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Linuxtag: Nachlese

06.06.2007 | 12:15 Uhr |

Vier Tage lang nutzten insgesamt knapp 10.000 Besucher den Linuxtag auf dem Messegelände in Berlin, um sich über das freie Betriebssystem und Open Source Software zu informieren.

Der Linuxtag ist eine Fachveranstaltung. Das Ziel-Publikum war daher auch weniger der an Linux interessierte Laie. Wer wissen wollte, wohin sich der Linux-Desktop entwickelt oder ob Open Office.org demnächst den Dokumentimport aus Word besser unterstützt, war hier dennoch nicht ganz falsch. An den Ständen der Aussteller oder in den Vorträgen wurden auch diese Fragen beantwortet. Das Publikum stellte jedoch meist andere Fragen und beschäftigte sich mit anderen Themen: Wie baut man einen Rechnercluster mit Samba, welche Sicherheitsfunktionen gibt es in Open Solaris 10 oder wie realisiert und konfiguriert man einen Application Server mit Hilfe von Java EE.

Die Veranstalter werten den Linuxtag auf jeden Fall als vollen Erfolg und bereuen auch den Umzug nach Berlin nicht. Der Linuxtag 2008 soll wieder in Berlin stattfinden.

Jobs für Linux-Cracks

Wer auf eine Messe geht, will Produkte verkaufen und manchmal auch sich selbst. Das Publikum auf dem Linuxtag ist meist jung, kennt sich mit Linux beziehungsweise Unix aus und kann programmieren. Der Linuxtag ist also der ideale Ort, um Menschen für das eigene Unternehmen anzuwerben. Firmen in der alten und dennoch jung gebliebene Stadt Berlin suchen dringend nach neuen Köpfen. „Berlin als kreative Stadt“ lautete beispielsweise der Titel eines Vortrags in der Karriere-Lounge. Hervorragende Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten, herausfordernde Jobs in den zahlreichen kleinen und mittelständischen IT-Unternehmen und nicht zuletzt der hohe Freizeitwert der Stadt sollen qualifizierte Menschen nach Berlin locken. Die Rechnung scheint auch aufzugehen. Das eine oder andere Stellenangebot an den Wänden der Stände war am vorletzten Messetag jedenfalls verschwunden; die Unternehmen sind wohl fündig geworden.

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