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Konsolentipps

Schnell und flexibel: Auf der Konsole arbeiten Sie direkt am System - ohne dass eine grafische Oberfläche Sie ausbremst. Hier nutzen Sie sämtliche Optionen der Tools und erledigen wichtige Administrationsaufgaben.

Von Liane M. Dubowy , Jörg Thoma und Thomas Stallinger

Eine textbasierte Konsole steht Ihnen auf jedem Linux-System zur Verfügung – egal, ob Desktop-Linux oder root-Server. Wer die gängigsten Befehle kennt, weiß sich zu helfen, wenn mal per Mausklick gar nichts mehr geht. Schon der Aufruf eines Programms in einem Terminal-Fenster liefert hilfreiche Hinweise, wenn etwa ein grafisches Tool sich beim Aufruf per Menü einfach nicht blicken lässt.

Und nicht zu vergessen: Die Kommandozeile ist Ihr bester Freund in schwierigen Zeiten und steht noch zur Verfügung, wenn sonst gar nichts mehr geht. Läuft etwa bei der Installation neuer Grafiktreiber etwas schief, lässt sich der X-Server oft nicht so ohne Weiteres wieder starten.
Ein fehlerhaftes Update kann Sie ebenfalls um den Komfort der grafischen Oberfläche bringen. Auch bei der Konfiguration und Verwaltung Ihres Linux-Systems kommen Sie mit wenigen Befehlen auf der Kommandozeile oft direkter und schneller ans Ziel. Schicke grafische Oberflächen sind häufig sowieso nur Front-Ends für ein oder mehrere Konsolen-Tools. Und sie bieten oft nicht einmal alle verfügbaren Optionen. Möchten Sie diese nutzen, müssen Sie auf ein Terminal-Fenster zurückgreifen.

Wichtig: Melden Sie sich aus Sicherheitsgründen stets als normaler Benutzer an der grafischen Oberfläche (etwa KDE oder Gnome) an. Nur für die Systemadministration oder zur Installation neuer Software benötigen Sie Administratorrechte. Dafür öffnen Sie dann einfach ein Terminal-Fenster auf der Desktop-Oberfläche. Meist stehen im Menü unter „System, Terminals“ gleich mehrere zur Auswahl. Unter KDE heißt das Standard-Terminal ganz einfach Konsole, Gnome setzt auf das Gnome-Terminal, xterm gibt es wiederum auf fast jedem System.

Rufen Sie beispielsweise mit der Tastenkombination Alt-F2 ein Terminal-Programm wie „xterm“, „konsole“ oder „gnome-terminal“ auf. Tippen Sie den Namen des gewünschten Terminal-Programms in das Dialogfenster, und bestätigen Sie mit „OK“. Alternativ klicken Sie auf das entsprechende Symbol auf dem Panel (Gnome) oder der Kontrollleiste (KDE), das meist die Form eines Bildschirms hat.
Um sich im nun geöffneten Terminal-Fenster als Systemverwalter root anzumelden, tippen Sie
„su -“ (unter Ubuntu „sudo su“) ein und geben anschließend das root-Passwort ein. Unter Ubuntu tippen Sie einfach Ihr normales Benutzerkennwort ein.

Wenn Ihnen ein Terminal-Fenster zu klein ist, können Sie stattdessen parallel zum Desktop eine Konsolensitzung starten. Drücken Sie dazu beispielsweise die Tastenkombination Strg-Alt-F4, dann landen Sie an einem schwarzen Bildschirm mit Eingabe-Prompt. Hier melden Sie sich als Benutzer root mit dem zugehörigen Passwort an. Diese Konsolensitzung läuft nun parallel zu Ihrer Sitzung an der grafischen Oberfläche. Mit Strg-Alt-F7 gelangen Sie zurück zu KDE oder Gnome.

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