1845113

Linux Elementary OS "Luna" vorgestellt

12.11.2013 | 12:36 Uhr |

Was erst als Tuning-Paket für Ubuntu begann, hat sich in einer eigenen Ubuntu-Variante zusammengefunden. Elementary OS liefert ein Ubuntu 12.04 LTS mit vielen frischen Ideen und entspannter Oberfläche, die an Mac-OS X erinnert.

Mit viel Geduld haben die Entwickler von Elementary OS über den Zeitraum von zwei Jahren eine eigenständige inoffizielle Ubuntu-Version fertiggestellt. Ziel war es nicht nur, mal hier und da ein paar grafische Elemente auszutauschen, stattdessen ging es ans Eingemachte: Eine komplett neue Desktop-Umgebung namens „Pantheon“ stellt als Abspaltung von Gnome 3 eine Arbeitsfläche bereit, die bisher in keiner anderen Distribution zu finden ist. Weitere Ergänzungen wie ein Programm-Dock liefert einen Programmstarter, der auch als Taskleiste dient. Dieser Aufwand benötigt natürlich eine solide Basis, die nicht so schnell veraltet, und anders als das aktuelle Linux Mint setzt Elementary OS deshalb auf Ubuntu 12.04 LTS, das noch bis April 2017 Updates erhält. Wer an diesem System Gefallen findet, muss also so schnell nicht wechseln oder die Distribution aktualisieren.

Ein alter Bekannter: Zur Suche und unkomplizierten Einrichtung von Programmen ist das Ubuntu Software Center bei Elementary OS mit von der Partie. Office-Programme müssen noch nachinstalliert werden.
Vergrößern Ein alter Bekannter: Zur Suche und unkomplizierten Einrichtung von Programmen ist das Ubuntu Software Center bei Elementary OS mit von der Partie. Office-Programme müssen noch nachinstalliert werden.

Elementares

Wie Gnome 3 basiert diese Desktop-Umgebung auf GTK 3 und nutzt eine Abspaltung des Gnome-Windows-Managers, komplett mit oberem Panel. Allerdings regieren bei Elementary OS klassische Bedienelemente die Arbeitsfläche: Es gibt einen Programmstarter und ein Dock, eine Weiterentwicklung von „Docky“, das sowohl als Ablagefläche für häufig benötigte Anwendung dient als auch laufende Programme anzeigt. Die Optik, die Elementary OS damit erzielt, ist jener von Mac-OS X nicht unähnlich, und die Distribution kann sich damit sicher sein, einen der ansehnlichsten Linux-Desktops geschaffen zu haben. Bei den vorinstallierten Anwendungen macht Elementary OS einen Bogen um die bekannten großen Software-Pakete und liefert stattdessen wendige Alternativen mit: Der Webkit-Browser Midori ist von XFCE geliehen und hat geringe Hardware- Anforderungen. Auf Office-Anwendungen verzichtet Elementary OS und bietet nur einen PDF-Reader und einen simplen Texteditor.

Es bleibt dem Benutzer überlassen, aus den Ubuntu-Repositories das System komplett für die Büroarbeit einzurichten. Dies gelingt in der Kommandozeile mit APT, aber auch mit dem Ubuntu Software Center, in dem man das ganze Arsenal aus den Ubuntu-Paketquellen findet.

Installation

Die Hardware-Voraussetzungen sind ähnlich wie jene von Ubuntu 12.04 (LTS) 64 Bit. Auf der Festplatte benötigt die Installation mindestens 4,4 GB Speicherplatz. Bei der Installation kommt der Ubuntu-Installer „Ubiquity“ von Ubuntu 12.04 LTS zum Einsatz.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1845113