29.06.2012, 12:55

Michael Rupp

Android voll ausreizen

Power-Tipps für Android - Teil 3

17. Apps auf Speicherkarte schieben

Android legt neue Apps stets im internen Smartphone-Speicher ab. Und der ist vor allem bei günstigen Geräten knapp bemessen. Die Folge: Die Installation größerer Apps schlägt fehl, weil sie nicht mehr in den Speicher passen. Um internen Speicher freizugeben, lassen sich installierte Apps auf die SD-Speicherkarte verschieben. Dazu gehen Sie unter „Einstellungen ➞ Anwendungen“ auf „Ausgeführte Dienste“. Tippen Sie oben auf „Heruntergeladen“, dann auf den Namen der App und schließlich auf „Auf SD-Karte verschieben“. Unterstützt die App das Verschieben auf die Speicherkarte nicht, ist die „Verschieben“-Schaltfläche nicht wählbar. Praktisch: Die Gratis-App App2SD aus dem Android Market erkennt beim Installieren automatisch, welche Anwendungen sich für die Nutzung auf der SD-Karte eignen.

18. Bildschirm sperren

Mit der automatischen Bildschirmsperre in Android verhindern Sie, dass Neugierige auf Ihrem Smartphone herumschnüffeln. Setzen Sie zum Entsperren eine individuelle PIN oder ein persönliches Fingermuster ein. Die Option finden Sie in den Android-Einstellungen unter „Sicherheit ➞ Displaysperre einrichten“ oder „Displaysperre ändern“.

19. App-Quellen erweitern

Mit dem Häkchen unter „Einstellungen ➞ Anwendungen ➞ Unbekannte Quellen“ erlauben Sie die Installation von Apps, die nicht aus dem Android Market kommen. Dadurch können Sie etwa Programme von den Webseiten ihrer Entwickler installieren, die noch nicht offiziell im Google-Market zu haben sind. Aber Vorsicht: Das Häkchen stellt auch ein Sicherheitsrisiko dar, denn diese Software wurde nicht von Google überprüft und kann möglicherweise Viren enthalten. Aus diesem Grund sollte das Häkchen standardmäßig deaktiviert sein.

20. Defekte Apps zurücksetzen

Reagiert eine App auch nach einem Neustart nicht mehr wie gewohnt, müssen Sie die Einstellungen der Software zurücksetzen. Gehen Sie dazu in den Android-Einstellungen zu „Anwendungen ➞ Anwendungen verwalten“. Tippen Sie erst auf die defekte App und dann auf „Daten löschen“. Funktioniert die App weiterhin fehlerhaft, müssen Sie das Programm deinstallieren und dann wieder neu über den Android Market einrichten.

21. IMEI-Nummern auslesen

Bei der IMEI handelt es sich um eine Seriennummer, über die sich Mobilfunkgeräte identifizieren lassen. Darüber kann das Smartphone gesperrt werden, und zwar auch dann, wenn eine andere SIM-Karte eingelegt wurde. Bei Diebstahl oder einem anderen Verlust müssen Sie dem Provider Ihre IMEI-Nummer mitteilen. Sie lässt sich einfach mit der Telefonkurzwahl „*#06#“ abfragen.

22. Akkuverbrauch analysieren

Unter „Einstellungen ➞ Telefoninfo ➞ Akku ➞ Akkuverbrauch“ erfahren Sie, welche Gerätefunktion, App oder welches Widget besonders viel Strom frisst. Apps ohne nennenswerten Energiehunger werden in der Über  sicht nicht extra aufgeführt. Die Gratis-App „Wheres My Droid Power“ aus dem Android Market zeigt dagegen den Stromverbrauch aller laufenden Anwendungen an.

23. G-Sensor zurücksetzen

Der Beschleunigungssensor (G-Sensor) im Smartphone erfasst und misst die Bewegungen des Handys. Android sowie eine Reihe von Anwendungen und Spielen nutzen die Daten des G-Sensors, um auf Bewegungen reagieren zu können. Vom Beschleunigungssensor erfährt Android beispielsweise, wenn das Gerät vom Hochkant- ins Querformat gedreht wurde, und verändert automatisch den Inhalt des Displays. Arbeitet die Bewegungserkennung fehlerhaft, muss der Bewegungssensor über „Einstellungen ➞ Anzeige ➞ G-Sensor kalibrieren“ neu eingestellt werden. Laut Bildschirmanweisung soll man das Telefon dazu ohne Schutzhülle auf eine ebene Fläche legen und auf „Kalibrieren“ tippen. Das Problem: Bei den meisten Smartphones ist die Rückseite des Gehäuses nicht plan, weil die Kamera ein Stück weit herausragt. Dadurch liegt das Gerät nicht eben auf, und der Sensor wird fehlerhaft kalibriert, sodass Android falsche Ergebnisse liefert. Einfache Lösung: Legen Sie das Smartphone mit dem Display nach unten auf eine ebene Fläche, etwa auf einen Tisch. Dann schieben Sie das Gehäuse ein Stück weit auf dem Tisch nach hinten, bis Sie den „Kalibrieren“-Button erreichen. Auf diese Weise wird das Messergebnis nicht verfälscht.
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