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Kaufberatung: MP3-Player

28.11.2008 | 15:15 Uhr |

Portable MP3-Player gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Gerade unerfahrene Anwender wissen oft nicht, welches Gerät das Beste für sie ist. Wir geben Tipps und nennen Stolperfallen, auf die Sie beim Kauf achten sollten.

Zur Weihnachtszeit sind MP3-Player als Geschenk hoch im Kurs. Angesichts der Flut an verschiedenen Geräten fällt die Kaufentscheidung oft nicht leicht. Für fast jede Anforderung gibt es mittlerweile mehrere passende Geräte von verschiedenen Herstellern. Prinzipiell gilt: Nehmen Sie Ihr Wunschgerät im Handel am besten immer selbst ausführlich unter die Lupe.

Der Funktionsumfang: Darf’s ein wenig mehr sein?

Vor dem Kauf sollte man sich zunächst überlegen, welche Funktionen der Player bieten soll. Gelegenheitshörer oder Sportler können zu günstigen Geräten ohne Display oder mit reiner Textanzeige greifen, die keine Videos abspielen können. Derartige Produkte sind oft schon für wenige Euros erhältlich. Verbreitet sind Geräte auf Speicherkarten-Basis oder mit integriertem Flash-Speicher, die meist nur wenig größer als eine Streichholzschachtel sind. Achten Sie bei Speicherkarten-Playern unbedingt auf die unterstützte Größe der Memory Cards. Gerade günstige Varianten erkennen oft nur Karten mit einem oder zwei Gigabyte Speicherplatz. Wird eine Karte mit höherer Kapazität eingelegt, funktioniert der MP3-Player entweder gar nicht, produziert Lesefehler oder ignoriert den Speicherplatz über der unterstützten Obergrenze. Beachten Sie auch den Unterschied zwischen SD- und SDHC-Speicherkarten: SD-Karten sind bis zwei Gigabyte spezifiziert, während SDHC-Karten bis zu 32 GByte an Daten fassen. Um die speicherstarken Karten nutzen zu können, muss der Player den SDHC-Standard unterstützen. Bei Geräten mit integriertem Speicher entfällt diese Problematik.

Die meisten MP3-Player verstehen sich auf die Wiedergabe von MP3- und WMA-Dateien. AAC- und WAV-Dateien werden ebenfalls häufig unterstützt. Weniger verbreitet sind Player für das OGG-Format. Prinzipiell gilt: Je mehr Formate erkannt werden, desto praktischer. Ein Equalizer zur individuellen Klanganpassung ist bei fast allen Playern an Bord, lediglich bei Geräten ohne Display muss oft darauf verzichtet werden. Besonders bei großen Musikbibliotheken sollte der Player über vernünftige Ordner- und Musikverwaltungsfunktionen verfügen, um die Titelsuche nicht zur Qual werden zu lassen.

Wer unterwegs gerne mal ein Video ansehen will, sollte sich Produkte mit möglichst großen und hochauflösenden Displays ansehen. Derartige Geräte gibt es mit erschütterungsunempfindlichem Flash-Speicher mit maximal 32 GByte Kapazität oder auf Festplatten-Basis mit bis zu 250 GByte Speicherplatz. Achten Sie beim Kauf darauf, welche Videoformate abgespielt werden können und ob eine passende Konvertierungssoftware beiliegt. Gängige Videoformate für mobile Geräte sind beispielsweise MPEG-4, H.264, DivX oder WMV. Nachteil: MP3-Player mit großen Displays und Videofunktion sind meist schwerer und unhandlicher als Varianten mit kleinem Display und verbrauchen deutlich mehr Energie.

Aktuelle Musikplayer beherrschen oft noch eine Reihe weiterer Funktionen: So können Text- und Bilddateien angezeigt, Sprachnotizen aufgenommen oder Radiosender empfangen werden. WLAN- und Bluetooth-Schnittstellen haben mittlerweile auch den Weg ins MP3-Segment gefunden und erweitern die Anschlussmöglichkeiten erheblich, beispielsweise durch einen integrierten Webbrowser oder andere Kommunikationsmöglichkeiten.

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