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Linux: Fehlermeldungen nachträglich kontrollieren

17.11.2004 | 10:50 Uhr |

Sie erhalten beim Start von Linux eine Fehlermeldung. Diese läuft jedoch so schnell nach oben, dass Sie sie nicht richtig lesen können. Sie wollen wissen, um welchen Fehler es sich handelt. Linux erstellt bei jedem Start eine Logdatei, in der Sie alle Meldungen auch noch später in Ruhe nachlesen können. In jeder Distribution funktioniert das jedoch etwas anders. Wir zeigen Ihnen wie.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Sie erhalten beim Start von Linux eine Fehlermeldung. Diese läuft jedoch so schnell nach oben, dass Sie sie nicht richtig lesen können. Sie wollen wissen, um welchen Fehler es sich handelt.

Lösung:

Linux erstellt bei jedem Start eine Logdatei, in der Sie alle Meldungen auch noch später in Ruhe nachlesen können. In jeder Distribution funktioniert das jedoch etwas anders.

Bei Suse Linux befinden sich die Meldungen in der Datei /var/log/boot.msg. Sie lassen sich mit einem beliebigen Editor oder auf der Kommandozeile mit dem Befehl "less“ betrachten. Die im selben Verzeichnis liegende Datei /var/log/boot.omsg enthält alle Meldungen, die das System beim letzten Shutdown ausgab.

Unter Fedora müssen Sie als root angemeldet sein, um die Logdatei des Systemstarts sehen zu können. Sie heißt hier /var/log/boot.log, ansehen können Sie sie auf die gleiche Weise wie bei Suse Linux.

Debian legt in der Standardkonfiguration keine Logdatei an. Das gilt ebenso für das davon abgeleitete Knoppix, wenn es auf Festplatte installiert ist. Um das zu ändern, fügen Sie hier als root in die Datei /etc/default/bootlogd an beliebiger Stelle die Zeile

BOOTLOGD_ENABLE=Yes

ein. Die Logdatei heißt dann /var/log/boot. Auch hier müssen Sie als root angemeldet sein, um die Datei lesen zu dürfen. Außerdem darf sie jeder Benutzer öffnen, der sich in der Gruppe "adm“ befindet. Um einen normalen Benutzer der Gruppe hinzuzufügen, melden Sie sich als root an und geben ein:

adduser <Benutzer> adm

Beim nächsten Systemstart wird die Logdatei jeweils überschrieben. Linux benennt sie aber zuvor um, so dass sie erhalten bleibt. Die Dateien erhalten laufende Nummern: Aus der alten boot.log wird die Datei boot.log.0, aus der alten boot.log.0 wird boot.log.1 und so weiter. So können Sie verschiedene Bootvorgänge vergleichen, Das ist praktisch, wenn ein Problem auftritt, das beim vorigen Start noch nicht vorhanden war.

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