16.09.2011, 09:44

Hans-Christian Dirscherl

Linus Torvalds' Linux feiert Geburtstag

Linux wird 20 Jahre alt - eine Zeitreise in Bildern

Linux blickt auf 20 Jahre Entwicklungsgeschichte zurück.

Vor 20 Jahren veröffentlichte Linus Tovalds Linux 0.01. Und schuf damit nicht nur die Grundlage für den Betrieb vieler Server und Router, sondern auch für Google Android. Wir stellen die Geschichte von Linux in einer Bildergalerie vor.
Linus Torvalds machte erstmals am 3. Juli 1991 in einem Newsgroup-Eintrag auf seine Arbeit an einem neuen Betriebssystem aufmerksam. Dass er tatsächlich an einem freien Betriebssystem arbeitet, teilte er dann am 25./26. August 1991 in der Newsgroup comp.os.minix mit. Am 17. September 1991 funktionierte die Shell für Torvalds neues Betriebssystem – die Shell ist auch heute noch neben dem eigentlichen Kernel unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Linux-Systems. Torvalds veröffentlichte nun den Quellcode, der bis heute jedem Interessierten frei zugänglich ist. Die erste Versionsnummer war die 0.01.

Linux als Basis für Server und Router

Linux ist aber längst diesem frühen experimentalen Stadium entwachsen. Ja, Linux bildet sogar in vielen Bereichen das Rückgrat der modernen IT. Ihr WLAN-/DSL-Router? Läuft mit Linux. Der Web-Server, auf dem Ihre Website gehostet wird? Läuft sehr wahrscheinlich mit Linux. Der File-Server in Ihrem Unternehmen? Arbeitet wohl auch mit Linux. Ihr Smartphone? Läuft vielleicht ebenfalls mit Linux – falls es sich um ein Android-Gerät handelt. Und der Markt für Android-Smartphones wächst derzeit rasant.

Linux auf dem Desktop-PC

Ihre Settop-Box? Vermutlich auch mit Linux betrieben. Nur auf dem Desktop-PC und auf dem Notebook beziehungsweise Netbook kam Linux nie wirklich in die Gänge und führt hier bis heute ein Schatten-Dasein. Die wenigen Linux-User, die Linux auf einem Desktopsystem oder auf einem Notebook einsetzen, genießen aber die standardmäßige Malware-Freiheit und den Verzicht auf Virenscanner. Und die Möglichkeit, nach Belieben unter der Haube Ihres Betriebssystems rumschrauben zu dürfen.

Probleme mit Linux: Tux kann auch nerven

Doch kein Licht ohne Schatten: Mitunter nervt Linux auf dem Desktop schon auch etwas. Fast schon legendär war ein Update von Suse Linux Ende der 1990er Jahre. Wer die neueste Version von Suse Linux auf seinem PC aufspielte, blickte auf einen schwarzen Monitor. Weil nur noch die Kommandozeile angezeigt werden konnte. Der bis dato in Suse Linux vorhandene Treiber für eine weit verbreitete Grafikkarte stand plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Recherchierte man dann im Internet (von einem anderen Rechner aus) nach dem Problem, so erfuhr man, dass ein Bug in Suse Linux für den fehlenden Grafikkartentreiber verantwortlich war. Dieses Problem wurde nach zirka sechs Monaten behoben.
Ähnlich desaströs verlief mitunter die Kontaktaufnahme zwischen Suse Linux und einem DSL-Modem kurz nach dem Jahr 2000. Aber auch mit Ubuntu Linux erlebt man mitunter sein blaues Wunder: Nach einem Update auf eine neue Ubuntu-Version funktionierte plötzlich das Soundsystem nicht mehr oder die Monitor-Auflösung passt nicht mehr. Oder der Bootloader streikt. Wenn man alle diese Probleme aber gelöst hat, kann man sich über ein herrlich stabiles und virenfreies Desktop-Betriebssystem freuen, mit dem man selbst in den finstersten Ecken des World Wide Web relativ sicher herumsurfen kann (gesunden Menschenverstand und die richtige Konfiguration des Browsers vorausgesetzt).
Wie sind Ihre Erfahrungen mit Linux? Schreiben Sie uns das unter diese Meldung in das Forum der PC-WELT.
Ein noch relativ junger Einsatzbereich für Linux sind Tablet-PCs: Hier dominiert zwar noch das Apple iPad mit IOS. Doch langsam aber sicher wächst der Marktanteil der Android-Tablets. Und sollten die Chromebooks tatsächlich einmal einen relevanten Marktanteil erzielen, so zählen sie ebenfalls zur Linux-Familie. Genauso übrigens wie viele Großrechner in Rechenzentren. Übrigens: Falls Sie Ihr Auto über mobile.de gekauft haben - raten Sie mal, mit welcher Software die Mobile.de-Server laufen...
Doch genug der Vorrede: Wir haben für Sie die Geschichte von Linux in einer Bildergalerie prägnant zusammengefasst.
Kommentare zu diesem Artikel (4)
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