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Eigene Setup-DVDs für Vista

Erstellen Sie eine maßgeschneiderte Setup-DVD für Vista, und lassen Sie dabei überflüssige Komponenten von vornherein weg. Damit installieren Sie ein auf Sie zugeschnittenes System.

Von Christoph Metzger

Eine Neuinstallation von Vista kostet jede Menge Zeit und bringt umständliche Anpassungen der Grundeinstellungen mit sich. Mit der Freeware Vlite können Besitzer von Windows Vista eine individuelle Installations-DVD erstellen, mit der nicht gewünschte Vista-Standardkomponenten erst gar nicht installiert werden. Das spart Zeit bei der Installation sowie der späteren Konfiguration und verringert auch die Größe des Installationsmediums. Wir zeigen Ihnen in diesem Workshop, wie Sie mit Vlite eine Setup-Disc anlegen, die neben dem System gleich alle notwendigen Treiber und Einstellungen integriert. Diese CD oder DVD installiert Ihr Wunschsystem und stellt es nach Ihren Vorgaben ein.

Microsoft lässt Ihnen bei der Einrichtung von Vista keine Wahlmöglichkeit, welche Grundkomponenten und Extras auf der Festplatte landen und welche nicht. Speicherplatzfresser wie die umfangreiche Treiberdatenbank, Ressourcenfresser wie die Media-Center-Oberfläche und in puncto Sicherheit bedenkliche Extras wie die Remote-Management-Funktionen lassen sich aus dem laufenden System nur mit großem Aufwand und Profi-Wissen wieder deinstallieren. Zudem verbrauchen überflüssige Module Speicherplatz und CPU-Leistung und reduzieren durch das Mitladen beim Booten von Vista die Arbeitsgeschwindigkeit des Rechners.

Der DVD-Generator Vlite schiebt der Installationswut von Microsoft einen Riegel vor: Damit wählen Sie nur diejenigen Vista-Standardmodule aus, die Sie auch tatsächlich benötigen. Alles Überflüssige wird von der Software aus der Setup-Disc entfernt und kann somit bei der Installation auch nicht mehr auf die Festplatte kopiert werden. Wie viel Platz Sie sparen, hängt von den gewählten Komponenten ab – rund 50 Prozent Ersparnis sind aber locker drin.

Achtung: Der Umgang mit dem Tool erfordert eine gewisse Sorgfalt, damit Sie nicht versehentlich wichtige Module deaktivieren, die Ihnen dann später fehlen. Um die Auswahl zu erleichtern, sind die Komponenten in Rubriken eingeteilt.

Vista zurechtstutzen

Vlite präsentiert sich in der derzeit erhältlichen Betaversion noch mit einer englischsprachigen Bedienerführung. Die Software unterstützt jedoch die deutschsprachige Final-32-Bit-Version von Windows Vista. Ausführen lässt sich Vlite sowohl unter Vista als auch unter Windows XP. Sie können Ihr Vista-Installationsmedium also vorab unter Windows XP personalisieren.

Ein großes Plus der Freeware ist ihr modularer Aufbau: Sie müssen also nicht alle Modifikationen, die auf den folgenden Seiten vorgestellt werden, der Reihe nach durchführen. Vielmehr können Sie im Menü der Software gezielt auswählen, welche Komponenten Sie weglassen wollen, die Änderungen an den Einstellungen („Tweaks“) aber überspringen. Dazu zeigt Vlite links im Fenster Registerkarten an, über die Sie die einzelnen Programmpunkte direkt ansteuern.

Eine gute Ergänzung zu Vlite ist übrigens das englischsprachige Win-Builder für Vista , das Sie nach einer Registrierung von der Website laden. Die Freeware nutzt das von Microsoft kostenlos angebotene Windows Automated Installation Kit ( WAIK ) und erstellt eine Vista-Live-DVD, mit der Sie Ihren Rechner starten können. Win-Builder kann sogar Hilfsprogramme wie Firefox in die Disc einbauen.

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