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Linux: Reif für den Desktop?

Trotz Skepsis vieler IT-Experten und Marktanlalysten ist Desktop-Linux auf dem Vormarsch. Immer mehr Unternehmen setzen auf die Gratis-Alternative zu Windows.

von Dr. Klaus Manhart

Schafft es das Open-Source-System auch auf die Arbeitsplatzrechner in Unternehmen? Technik, Ergonomie und Software-Vielfalt von Linux-Umgebungen haben sich in den letzten Jahren gehörig gewandelt. Aus der einstigen Freak-Spielwiese ist ein technisch ausgereiftes System geworden, das mit Windows in vielen Bereichen gleichgezogen ist – oder sogar besser abschneidet. Beispielsweise bei Stabilität oder Schutz vor Viren und Würmern.

Den Pluspunkten stehen die aktuellen Zahlen gegenüber. Nur 3,4 Prozent beträgt der Linux-Anteil an Desktops in Deutschland, haben die Marktbeobachter von Techconsult bei einer Unternehmensbefragung festgestellt. „Für die meisten Unternehmen sind die Kosten einer Migration weg von Windows einfach zu hoch, und sie fallen mehr ins Gewicht als die Vorteile, die Firmen mit Linux zu erzielen hoffen“, erklärt ein Gartner-Analyst.

Eine ganze Palette von Nachteilen, so die Meinung der Analysten, treiben die Migrationskosten in die Höhe und verhindern die Ausbreitung von Linux-Desktops. Dazu gehören fehlendes Linux-Know-how in den Firmen, zu wenig branchenspezifische Anwendungen und viele Applikationen, für die es kein Linux-Gegenstück gibt.

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