschalten und ausprobieren, wie sie sich auf die Systemgeschwindigkeit auswirken.

Auf leistungsfähigen Systemen können Sie sich den
Bildschirm mit visuellen Effekten aufhübschen. Diese Effekte gehen
aber auch massiv auf die Systemgeschwindigkeit. Also lieber weniger
als mehr.
Vergrößern Auf leistungsfähigen Systemen können Sie sich den Bildschirm mit visuellen Effekten aufhübschen. Diese Effekte gehen aber auch massiv auf die Systemgeschwindigkeit. Also lieber weniger als mehr.

Aero abschalten

Unter Systemsteuerung -> Darstellung und Anpassung -> Anpassen können Sie ein Design für Ihren Bildschirm auswählen. Vermeiden Sie besonders auf langsamen Systemen die Aero-Designs.

Die Aero-Designs bremsen vor allem auf langsamen Systemen
deutlich. Schalten Sie lieber um auf ein klassisches
Design.
Vergrößern Die Aero-Designs bremsen vor allem auf langsamen Systemen deutlich. Schalten Sie lieber um auf ein klassisches Design.

Auslagerungsdatei optimieren

Zur Auslagerungsdatei gibt es gleich zwei Tipps:

1. Legen Sie unter Systemsteuerung -> Leistungsinformationen und –tools -> Erweitert -> Virtueller Arbeitsspeicher eine feste Größe für die Auslagerungsdatei fest. Standardmäßig startet Windows mit einer kleinen Auslagerungsdatei und passt die Größe bei Bedarf dynamisch an. Die Folge davon ist eine starke Fragmentierung der Festplatte, die auf Dauer wie eine angezogene Handbremse wirkt. Bei der Größe können Sie sich an den Empfehlungen von Windows orientieren.

2. Wenn Sie mehrere physikalische Festplatten im System haben, legen Sie die Auslagerungsdatei auf eine Festplatte, auf der nicht gleichzeitig das Betriebssystem werkelt. Anderenfalls müssen sich die Schreib-/Leseköpfe der Platte permanent mit beiden Aufgaben beschäftigen.

Die Auslagerungsdatei, auch virtueller Arbeitsspeicher
genannt, sollte eine feste Größe haben und möglichst auf einer
anderen physikalischen Festplatte liegen als das
Betriebssystem.
Vergrößern Die Auslagerungsdatei, auch virtueller Arbeitsspeicher genannt, sollte eine feste Größe haben und möglichst auf einer anderen physikalischen Festplatte liegen als das Betriebssystem.

Ruhezustand abschalten

Wenn wir schon bei den Festplattenbremsen sind: Der Ruhezustand ist gerade für mobile Systeme wie Netbooks sehr beliebt. Man spart sich das lästige Herunterfahren und kann jederzeit binnen Sekunden dort weitermachen, wo man zuvor aufgehört hat. In der Praxis sieht das so aus, dass das laufende System in eine Datei auf der Festplatte geschrieben wird und beim Starten aus dieser Datei wieder in den Arbeitsspeicher geholt. Gerade bei den vergleichsweise kleinen Festplatten von Netbooks kann es deutlich schneller sein, wenn Sie der Festplatte etwas Luft verschaffen und den Ruhezustand abschalten. Unter Windows 7 geht das mit einer kurzen Befehlseingabe in der Eingabeaufforderung. Sie müssen sie dazu aber als Administrator ausführen. Diese rufen Sie auf, indem Sie die Windows-Taste und R drücken und anschließend cmd eingeben. Der Befehl powercfg ‑H Off schaltet den Ruhezustand ab. Nach einem Neustart gibt Windows den dafür belegten Speicher frei.

Windows Search deaktivieren

Der Indexierungsdienst sorgt für schnelle Suchergebnisse,
ist aber gleichzeitig auch eine massive Systembremse, da er
permanent im Hintergrund arbeitet.
Vergrößern Der Indexierungsdienst sorgt für schnelle Suchergebnisse, ist aber gleichzeitig auch eine massive Systembremse, da er permanent im Hintergrund arbeitet.

Der Indexierungsdienst von Windows 7 ist ein praktisches Tool, das den Inhalt der Festplatte für schnelle Suchzugriffe indexiert und optimiert. Der Dienst ist dafür zuständig, dass Sie bei Eingabe eines Suchbegriffs im Feld "Ausführen" schnell eine umfassende Übersicht über die Treffer innerhalb des Systems erhalten. Er läuft dauernd als Hintergrunddienst und nutzt Ruhezeiten zur intensiven Inspektion des Systems. Unter Systemsteuerung -> Verwaltung -> Dienste können Sie diesen Dienst deaktivieren. Sie müssen sich dann aber mit langsameren Suchen anfreunden.

Widgets abschalten

Windows 7 kommt, wie schon Vista, mit einer Vielzahl an kleinen, nützlichen Widgets für den Desktop wie die Wettervorschau, Börsenticker und ähnliches. All diese Widgets belasten den Rechner zum einen dadurch, dass sie regelmäßig die Internet-Verbindung nutzen, und zum anderen dass sie selbst eine deutliche Systemlast produzieren. Ist Ihr Rechner sehr langsam, sollten Sie die Widgets daher lieber abschalten oder auf ein Minimum reduzieren.

Samstag, 18.05.2013 | 08:45 von Friederike Jubel
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (17)
  • kingjon 16:17 | 07.06.2013

    @ LeckerRK In diesem Thread wurde nichts gelöscht! Vielleicht meinst du einen anderen Beitrag von dir in einem ähnlichen Artikel, aber der wurde auch nicht gelöscht... Schaue in deine abonnierten Themen, vielleicht findest du dann deine eigenen Beiträge wieder? Gruß kingjon

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  • LeckerRK 15:14 | 07.06.2013

    Danke an die "PROFIS" das Ihr meine Tatsachen und Realität löscht und mit Unmengen an Blödsinn überschreibt. Wahrheit ist gefährlich. "Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." ( George Orwell )

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  • mike_kilo 09:58 | 19.05.2013

    Zitat: nackteTomate
    (...) Jeder 2. Satz ist hier GENIAL.
    wie Recht du doch hast; zum Frühstück gibts wieder was geniales serviert >
    Sonntag, 19. Mai 2013 Perfekte Fotos: [COLOR="#FF0000"]Geniale [/COLOR]Knips-Tipps und Kamera-Kniffe
    btw:
    geniale Turbo-Tipps für Profis
    Profis brauchen doch keine genialen Tipps. Das lockt denen bloß ein müdes Lächeln hervor. Die Headline müsste heißen: "Geniale Tipps für Einsteiger" oder "So werden werden Sie zum Profi!" Das ist übrigens kein genialer Tipp von mir oder doch?

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  • deoroller 15:03 | 18.05.2013

    Das ist ein Artikel, der bis 2020 wiederholt werden kann. :huh:

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  • nackteTomate 13:22 | 18.05.2013

    Nicht nur "Profi" sondern GENIAL, GENIAL das ist es ! Jeder 2. Satz ist hier GENIAL.

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