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Konsolen-Tricks

02.10.2007 | 08:25 Uhr |

Mehr Optionen, schnell und auf jedem System vorhanden: Das Einarbeiten in die textbasierte Konsole lohnt sich. Hier konfigurieren Sie etwa Zugriffsrechte und holen noch mehr aus Ihrem System heraus.

Eine textbasierte Konsole steht Ihnen auf jedem Linux-System zur Verfügung – egal, ob Desktop-Linux oder root-Server. Wer die gängigsten Befehle kennt, weiß sich zu helfen, wenn mal per Mausklick gar nichts mehr geht. Schon der Aufruf eines Programms in einem Terminal-Fenster liefert hilfreiche Hinweise, wenn etwa ein grafisches Tool sich beim Aufruf per Menü einfach nicht blicken lässt. Und nicht zu vergessen: Die Kommandozeile ist Ihr bester Freund in schwierigen Zeiten und steht auch noch zur Verfügung, wenn sonst gar nichts mehr geht. Läuft etwa bei der Installation neuer Grafiktreiber etwas schief, lässt sich der X-Server oft nicht so ohne Weiteres wieder starten.

Aber auch ein fehlerhaftes Update kann Sie um den Komfort der grafischen Oberfläche bringen. Und bei der Konfiguration und Verwaltung Ihres Linux-Systems kommen Sie mit wenigen Befehlen auf der Kommandozeile oft direkter und schneller ans Ziel. Schicke grafische Oberflächen sind häufig sowieso nur Front-Ends für ein oder mehrere Konsolen-Tools. Sie bieten häufig nicht einmal alle verfügbaren Optionen. Wenn Sie sie nutzen möchten, müssen Sie auf ein Terminal-Fenster zurückgreifen.

Grundlagen

Wichtig: Melden Sie sich aus Sicherheitsgründen stets als normaler Benutzer an der grafischen Oberfläche (etwa KDE oder Gnome) an. Nur für die Systemadministration oder zur Installation neuer Software benötigen Sie Administratorrechte. Dafür öffnen Sie dann einfach ein Terminal-Fenster auf der Desktop-Oberfläche. Meist stehen im Menü unter „System, Terminals“ gleich mehrere zur Auswahl.

Rufen Sie beispielsweise mit der Tastenkombination <Alt>-<F2> ein Terminal-Programm wie „xterm“ oder unter KDE „konsole“ auf. Tippen Sie den Namen des Terminal-Programms in das Dialogfenster ein, und bestätigen Sie mit „OK“. Alternativ klicken Sie auf das entsprechende Symbol auf dem Panel (Gnome) oder der Kontrollleiste (KDE), das meist die Form eines Bildschirms hat.

Um sich im nun geöffneten Terminal-Fenster als Systemverwalter root anzumelden, tippen Sie den Befehl „su -“ (unter Ubuntu „sudo su“) ein und geben anschließend das root-Passwort ein.

Wenn Ihnen ein Terminal-Fenster zu klein ist, können Sie stattdessen parallel zum Desktop eine Konsolensitzung starten. Drücken Sie dazu beispielsweise die Tastenkombination <Strg>-<Alt>-<F4>, dann landen Sie an einem schwarzen Bildschirm mit Eingabe-Prompt. Hier melden Sie sich als Benutzer root mit dem zugehörigen Passwort an.

Diese Konsolensitzung läuft nun parallel zu Ihrer Sitzung an der grafischen Oberfläche. Mit <Strg>-<Alt>-<F7> gelangen Sie zurück zu KDE oder Gnome.

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