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Linux-Crashkurs: Das sollten XP-Umsteiger wissen

04.07.2014 | 09:05 Uhr |

Umsteiger sind regelmäßig überrascht über das einfache Linux-Setup und den Komfort des neuen Systems. Was aber nicht heißt, dass der Alltag ruckelfrei verliefe: Dieser Beitrag beantwortet verbreitete Fragen von Linux-Neulingen.

Linux auf einem bisherigen XP-Rechner? Microsoft hat da eine klar andere Weltsicht : „Auf einigen älteren Computern kann Windows 8.1 […] ausgeführt werden […] Wenn Windows 8.1 [...] nicht ausgeführt werden kann, ist es möglicherweise Zeit, einen neuen zu kaufen.“ Nun ist ein neuer PC gelegentlich eine erfreuliche Anschaffung, aber dies so alternativlos darzustellen, hat dreiste Größe: Ubuntubasierte Systeme (Ubuntu, Xubuntu, Lubuntu, Mint, Bodhi) lassen sich solo oder parallel sehr leicht installieren. Ubuntu 14.04 LTS macht da keine Ausnahme und bedient mit Xubuntu und Lubuntu auch ältere PCs bestens. Freilich erweist sich im Alltag, dass ein Ubuntu anders ist als Windows. Einige Umsteigerhürden hoffen wir mit folgenden Seiten zu beheben.

System-Tools für Ubuntu & Co.

Mit die häufigste Umsteigerfrage betrifft notwendige Nachinstallationen von Systemprogrammen. Insbesondere Antiviren-Software und Defragmentierer haben Windows-Nutzer als Pflicht verinnerlicht. Unter Linux ist beides nicht erforderlich – jedenfalls nicht auf Desktop-PCs und Notebooks.

Es gibt Linux-Antiviren-Software (etwa Clam AV ), die hat aber vorrangig die Aufgabe, auf Linux-Servern die Daten von Windows- Nutzern zu prüfen.

Pflicht für Unity: Dieses Zusatzprogramm macht die mager anpassbare Ubuntu-Oberfläche deutlich offener für optische und funktionale Konfigurationswünsche.
Vergrößern Pflicht für Unity: Dieses Zusatzprogramm macht die mager anpassbare Ubuntu-Oberfläche deutlich offener für optische und funktionale Konfigurationswünsche.

Linux Mint bietet ab Installation ein vollständiges System mit wenig Ergänzungsbedarf. Etwas anders steht es mit Ubuntu: Das Unity-Tweak-Tool sollten Sie in jedem Fall nachinstallieren. Sie finden es im Ubuntu Software-Center etwa mit der Sucheingabe tweak und nach der Installation über die Dash- Suche ebenfalls mit tweak. Neben optischen Spielereien gibt es unter „Fensterverwaltung > Aktive Ecken“ die Möglichkeit, die Desktop-Ecken als Programmstarter zu definieren oder damit eine Fensterübersicht einzublenden. Eine weitere wichtige Anpassungsoption des Tweak-Tools ist der Skalierungsfaktor der Systemschrift unter „Schriften“.

Wer statt der Dash-Suche ein klassisches Menü bevorzugt, kann dies auch unter Ubuntu haben: Sie finden die Erweiterung „ClassicMenu-Indikator“ im Ubuntu Software-Center mit der Eingabe indikator. Nach der Installation zeigt sich das Menüsymbol im Hauptpanel rechts oben und klappt ein hierarchisch gegliedertes Programmangebot aus.

Die besten Umsteigersysteme von Linux

Bequemer als Terminal- Kommandos: Der Dateimanager (Nemo) erhält beim Start erhöhte Rechte. Diese gelten, bis Sie das Programm wieder schließen.
Vergrößern Bequemer als Terminal- Kommandos: Der Dateimanager (Nemo) erhält beim Start erhöhte Rechte. Diese gelten, bis Sie das Programm wieder schließen.

