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Mega-Datenklau: So können Sie sich schützen

Über 1,2 Milliarden Nutzerdaten wurden gestohlen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich wirksam schützen können. Plus: Acht goldene Regeln für sichere Passwörter!

Russische Hacker haben über 1,2 Milliarden Nutzerdaten entwendet. Noch wird der Fall untersucht, sollten sich die Zahlen aber bewahrheiten, dann wäre es der größte Identitätsdiebstahl aller Zeiten. Immerhin wurden die Daten bei rund 420.000 Webseiten und Servern entwendet. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat sich eingeschaltet und will feststellen, wie viele deutsche Nutzer betroffen sind.

Anwender können sich vor solchen und ähnlichen Attacken nur schlecht schützen, wenn die Angriffe direkt auf fremden Websites erfolgen. Dennoch können Sie auch zum Schutz beitragen, in dem Sie sichere Passwörter für alle genutzten Dienste verwenden. Ein Passwort sollte dabei nicht mehrfach genutzt werden.

Zwei-Faktor-Authentifizierung sorgt für Schutz

Im folgenden Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie ein möglichst sicheres Passwort erstellen. Ungeachtet dessen empfehlen wir Ihnen dringend auch die Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung, die mittlerweile alle wichtigen Internet-Dienste anbieten. Mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung können Sie Hacker aussperren, selbst dann, wenn diese an ihre Passwörter gelangt sein sollten. Wie genau Zwei-Faktor-Authentifizierung funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Eigenen PC und Browser absichern

Auf Ihrem Rechner sollten Sie immer einen aktuellen Virenscanner einsetzen. Gute Antivirenprogramme sind auch gratis erhältlich. Wie etwa AVG Free Antivirus oder Avast Free Antivirus. Meldet Ihr installiertes Antiviren-Programme einen Schädling oder kommt Ihnen eine Datei aus anderen Gründen verdächtig vor, können Sie die Datei auf der Seite www.virustotal.com von über 40 Virenscannern prüfen lassen.

Wir empfehlen Ihnen auch, Ihren Rechner mit dem PC-WELT-Browser-Check zu überprüfen. Der schnelle Online-Test findet unter anderem offene Ports auf Ihrem Rechner. Außerdem bietet Ihnen der PC-WELT-Browser-Check hier die Möglichkeit die Qualität Ihrer neuen Passwörter zu überprüfen. Und Sie können mit PC-WELT-Browser-Check hier sogar ein sicheres neues Passwort erstellen lassen.

Passwort-Sicherheit: Das gilt es zu beachten

Ein Login für den Heim-PC, eines für den Rechner im Büro, das Passwort für den Mail-Client, für den Facebook-Account oder für das Ebay-Konto, die Pin für das Online-Banking und der Zugang zu Skype: Nach Schätzungen des Branchenverbandes Bitkom müssen sich Computer- und Internetnutzer im Schnitt 15 bis 20 Passwörter merken. Und als wäre das nicht schon mühsam genug, sollten die Kennwörter auch noch so lang, kompliziert und schwer nachvollziehbar sein, dass Hacker ihnen nur schwer auf die Schliche kommen können. Gerade im stressigen Büro-Alltag wird aber die Passwortsicherheit oft vernachlässigt - mit fatalen Folgen!

No-gos wie „passwort“ sind beliebt

Fakt ist, dass User immer nachlässiger bei der Wahl der Passwörter werden, je mehr Logins sie sich merken müssen. So verwenden viele Nutzer das immer gleiche Passwort für verschiedene Accounts, etwa für den Online-Shop, in dem sie ihre Kreditkartennummer hinterlassen oder für den Webdienst, auf dem sie persönliche Fotos speichern. Oder sie vertrauen gar auf einfache Zahlenreihen wie „123456“ oder auf No-gos wie „passwort“.

Mit Lastpass nie wieder Passwörter vergessen

Zudem greifen viele Nutzer zu riskanten Methoden, um sich Passwörter zu merken: Excel-Listen haben zwar den Vorteil, dass sich Passwörter leicht einsehen lassen, Post-Its und andere Notizzettel sind schnell erstellt. Doch beide Methoden verstoßen gegen die wichtigste Sicherheitsregel: Passwörter niemals aufschreiben ! Wie aber wird das scheinbar Unmögliche möglich? Wie merkt man sich kryptische Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben und das gleich im Dutzend?

Passwort-Manager: Einer für alle

Abhilfe verschaffen so genannte Passwort-Manager. Mit diesen Programmen lassen sich Passwörter und Anmeldeinformationen verwalten; die Tools erzeugen automatisch starke Passwörter oder organisieren die selbst erstellten. Merken muss sich der Anwender nur noch ein einziges Master-Passwort, um Zugang zu seinem Passwort-Manager zu erhalten.

Vorteil: Das Master-Passwort wird online nie sichtbar und kann nicht abgefangen werden. Per Bluetooth-Handy oder USB-Gerät geht die Autorisierung sogar ganz ohne Passwort. Mit der Software stehen dem Anwender sämtliche Passwörter und Online-Zugangsdaten zur Verfügung, was die Registrierung auf Webseiten sehr erleichtert.

Die besten Passwort-Addons für Firefox

Einige Passwort-Manager gibt es auch als portable Varianten, so dass Nutzer immer sämtliche Log-in-Daten mitnehmen und auf beliebigen Computern einsetzen können. Zudem schützen gute Passwort-Manager vor Hacker-Angriffen durch Anti-Phishing und Anti-Key Logger-Funktionen. Sprich: Wer einen Passwort-Manager nutzt, muss sich höchstens ein einziges Master-Passwort merken und weiß doch sämtliche Log-Ins und persönliche Daten in Sicherheit – ganz im Gegensatz zum gleichen Passwort für verschiedene Logins.

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