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Mangelndes Datenschutzbewusstsein bei Unternehmen

Bundesdatenschutz nimmt Stellung zu PC-WELT-Bericht

Anwender sollten auf Internet-Seiten nicht bedenkenlos persönliche Daten eingeben. Das sagt die Sprecherin des Bundesbeauftragten für den Datenschutz, Helga Schumacher, gegenüber PC-WELT.

Der Internetauftritt vieler Unternehmen mache nicht deutlich, dass bei den Verantwortlichen ein ausreichendes Bewusstsein für die Datenschutzbelange der Anwender vorhanden sei.

Schumacher äußerte sich anlässlich eines Berichts in der aktuellen Ausgabe der PC-WELT. Darin wirft das Computer-Magazin großen deutschen Institutionen und Unternehmen wie ARD, ZDF und Porsche vor, Passwörter und private Daten von Internet-Surfern nicht genügend zu schützen.

Nachlässigkeiten der Webmaster führten dazu, dass sich Adresslisten und Passwortsammlungen ohne spezielle herunterladen ließen.

Auf die Frage, wie Anwender mangelhaft geschützte Internet-Seiten erkennen können, sagte Schumacher: "Für den Anwender ist es nicht möglich zu überprüfen, ob ein Server sicher ist. Er kann sich aber anhand von Indizien darüber informieren, wie stark das Bewusstsein für Datensicherheit bei dem Anbieter vorhanden ist."

Das erkenne der Surfer daran, ob auf der Seite etwas zum Thema Datenschutz oder Persönlichkeitsrecht geschrieben steht. Wenn diese Informationen wie etwa bei den Internet-Auftritten von ARD und ZDF fehlen, solle der Internet-Surfer bei der Weitergabe von Daten vorsichtig sein.

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