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Linux: Dienste beim Systemstart konfigurieren

Sie möchten festlegen, welche Dienste beim Start von Linux aktiviert werden sollen, damit wirklich nur die von Ihnen gewünschten laufen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Problem lösen können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Sie möchten festlegen, welche Dienste beim Start von Linux aktiviert werden sollen, damit wirklich nur die von Ihnen gewünschten laufen.

Lösung:

Unter Suse rufen Sie aus dem KDE-Menü unter "System“ das Konfigurationswerkzeug Yast auf und gehen zum Abschnitt "System, Runlevel-Editor“. Hier können Sie pro Dienst wählen, ob er beim Booten gestartet werden soll oder nicht. Darüber hinaus startet oder stoppt Yast dabei den betreffenden Dienst sofort. Andere Distributionen wie Fedora verwenden das Kommandozeilen-Zool "chkconfig“. Wenn Sie ein Terminal-Fenster öffnen und sich mit "su“ als root anmelden, zeigt das Tool bei seiner Ausführung sämtliche installierten Dienste mit dem Status "on“ oder "off“ an. Indem Sie den Dienst und als Parameter seinen gewünschten Status angeben, können Sie diesen ändern: So schaltet etwa

chkconfig apache on

den Webserver Apache für den nächsten Start aktiv; wählen Sie "off“ statt "on“, startet er beim Booten nicht mehr. "chkconfig“ ändert allerdings nicht den momentanen Status des Dienstes. Ihn müssen Sie manuell über die Scripts in /etc/init.d ändern, etwa

/etc/init.d/apache start

für den Start von Apache. Um ihn abzuschalten, geben Sie "stop“ statt "start“ ein.

Unter Debian verwenden Sie statt "chkconfig“ das Programm "rcconf“, bei dem Sie die Dienste in einer Textmodus-Oberfläche per Checkbox deaktivieren oder aktivieren.

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