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Thunderbird 3 perfekt einrichten

Verbessern Sie Komfort und Sicherheit beim Mailen: mit der Gratis-Software Thunderbird. Diese ist um Längen besser als Windows Mail und Outlook Express.

Mailen ist mehr als nur das Empfangen und Senden von Nachrichten. Unerwünschtes soll ausgefiltert, Erwünschtes richtig sortiert werden. Wichtige E-Mails möchte man aufbewahren und effizient durchsuchen können – doch darf ein Mailarchiv nicht zu viel Platz beanspruchen. Darüber hinaus muss eine heutige Mailanwendung über Funktionen wie IMAP, Spam-Filter und die Verwaltung mehrerer Mailkonten verfügen. Das kostenlose Mailprogramm Thunderbird bietet all dies, kombiniert mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche.

Thunderbird ist Open Source und stammt von den Firefox-Entwicklern. Es umfasst viele Funktionen, die man in Windows Mail und dessen Vorgänger Outlook Express vergeblich sucht. Außerdem lässt es sich mithilfe von Add-Ons (Erweiterungen) mit unzähligen Features ergänzen. Thunderbird wird für die drei wichtigsten Betriebssysteme Windows, Mac OS und Linux entwickelt. Laden Sie die aktuelle Version 3 der Software gratis herunter . Installieren Sie das Programm per Doppelklick auf die EXE-Datei.

Tipp: In Windows 7 fehlt eine Mailsoftware und auch die günstigen Office-Fassungen Home und Student 2007 beziehungsweise 2010 kommen ohne Outlook daher. Ein Umstieg auf Thunderbird lohnt sich also.

Viele Mailprovider bieten zusätzlich zur Verwaltung via Webbrowser das Post Office Protocol 3 (POP3) an. Damit lädt der Anwender per Mailsoftware die elektronische Post herunter. Je nach Einstellung werden die Nachrichten sofort oder nach einigen Tagen aus dem Onlinepostfach entfernt. Der Nachteil dabei: Falls Sie mehrere Computer einsetzen, haben Sie auf allen unterschiedliche Mailbestände.

Wählen Sie deshalb beim Einrichten Ihrer Konten das Internet Message Access Protocol (IMAP). Es bildet in Thunderbird die aktuellen Nachrichten und Mailordner ab, die in Ihrem Onlinekonto liegen. Führen Sie Änderungen lokal in Ihrem Mailprogramm durch, werden diese automatisch in das Onlinekonto und auf die anderen PCs übertragen. Auch wenn Sie einen Ordner in Ihrem Mailkonto erstellen und Nachrichten dorthin verschieben, wird dies im Onlinekonto vollzogen und auf Ihrem Zweit-Rechner angezeigt. IMAP wird von diversen Providern unterstützt, beispielsweise auch von Google Mail.

Die Serverdaten findet Thunderbird meist selbst
Vergrößern Die Serverdaten findet Thunderbird meist selbst

Interessiert an IMAP – und unterstützt es Ihr Provider? In Thunderbird gehen Sie zu Datei/Neu/E-Mail-Konto. Tippen Sie Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse und das Kennwort in die Felder ein. Klicken Sie auf Weiter. Thunderbird findet die richtigen Servereinstellungen aufgrund der Mailadresse meist automatisch. So schlägt die Software für eine Google-Mail-Adresse direkt die passenden Servernamen und Ports vor.

Falls es bei Ihnen mit IMAP nicht sofort klappt, müssen Sie die Funktion möglicherweise erst im Onlinekonto freischalten. Dafür loggen Sie sich auf der Webseite Ihres Mailproviders in Ihr Mailkonto ein. In Google Mail finden Sie zum Beispiel unter Einstellungen/Weiterleitung und POP/IMAP den Punkt „IMAP aktivieren“; vergessen Sie danach nicht, auf Speichern zu klicken. Weitere Tipps zu IMAP unter Google Mail gibt es auf der Seite .

Unterstützt Ihr Mailprovider IMAP nicht, so richten Sie in Thunderbird via Datei/Neu/E-Mail-Konto einfach ein POP3-Konto ein.

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