Aber auch trotz der verbleibenden Restunsicherheiten spricht ein Argument ganz klar für die Auslagerung der Unternehmens-IT – und das sind die noch viel größeren Sicherheitsbedenken hinsichtlich der firmeneigenen IT. Hinzu kommt, dass regelmäßige Backups, redundante Festplattenspiegelungen sowie das Einspielen von Patches und Security-Audits kostenaufwändig sind und oftmals die verfügbaren Kapazitäten überfordern.
„Cloud-Sourcing“-Anbieter hingegen sind spezialisiert auf diese Aufgaben und wickeln sie routinierter und vor allem professioneller ab, als dies dem Kunden selbst möglich ist. Und schließlich stehen sie auch mit ihrem guten Namen dafür ein, dass kein Kunde jemals einen Super-GAU erlebt.
Ein weiteres Problem für viele der in der IDC-Studie Befragten waren zudem die mit dem Outsourcing verbundenen „Lock-In“-Effekte: Wenn ein Unternehmen die eigene IT reduziert und zu einem Anbieter wechselt, der eigene Standards verwendet, dann könne es sich in der Situation wiederfinden, dass ein späterer Wechsel zu einem anderen Anbieter schwierig und teuer wird.
Aus diesem Grunde ist es für die betroffenen Unternehmen wichtig, Lösungen einzukaufen, die viele offene Standards implementieren.
Nur in diesem Fall ist es beispielsweise im Hinblick auf Unternehmens-E-Mails möglich, sämtliche E-Mails, alle Kontakte und die Kalender problemlos migrieren zu können. Die Standards und Protokolle sind verfügbar, die Frage ist nur, ob sie auch angeboten werden.
Abschließend stellt sich die Frage, ob sich ein Unternehmen für einen großen Anbieter wie Google oder Microsoft entscheiden sollte oder ob stattdessen ein kleinerer Anbieter in der Nähe die bessere Wahl ist.
Auch dies ist letztlich eine Frage des Einzelfalls. Große Anbieter haben sicherlich mehr Ressourcen zur Verfügung und können auch sehr große Deployments problemlos und in kurzer Zeit umsetzen, wohingegen sich kleinere Anbieter in der Regel durch einen besseren und nicht selten persönlicheren Support auszeichnen, weil über einen längeren Zeitraum dieselben Ansprechpartner zur Verfügung stehen, so dass sich eine Vertrauensbasis bilden kann.
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