127252

Marktforscher: WLAN überbewertet

20.06.2003 | 16:19 Uhr |

WLAN heißt der aktuelle Trend in Biergärten, Flughäfen oder Bahnhöfen. Immer Online, kein Kabel nötig einfach per Notebook in das Funknetzwerk einklinken und per Internet arbeiten oder herumsurfen. Die dafür nötigen Hotspots sprießen wie die Pilze aus dem Boden, doch die Marktforscher von Forrester Research warnen vor zu hohen Erwartungen und einem "WLAN-Crash".

WLAN heißt der aktuelle Trend in Biergärten, Flughäfen oder Bahnhöfen. Immer Online, kein Kabel nötig einfach per Notebook in das Funknetzwerk einklinken und per Internet arbeiten oder herumsurfen. Die dafür nötigen Hotspots sprießen wie die Pilze aus dem Boden, doch die Marktforscher von Forrester Research warnen vor zu hohen Erwartungen und einem "WLAN-Crash".

"Bei all dem Hype über öffentliche WLAN-Hotspots ist es so, als ob der Dot-Com-Crash niemals stattgefunden hätte", erklärte Lars Godell, Senior Analyst bei Forrester. "Wir glauben, dass viel von dem für öffentliche Hotspots investierte Geld verschwendet ist."

Vor allem bezweifeln die Auguren, dass die Anwender bereit sein werden, Geld für einen öffentlichen WLAN-Zugang auszugeben. Schätzungen der Marktforscher zufolge werden im Jahr 2008 in Europa lediglich 7,7 Millionen Personen regelmäßig derartige Hotspots regelmäßig nutzen. Zugleich werden jedoch die WLAN-Provider mit den hohen Kosten für die Anbindung der Hotspots zu kämpfen haben, so Forrester.

Als Grund für ihre zurückhaltende Beurteilung geben die Marktforscher an, dass derzeit nur zehn Prozent der Europäer ein Notebook besitzen, das von derartigen Zugangsmöglichkeiten am meisten profitieren würde. Bis 2008 soll sich dieser Prozentsatz auf 16 erhöhen. Zudem führen die Forscher hohe Preise, schlechte Abdeckung, IT-Sicherheit und fehlende Roaming-Abkommen ins Feld.

0 Kommentare zu diesem Artikel
127252