Mailserver

Open-Xchange Server 6 installieren & konfigurieren

Open-Xchange Server 6
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Der Open-Xchange Server ist eine beliebte Linux-basierten E-Mail- und Groupware-Lösung. Dieser Beitrag begleitet Sie durch den Versionsdschungel der MS Exchange-Alternative und beschreibt exemplarisch die Installation der freien Open-Xchange Server Community Edition.
Infostore: Dokumente werden in persönlichen oder globalen
Ordnern versioniert abgelegt und können so gezielt ausgewählten
Personen oder allen Mitarbeitern zugänglich gemacht
werden.
Vergrößern Infostore: Dokumente werden in persönlichen oder globalen Ordnern versioniert abgelegt und können so gezielt ausgewählten Personen oder allen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden.
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Open-Xchange ist eigenen Angaben zufolge weltweit der einzige Software-Hersteller, bei dem alle Produkte auf dem exakt gleichen Quellcode basieren. Das gibt den Anwendern beispielsweise die Möglichkeit, jederzeit von einer selbst administrierten Lösung auf ein SaaS-Angebot zu wechseln. Denn Open-Xchange bietet ihre Software sowohl zur Installation als auch – über Partner wie 1:&1: Internet - als Software-as-a-Service an.
Kalender: Die „Team-Ansicht“ zeigt schnell, wer wann Zeit
hat.
Vergrößern Kalender: Die „Team-Ansicht“ zeigt schnell, wer wann Zeit hat.
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Wie von einer „Exchange-Alternative“ zu erwarten, bietet Open-Xchange E-Mail, Termin-, Kontakt- und Aufgabenverwaltung. Hinzu kommt bei Open-Xchange noch ein Dokumentenmanagement namens „InfoStore“, das mit den übrigen Funktionen eng verknüpft ist. So kann beispielsweise in E-Mails, Aufgaben und Terminen per Infostore-URL auf Dokumente referenziert werden, ohne dass das entsprechende Dokument jeweils noch mitversendet wird. Endanwender greifen auf die Daten im Open-Xchange Server entweder via AJAX-basiertem Webfrontend, Microsoft Outlook, WebDAV, oder die Mac OS X-Anwendungen Mail, Address Book und iCal zu.

Webmail: Statt große Dokumente an E-Mails anzuhängen,
genügt eine URL, wo ein Dokument im InfoStore gespeichert ist. Das
spart Bandbreite und ermöglicht zudem noch ein Weiterarbeiten am
Dokument – ohne dass dieses jeweils neu versandt werden
muss.
Vergrößern Webmail: Statt große Dokumente an E-Mails anzuhängen, genügt eine URL, wo ein Dokument im InfoStore gespeichert ist. Das spart Bandbreite und ermöglicht zudem noch ein Weiterarbeiten am Dokument – ohne dass dieses jeweils neu versandt werden muss.
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Zudem etablierte Open-Xchange mit „Social OX“ ein neuartiges Groupware-Konzept, das den Open-Xchange Server zur zentralen Pattform für die geschäftliche und private Kommunikation macht: So können mit Open-Xchange auch E-Mails von externen Webmail-Accounts zentral bearbeitet werden. Zudem synchronisiert Open-Xchange die Kontaktdaten des Netzwerks von XING, Facebook oder LinkedIn und stellt diese automatisiert im Open-Xchange Adressbuch zur Verfügung. Um die Team- und Projektarbeit mit externen Geschäftspartnern zu vereinfachen, kann Open-Xchange Kontaktinformationen und Dokumente auch Mitarbeitern ohne eigenem Open-Xchange-Zugang sicher und geschützt bereit gestellt werden.

Kontakte: Open-Xchange kann die Kontaktdaten des eigenen
Netzwerkes auf XING, Facebook und LinkedIn mit den Daten im
Open-Xchange Adressbuch abgleichen.
Vergrößern Kontakte: Open-Xchange kann die Kontaktdaten des eigenen Netzwerkes auf XING, Facebook und LinkedIn mit den Daten im Open-Xchange Adressbuch abgleichen.
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Die lizenzkostenfreie und im Funktionsumfang nicht beschränkte Community Edition gibt es für die Linux-Distributionen Fedora, openSUSE und Ubuntu. Auch wenn Open-Xchange immer wieder aktualisierte Software-Pakete der Community Edition zur Verfügung stellt, so sollte diese nicht für den produktiven Einsatz in kritischen Umgebungen eingesetzt werden. Qualitätsgesicherte Updates, Fixes und Patches liefert Open-Xchange im Rahmen von Maintenance-Verträgen nur für die Open-Xchange Server Edition bzw. Hosting Edition, die auf den Betriebssystemen Debian 4 oder 5, SUSE Linux Enterprise Server 1:0 oder 1:1: sowie RedHat Enterprise Linux 5 aufsetzen.

Abgerundet wird das Produktangebot durch zwei Lösungen, die auf Univention Corporate Server als Betriebssystem-Basis aufsetzen und beide die grafische Univention-Oberfläche zur Installation und Administration der Groupware mitnutzen: Während sich die Open-Xchange Appliance Edition an Kleinunternehmen richtet, die selbst einen eigenen Mail-Server-betreiben wollen, adressiert die multi-server-fähige Open-Xchange Advanced Server Edition mittelständische und Großunternehmen, die eine individuelle Kommunikationslösung im eigenen Haus realisieren wollen. Um diese evaluieren zu können, müssen entsprechende Testkeys per Mail angefordert werden. Gleiches gilt für die „ OXtender “ genannten Software-Erweiterungen, mit denen mobile Endgeräte, Microsoft Outlook und die nativen Mac OS X-Anwendungen Mail, Address Book und iCal als Clients an den Open-Xchange Server angebunden werden können. Letztere lassen sich allerdings nicht mit der Community Edition betreiben.

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