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Tipps zur Datenrettung und Datensicherung für Admins

31.07.2010 | 09:21 Uhr |

Wir geben Tipps zur Datenrettung und -Sicherung sowie zur Festplattenüberwachung für Linux-Administratoren.

Der Gefürchtete Super-GAU tritt meistens zum ungünstigsten Zeitpunkt ein. Verweigert das System den Start, müssen Sie erst einmal kühlen Kopf bewahren und die geeigneten Recovery-Maßnahmen in die Wege leiten. Folgende Praxis-Tipps helfen Ihnen, solche Situationen ohne Dateiverlust zu überstehen.

Rettungs-CD

Den wichtigsten Tipp gleich am Anfang: Halten Sie immer eine CD oder DVD der von Ihnen genutzten Linux-Distribution bereit. Alle aktuellen Distributionen enthalten einen speziellen Rettungsmodus, mit dessen Hilfe Sie ein verloren geglaubtes Betriebssystem doch noch wiederherstellen können. Unter CentOS starten Sie diesen Modus, indem Sie den Prompt des CD-ROM-Boots mit dem Befehl "linux rescue" quittieren. Die Praxis zeigt, dass die Wiederherstellung eines Betriebssystems mit dem Original-Betriebssystem immer noch am besten funktioniert. Vor allem dann, wenn Sie Features wie LVM oder Software-Raid nutzen.

RIP – Recovery Is Possible

Neben den Installations-Datenträgern des Betriebssystems empfiehlt sich auch das System Recovery Is Possible . RIP enthält eine Sammlung von Werkzeugen wie ntfsmount, jfs_fsck und xfs_repair, die Ihnen bei der Wiederherstellung eines Systems zur Seite stehen.

Boot Record reparieren

Ursachen für einen fehlerhaften oder zerstörten Boot Record gibt es zur Genüge: Stromausfälle, Bedienerfehler oder Hardware-Defekte können zu Meldungen führen wie:

Loading PBR For Descriptor 0...Done. Bad PBR Signature.

Die Folge: Das System bleibt nach dem Laden des Grub-Boot-Loaders stehen. Nutzen Sie zusätzlich Features wie Software-Raid, genügt "grub-install /dev/sda" nicht mehr zur Wiederherstellung. Starten Sie das System im Rettungsmodus und hängen Sie mit chroot das alte Root-Dateisystem nach / ein. Führen Sie danach grub aus und geben Sie folgende Befehle ein:

root (hd0,0)
setup (hd0)
quit

Dabei ersetzen Sie "hd0,0" und "hd0" durch die aktuelle Festplatte/Partition, auf der sich die Boot-Partition Ihres Systems befindet. Nach einem Neustart sollte das System wieder tadellos funktionieren.

Partitionstabelle restaurieren

Selbst mit zerstörter Partitionstabelle sind Ihre Daten nicht zwangsläufig verloren. Gpart untersucht die Festplatte nach Signaturen vorhandener Partitionen und erstellt auf Wunsch eine neue Partitionstabelle. Um beispielsweise die erste IDE-Festplatte zu analysieren, geben Sie das Kommando " gpart /dev/hda " als Super-User root an der Konsole ein. Bei großen Festplatten kann die Analyse durchaus mehrere Stunden dauern. Werfen Sie anschließend einen Blick auf die Partitionsvorschläge von gpart. Um diese anzunehmen, geben Sie den Befehl ein:

gpart –b /mnt/usb/Backup_MBR -W /dev/ hda /dev/hda

Damit schreiben Sie den aktuellen Master Boot Record (MBR) in die Datei Backup_MBR, analysieren die Festplatte "/dev/ hda " und schreiben gleichzeitig mit "-W /dev/hda " eine neue Partitionstabelle.

Partitionen wiederherstellen

Mit Partition Image, kurz partimage sichern Sie eine oder mehrere Partitionen inklusive des MBR in ein Image-File. Dabei unterstützt partimage verschiedene Kompressionsstufen (gzip und bzip2) und ermöglicht auch das Splitten des Image-Files in mehrere einzelne Dateien.

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