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Media-Markt-Top-Eröffnungs-Knaller im Preis-Check

04.10.2013 | 12:05 Uhr |

Media Markt rührt die Werbetrommel für seinen Online-Shop und lockt zur "Grössten Eröffnung des Jahres" mit teils drastisch reduzierten Preisen. Wir haben uns die Hardware-Angebote ganz genau angesehen und verraten Ihnen, ob die angepriesenen Produkte tatsächlich Schnäppchenpotential haben.

Smartphones, TV-Geräte, Kameras, Tablets und Speichermedien - alles muss raus. Sagt der Media Markt und will Schnäppchenjäger mit vermeindlich knallhart gekürzten Preisen in seinen Online-Shop locken. Wir werfen einen kritischen Blick auf die Hardware-Angebote der " Grössten Eröffnung des Jahres " und stehen Ihnen bei der Kaufentscheidung beratend zur Seite.

TABLETS

Trekstor Surftab Ventor 7.0 HD 8GB für 99 Euro: Ungewöhnlich für ein Tablet in dieser Preisklasse ist die hohe Auflösung des 7-Zoll-Androiden. Das Display zeigt 1280 x 800 Pixel, Schrift und Symbole wirken dadurch schon angenehm scharf und sind angenehm lesbar. Der interne Speicher ist mit 8 GB etwas eng bemessen – hier bekommen Sie beispielsweise beim kaum teureren Acer Iconia B1 schon 16 GB . Allerdings hat das Trekstor-Tablet einen Micro-SD-Karteneinschub, um den Speicher zu erweitern. Die Dual-Core-CPU mit 1,05 GHz ist für effektreiche Spiele zu knapp bemessen und auch die Bedienung dürfte bei komplexen Webseiten nicht besonders flüssig ausfallen. Als Zweit- oder Dritt-Tablet ist bei diesem Preis nichts gegen das Surftab einzuwenden. Mehr bekommen Sie aber beispielsweise beim Asus Memopad HD 7 für rund 150 Euro. Das beste Mini-Tablet ist das neue Google Nexus 7 , das allerdings mit rund 230 Euro mehr als doppelt so teuer ist.

99-Euro-Tablet Trekstor Surftab Ventor 7.0 HD
Vergrößern 99-Euro-Tablet Trekstor Surftab Ventor 7.0 HD

Apple iPad Mini 32 GB  WLAN für 359 Euro: Das Nexus 7 ist auch ein bessere Mini-Tablet als das iPad Mini. Der Preis von Media-Markt für den Apple-Zwerg ist aber ein gutes Angebot: Sonst zahlen Sie im Internet mindestens rund 380 Euro. Durch sein 4:3-Format ist er besser zum Anschauen von Webseiten und Digital-Zeitschriften geeignet als die meisten Mini-Tablets im 16:10-Format. Ansonsten erreicht er das Nexus 7 nicht – außer bei der Verarbeitung, wo das iPad Mini mit seinem schicken und stabilen Metallgehäuse überzeugt. Eine hohe Auflösung bietet das Mini nicht: Wer wie beim Retina-iPad knackscharfe Schrift wünscht, muss etwas warten. Gerüchteweise könnte noch im Oktober ein Mini mit Retina-Auflösung erscheinen – aber vielleicht dauert es wegen Lieferschwierigkeiten beim Display auch noch bis nächstes Jahr.

Ausführlicher Test des Apple iPad Mini

NOTEBOOKS

Toshiba Satellite C870D-11T für 399 Euro: Ein Preiskracher ist das Toshiba-Notebook – allerdings nur, wenn Sie als Office- und Surfmaschine einen Schreibtisch-Laptop mit einem großen Bildschirm brauchen. Für aufwändigere Aufgaben und Spiele sind der AMD-Prozessor und seine interne Radeon-Grafikkarte zu schwach. Moderne Schnittstellen wie Gigabit-LAN oder USB 3.0 gibt es auch nicht. Dafür ist die Festplatte mit 640 GB ordentlich groß – und für ein deutlich schnelleres Core-i3-Notebook mit ähnlicher Ausstattung zahlen Sie rund 100 Euro mehr. Der Kauf des günstigen Toshiba-Notebooks lohnt sich daher, wenn Sie einen älteren PC mit einem Notebook ersetzen – dann haben Sie noch Geld für einen leistungsstärkeren und mobilen Arbeits-Laptop übrig.

Apple Macbook Pro 13 für 949 Euro: Zum Beispiel für das Macbook Pro 13, das Media Markt rund 70 Euro günstiger als andere Online-Shops anbietet. Es besitzt einen Core i5 aus der Ivy-Bridge-Familie. Ultrabooks und auch das Macbook Air 13 sind aber schneller, weil sie statt der Magnet-Festplatte (500 GB im Macbook Pro) eine SSD einsetzen – die wiederum weniger Speicherplatz bietet. Ein echtes Leichtgewicht ist das Macbook Pro mit knapp über 2 Kilogramm ebenfalls nicht: Dafür hat es aber ein optisches Laufwerk eingebaut, was die ultramobilen Laptops nicht bieten.