Dateimanager als root

Außerhalb vom Verzeichnis „/home“ darf der normale User nicht viel: Wenn Sie mit dem Dateimanager im Dateisystem spazieren gehen, erkennen Sie das daran, dass die Optionen „Ordner/Datei anlegen“ meist inaktiv sind. Anders als unter Windows oder Mac-OS gibt es auch keine Möglichkeit an der grafischen Oberfläche, ein Programm wie den Dateimanager als Administrator zu starten. Natürlich kann man auf das Terminal ausweichen und dort Dateiaktionen mit sudo ausführen. Für Einsteiger ist es aber einfacher, dem Dateimanager root-Rechte zu geben und die Aktionen dann damit ausführen:

sudo nautilus  

Manche Dateimanager zeigen die erhöhten Rechte freundlicherweise an – so etwa Nemo unter Linux Mint.

Navigation im Dateisystem

Der Gang zur obersten Ebene im Dateimanager ist für Windows-Umsteiger ernüchternd: Die Root-Ebene, in der Navigationsspalte des Dateimanagers auch als „Dateisystem“ oder „Rechner“ erreichbar, zeigt nicht die angeschlossenen Datenträger, sondern die Ordnerstruktur des Linux-Systems. Datenträger wie USB-Laufwerke oder SD-Karten sind im Prinzip an beliebiger Stelle eingehängt (meistens aber unter „/media“ oder „/mnt“).

Die Geräte: Es ist nur ein Frage der Gewöhnung: Nutzen Sie beim Zugriff auf Ihre Laufwerke in der Seitenleiste des Dateimanagers die Rubrik „Geräte“. Diese zeigt alle Datenträger mit ihrer Label-Bezeichnung. Der Mountpunkt im Dateisystem muss Sie dabei nicht interessieren, wird aber bei darüber gehaltenem Mauszeiger automatisch eingeblendet, sobald ein Datenträger gemountet ist. Das Mounten erfolgt durch Mausklick auf das „Gerät“. Die Seitenleiste des Dateimanagers ist daher unentbehrlich: In Ubuntu wie Linux Mint blenden Sie diese mit F9 ein und aus.

Das Home-Verzeichnis: Was Windows unter „Eigene Dateien“ speichert, finden Sie unter Linux im Verzeichnis „/home“. In der Seitenleiste des Dateimanagers wird dies typischerweise nicht als „Home“, sondern mit Ihrem Benutzernamen angezeigt. Ähnlich wie unter Windows haben Sie hier sämtliche Rechte, ohne sich dazu etwa mit sudo zum Administrator erheben zu müssen. Alle Benutzerdateien und Downloads landen ebenso dort wie die Konfigurationseinstellungen von Software. Letztere bleiben standardmäßig versteckt, lassen sich aber bei fast allen Dateimanagern mit dem Hotkey Strg-H einblenden.

Kein Rechteproblem: Linux und Windows haben unterschiedliche Dateinamenskonventionen. Der Windows-Server stört sich nur am Doppelpunkt im Namen.
Vergrößern Kein Rechteproblem: Linux und Windows haben unterschiedliche Dateinamenskonventionen. Der Windows-Server stört sich nur am Doppelpunkt im Namen.

Vorsicht mit Dateinamen

Unix-Dateinamen sind Case-sensitive: „Data.odt“, „data.odt“ und „DATA. ODT“ sind hier drei verschiedene Dateien, die alle im selben Verzeichnis existieren können. Wer nach „*.odt“ sucht, findet „Data.odt“ und „data. odt“, nicht aber „DATA.ODT“. Das betrifft auch die automatische Erweiterung des Terminals mit der Tab-Taste: Wenn Sie „da“ eintippen und anschließend die Tab-Taste, wird das Terminal die Eingabe automatisch zu „data.odt“ erweitern, jedoch nicht reagieren, wenn eine „Data.odt“ vorliegt.

Weitere Unterschiede betreffen Sonderzeichen im Dateinamen: Windows-Umsteiger, die Dateien zwischen Linux und Windows austauschen wollen, werden früher oder später auf „Fehler beim Kopieren“ treffen. Dabei muss es sich nicht um ein Rechteproblem handeln, sondern kann die viel trivialere Ursache haben, dass der Dateiname nicht Windows-konform ist. Doppelpunkt (:), Längsstrich (|) Anführungszeichen („), Fragezeichen (?) und Backslash (\) sind in Dateinamen unter Linux erlaubt, unter Windows nicht und führen zu besagten Fehlern. Da Linux beim Kopiervorgang genauso reagiert wie bei einem Rechteproblem, ist es gut, sich diese Fehlerursache bewusst zu halten: Datei unter Linux umbenennen, und das Problem ist gelöst.

