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MMC: Alles unter einer Haube

Was ist wo unter Windows? Die Versionen 2000 und XP sind so komplex, dass auch kundige Benutzer oft erst im dritten Anlauf die richtige Stelle finden. Manche Optionen tauchen an mehreren Orten auf. Das macht Zufallsfunde wahrscheinlicher, erschwert aber die Orientierung. Abhilfe lässt sich mit der "Microsoft Management Console" schaffen. Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Was ist wo unter Windows? Die Versionen 2000 und XP sind so komplex, dass auch kundige Benutzer oft erst im dritten Anlauf die richtige Stelle finden. Manche Optionen tauchen an mehreren Orten auf. Das macht Zufallsfunde wahrscheinlicher, erschwert aber die Orientierung.

Lösung:


Abhilfe lässt sich mit der "Microsoft Management Console" schaffen. Die MMC präsentiert üblicherweise die von Microsoft vorgegebenen Snap-ins oder Snap-in-Sammlungen, erkennbar an der Endung MSC. So führt Services.MSC zu den installierten Diensten und Dfrg.MSC zur Platten-Defragmentierung. Compmgmt.MSC bietet unter dem Titel "Computerverwaltung" eine größere Sammlung von Snap-ins an, die unter anderem auch die Dienste und die Defragmentierung enthält. Die MMC ist aber ein offenes Instrument: Sie können sie so einrichten, dass sie zur umfassenden Windows-Zentrale wird - ein Doppelklick, und Sie haben Zugriff auf alle Windows-Einstellungen.

Das Prinzip ist einfach: Sie beginnen entweder mit einer leeren Konsole durch Aufruf von "mmc.exe", oder Sie bauen eine vorhandene Sammlung wie Compmgmt.MSC weiter aus. Dazu wählen Sie "Datei, Snap-In hinzufügen/entfernen" und im Folgedialog "Hinzufügen". Wenn Sie eine Komponente nicht im Hauptzweig ("Konsolenstamm") unterbringen möchten, sondern in einem bereits vorhandenen Unterordner, aktivieren Sie vor dem "Hinzufügen" zunächst diesen Eintrag per Doppelklick. Danach wählen Sie das gewünschte Snap-in aus der Liste, klicken erneut auf "Hinzufügen", dann auf "Schließen" und im verbleibenden Hauptdialog auf "OK". Nun erscheint das gewählte Snap-in in der Konsole. Speichern Sie eine selbst erstellte Konsole mit "Datei, Speichern unter" unter einem Ort und Namen Ihrer Wahl .

Unter den angebotenen Snap-ins taucht ein so interessantes Instrument wie der Leistungsmonitor (Perfmon.MSC) nicht auf. Es handelt sich um ein Active-X-Control. Klicken Sie daher in der Liste zunächst auf ActiveXSteuerelement"; ein Assistent zeigt dann die alphabetische Liste der Active-X-Komponenten. Markieren Sie hier gegen Ende der Liste das "System Monitor Control", und klicken Sie dann auf "Weiter" und "Fertig stellen". Auf diese Weise integrieren Sie die wichtigsten oder alle verfügbaren Komponenten in Ihre individuelle Konsole. Über das Snap-in "Ordner" können Sie die Struktur der Konsole mitbestimmen. Beispielsweise ist es möglich, zunächst einen "Ordner" anzulegen, diesen in "Disks" umzubenennen und dort die Snap-ins "Defragmentieren", "Datenträgerverwaltung", "Indexdienst" und "Wechselmedienverwaltung" zu integrieren.

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