SMARTPHONES

Sony Xperia M für 189 Euro: Das 4 Zoll große Smartphone von Sony richtet sich an Käufer, die ein handliches und günstiges Smartphone suchen. Die Displayauflösung ist mit 480 x 854 Pixel im Hinblick auf die Diagonale recht scharf. Im Inneren werkelt ein Dual-Core-Prozessor von Qualcomm, der mit einem Gigahertz taktet. Ihm zur Seite steht ein 1 GB großer Arbeitsspeicher. Beim Betriebssystem kommt Android 4.1.2 zum Einsatz, Sony hat darüber seine eigene Nutzeroberfläche gelegt. Die Kamera knipst Fotos mit 5 Megapixel, dürfte aber nicht an die Qualität der aktuellen Smartphone-Flaggschiffe herankommen. Zur weiteren Ausstattung zählen NFC, Bluetooth 4.0 und die Unterstützung des HSPA+-Funkbands. Der mickrige interne Speicher von 4 GB lässt sich mit einer Micro-SD-Karte problemlos erweitern, der Akku ist sogar wechselbar. Der Preis geht absolut in Ordnung, denn in dieser Preisklasse gibt es nur wenig vergleichbare Modelle. Allerdings gibt es das Xperia M auch bei anderen Online-Händlern zum gleichen Preis .
 
Nokia Lumia 510 für 99 Euro: Das Lumia 510 von Nokia ist ein waschechtes Budget-Smartphone, das ebenfalls mit einem handlichen 4-Zoll-Display daher kommt. Die Auflösung des Displays geht mit 480 x 800 Pixeln in Ordnung, die Kamera verfügt über 5 Megapixel. Eine Frontkamera gibt es dagegen nicht, auch der Prozessor verfügt nur über einen Kern, der mit zahmen 800 MHz arbeitet. Der Arbeitsspeicher ist mit 256 MB Kapazität ebenfalls recht knapp bemessen. Immerhin kann das Smartphone im flotten HSPA-Netz funken, NFC ist nicht mit an Bord. Beim Betriebssystem handelt es sich um Windows Phone 7.8, das zwar flott läut, aber leider nicht mit der App-Vielfalt von iOs oder Android mithalten kann. Für Einsteiger (oder iOS-Umsteiger) ist das System aber zu empfehlen. Der interne Speicher misst nur 4 GB, die bekanntlich nicht voll zur Verfügung stehen, da das Betriebssystem bereits Platz beansprucht. Leider lässt sich der Speicher auch nicht erweitern.  Wir empfehlen das Smartphone nur absoluten Einsteigern, die 99 Euro sind dafür sehr günstig.

Media Markt verramscht Nokia-Smartphones
Vergrößern Media Markt verramscht Nokia-Smartphones


Nokia Lumia 520 für 129 Euro: Wer auf der Suche nach seinem ersten Windows-Phone ist, der ist beim Nokia Lumia 520 gut aufgehoben. Insbesondere die Software-Funktionen, die Nokia eingebaut hat, wissen zu überzeugen: Dazu zählen die kostenlose (Offline-) Navigation „Here Maps“, Tipps und Tricks für das Gerät dank „Nokia Care“ oder „Nokia Musik“, das ähnlich wie Spotify den Zugang zu vielen Musiktiteln bietet – auch zum Download. Die Geschwindigkeit ist dank des Betriebssystems und des 1 GHz starken Dual-Core-Prozessors ziemlich flott, allerdings reagiert der Brwoser im Test tweilweise recht träge. Der Akku hält mit knapp 7 Stunden gut durch und lässt sich sogar austauschen. Der interne Speicher misst 8 GB, mit Micro-SD-Karten lässt sich der Speicherplatz erweitern. Nicht überzeugen kann die 5-Megapixel-Kamera, die Fotos weisen ein starkes Bildrauschen auf, ein Fotolicht fehlt. Das Preis-Leistungsverhältnis geht hier auf jeden Fall in Ordnung, ein Schnäppchen ist das Lumia-Modell allerdings nicht.

Zum ausführlichen Test des Nokia Lumia 520    
 
Nokia Lumia 920 für 269 Euro: Das ehemalige Nokia-Flaggschiff begeistert mit einer tollen Kamera mit optischen Bildstabilisator. Die Performance des Geräts ist sehr gut, Hard- und Software harmonieren wunderbar miteinander. Zwar gibt es aufgrund von Windows Phone nicht die große App-Auswahl wie bei der Konkurrenz, doch Nokia wertet das auf mit eigenen Funktionen wie der kostenfreien Sprachnavigation und einem eigenen Musik-Streamingdienst. Das Display überzeugt mit Schärfe und Reaktionsfreudigkeit und lässt sich sogar mit Handschuhen bedienen. Allerdings lässt sich der Akku nicht entnehmen, doch dafür ist das Unibdoy-Design sehr hochwertig und gut verarbeitet. Mit dem Lumia 920 lässt sich auch das LTE-Netz nutzen, der interne Speicher ist mit 32 GB recht üppig bemessen. Das ist auch nötig, denn der Speicher lässt sich nicht erweitern. Der Preis ist allerdings kein Schnäppchen, andere Online-Händler unterbieten den Preis bereits um ein paar Euro.

