24.03.2009, 09:01

Jürgen Donauer

Linux & Windows

Linux als Samba-Client an Server 2008 R2

Mit Windows 7 auf einen Samba-Server zuzugreifen klappt. Allerdings wollten wir auch wissen, ob ein Linux-Client auf einen Windows Server 2008 R2 zugreifen kann. In erster Linie interessiert uns dabei der simple Dateiaustausch. Dazu haben wir ein einfaches Benutzerkonto erstellt und einen Ordner freigegeben. Im Test erkannten wir dann schnell die Einschränkungen.
Sowohl Kubuntu 8.10 als auch Ubuntu 8.10 bringen die notwendigen Tools in KDE beziehungsweise GNOME mit sich, um sich zu dem Windows Server zu verbinden. Allerdings funktionieren nicht beide gleich gut. KDE 4.10 schlägt sich im Vergleich eindeutig besser. Hier findet man via "Netzwerk - Samba-Freigaben" den entsprechenden Rechner. Bei einem Klick auf diesen kommt eine Passwort-Abfrage, und man sieht die entsprechende Freigabe. Mit dieser lässt sich nun ganz normal arbeiten. Sie können Dateien und Ordner löschen, anlegen und so weiter.
Durchstreift man mit GNOME das Netzwerk, findet man den Windows-Server ebenso. Ein Doppelklick auf ihn endet jedoch in einer leeren Suchmaske. Der Dateimanager Nautilus will weder ein Passwort haben, noch zeigt er die Freigabe an. Erst die Verwendung der Schaltfläche "Zu Server verbinden" führte zum gewünschten Ergebnis. Erster Nachteil ist, dass Sie wissen müssen, wie die Freigabe heißt. Zweite Eigenheit: Sie können direkt in der Freigabe weder einen Ordner noch eine Datei erstellen. Ebenso funktionierte rech "kopieren - einfügen" mit der rechten Maustaste nicht. Ziehen Sie allerdings mit der linken Maustaste eine Datei in den Hauptordner der Freigabe, wird die Datei angelegt. Das Speichern einer Datei aus OpenOffice in den Hauptordner der Freigabe funktionierte ebenfalls - aber erst beim zweiten Versuch. In KDE klappte alles einwandfrei.
Zuverlässig funktioniert die Kommandozeile:
mount -t smbfs -o username=[Windows-Anwender],password=[Passwort] //[IP-Adresse Windows-Server]/[Freigabe]/ /[Einbindepunkt]
Binden Sie auf diese Weise eine Windows-Freigabe ein, arbeitet auch der GNOME-Dateimanager ohne Probleme damit. Sollten Sie die IP-Adresse des Windows-Rechners nicht wissen, hilft: nmblookup [Name Windows-Rechner]. Falls Sie den Namen der Freigabe herausfinden wollen, könnte das Programm smbtree hilfreich sein. Mehr dazu erfahren Sie mit man smbtree.
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