Zum ausführlichen Test des Nokia Lumia 920

KAMERAS

JVC GC-XA1 Outdoor Kamera für 88 Euro: Ein echtes Schnäppchen ist die Full-HD-Kamera Adixxion von JVC, die im Handel derzeit erst ab 126 Euro zu haben ist.  Das kompakte Gerät ist leicht zu bedienen und sogar bis fünf Meter wasserdicht. Für die vergleichsweise schlichte Optik macht die Outdoor-Kamera erstaunlich gute Aufnahmen.

Nikon Coolpix L610 für 111 Euro: Das Modell reiht sich in die Serie der Kompaktkameras ein, die einfach zu handhaben und ordentlich ausgestattet sind. Wer keinen Wert auf manuelle Einstellmöglichkeiten legt und Kompromisse bei der Bildqualität eingehen kann, fährt meistens gut mit solchen Automatik-Kameras. Der Preis ist günstig, im Online-Handel  zahlen Sie mindestens 20 Euro mehr.

Canon IXUS 255 HS für 166 Euro: Die Digitalkamera ist mit einem Gewicht von lediglich 144 Gramm - inklusive Akku und Speicherkarte - angenehm leicht und so klein, dass sie in praktisch jeder Tasche Platz findet. Das Modell beweist, dass sich auch mit einer maximalen Auflösung von 12,1 Millionen Bildpunkten passable Bilder mit überzeugender Farbtreue knipsen lassen. Der Preis ist günstig, im Online-Handel  zahlen Sie mindestens 30 Euro mehr.

FERNSEHER

Sony KDL 40 R 470 ABAEP für 379 Euro: Sucht man das TV-Gerät aktuell im Preisvergleich, bietet MediaMarkt derzeit den günstigsten Preis. Wem ein Gerät mit 40 Zoll (102 Zentimeter) Bilddiagonale ausreicht, ist das Sony-Modell eine Option. Allerdings ist der TV nicht von sich aus smart. Er kann lediglich über den MHL-Anschluss Inhalte vom angeschlossenen Smartphone anzeigen.
 
Philips 24 PFL 2908 H für 199 Euro: Fernseher und gleichzeitig Monitor. Allerdings beides nicht so richtig, denn eine Auflösung von 1366 x 768 Pixeln entspricht HD, aber nicht Full-HD und ist weder für einen Monitor noch einen TV ideal. Vorteil: Der Preis ist vergleichsweise günstig.
 
Panasonic TX-P 42 X 60 E für 299 Euro: Auf den ersten Blick ist der Preis für einen Plasma-TV unschlagbar. Allerdings kann der 42 Zöller (107 Zentimeter) nur HD-Auflösung und beschränkt sich auf DVB-C und –T als integrierte Tuner. Auf Smart-Funktionen müssen Sie zudem verzichten. Das lässt ihn inzwischen schon altmodisch erscheinen. Auch der Stromverbrauch mit Energieeffizienzklasse B ist nicht mehr zeitgemäß.
 
Philips 40PFL3208K für 399 Euro: Endlich ein Smart-TV im MediaMarkt-Angebot dieser Woche. Der 40-Zöller (102 Zentimeter) ist gut 100 Euro günstiger als bei Amazon, bietet alle nötigen TV-Tuner und natürlich Full-HD – insgesamt ein faires Angebot
 
LG 47 LA 6678 für 749 Euro: Der einzige Fernseher im Wochenangebot bei Media Markt, der mit 47 Zoll Bilddiagonale (120 Zentimeter) etwas größer ausfällt. Insgesamt stimmt die Ausstattung mit allen Tunern, 3D, Full-HD und Energieeffizienzklasse A+. Er liegt rund 50 Euro unter den Angeboten aus dem Netz - insofern einen Blick wert.
 
NAVIGATIONSGERÄT
Tomtom Start XL Traffic CE für 89 Euro: Das Einstiegsnavi konzentriert sich auf Routing-Kernkompetenzen und bringt Kartenmaterial für 19 Länder Europas mit. Der Preis liegt genau auf dem Niveau anderer Anbieter. Insofern kein Schnäppchen.

SPEICHERMEDIEN

Toshiba HDTC705EK3AA für 39 Euro: Das externe 500-GB-Laufwerk kommt mit schnellem USB-3.0-Anschluss und ist dank 2,5-Zoll-Format kompakt und mit 165 Gramm auch schön leicht. Der Preis ist günstig, im Online-Handel  zahlen Sie mindestens 20 Prozent mehr.

Toshiba Transmemory 16GB USB Stick für 6 Euro:  Um einen Restposten handelt es sich bei dem 16-GB-USB-Stick - er ist mit einem veralteten USB-2.0-Anschluss ausgestattet. Der Preis für das Gebotene geht in Ordnung, ein höllisch billiges Schnäppchen ist der Speicherstift aber nicht.

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