Dateitypen mit Programmen verknüpfen: In Ubuntu ist der Vorgang etwas verwirrend, weil ein Umweg über die „Eigenschaften“ des Dateiobjekts nötig ist.
Vergrößern Dateitypen mit Programmen verknüpfen: In Ubuntu ist der Vorgang etwas verwirrend, weil ein Umweg über die „Eigenschaften“ des Dateiobjekts nötig ist.

Dateitypen verknüpfen

Welches Standardprogramm für welchen Dateityp zuständig ist und diesen beim Doppelklick öffnet, lässt sich unter Linux genauso festlegen wie unter Windows. Der naheliegende Weg führt in die „Systemeinstellungen“: In Linux Mint finden Sie dort den Punkt „Anwendungen und Wechseldatenträger“. In Ubuntu ist der Punkt etwas verirrt unter „Systemeinstellungen > Informationen > Vorgabeanwendungen“. Wie Sie dort feststellen werden, führt das allerdings nicht in die Tiefe: Hier lassen sich nur ganz wichtige Standards wie Browser, Mailprogramm oder Bildbetrachter definieren.

Genauere Zuweisungen erledigen Sie direkt mit dem jeweiligen Dateityp: Unter Linux Mint ist das erneut logischer gelöst. Wenn Sie nach Rechtsklick „Öffnen mit > Andere Anwendung“ wählen, erhalten Sie unter dem Auswahlfenster der vorhandenen Programme die Schaltfläche „Als Standard festlegen“. Unter Ubuntu ist „Öffnen mit > Andere Anwendung“ hingegen nur eine temporäre Angelegenheit. Um eine Zuweisung dauerhaft zu definieren, müssen Sie das Kontextmenü „Eigenschaften > Öffnen mit“ verwenden. Hier gibt es dann den gesuchten Punkt „Als Vorgabe festlegen“.

Eine globale Zentrale für Dateizuordnungen bieten die meisten Oberflächen nicht. Eine Ausnahme ist der XFCE-Desktop. Hier finden Sie unter „Einstellungen > System“ den „Mime-Typ-Editor“.

Welches Linux ist das Richtige?

Problemloses Netzwerken: Wenn die Authentifizierung stimmt, klappt der Austausch mit Windows immer. „Domäne“ ist im Heimnetz der Rechnername des Servers.
Vergrößern Problemloses Netzwerken: Wenn die Authentifizierung stimmt, klappt der Austausch mit Windows immer. „Domäne“ ist im Heimnetz der Rechnername des Servers.

Zugriff auf Windows-Freigaben

Der Datenaustausch zwischen Linux und Windows im lokalen Netz ist unkompliziert. Am einfachsten ist es, in der Navigationsspalte („Seitenleiste“) des Dateimanagers auf „Netzwerk durchsuchen“ zu klicken und dort die gewünschte Freigabe zu suchen. Beim Zugriff durch Mausklick erscheint dann ein Dialog zur Eingabe von Benutzername und Passwort. Hier geben Sie die Authentifizierungsdaten so ein, wie sie früher auf dem Freigabe-Rechner definiert wurden. Einzige Hürde kann die Abfrage der „Domäne“ bedeuten: Da es im lokalen Heimnetz keine Domäne gibt, verwenden Sie hier stets den Namen des Freigabe-Rechners.

Die Option „Nie vergessen“, welche die Zugangsdaten permanent im „Schlüsselbund“ speichert, sollten Sie erst verwenden, wenn der Zugriff funktioniert hat und an den Zugangsdaten kein Zweifel besteht. Verwenden Sie also zunächst „Passwort sofort vergessen“, bei erfolgreichem Zugriff später dann dieselben Daten und „Nie vergessen“.

Programm-Starter am Desktop

Programm-Verknüpfungen am Desktop sind unter Ubuntu nicht vorgesehen, unter Linux Mint schon: Sie heißen unter Mint „Programm-Starter“ und lassen sich nach Rechtsklick am Desktop (und überall) mit der Option „Neuen Starter hier erstellen“ einrichten. Icon und Name sind frei wählbar, beim „Command“ müssen Sie aber den Programmaufruf kennen. Dabei können Sie sich an den Starter-Dateien unter „/usr/share/applications“ orientieren: Wenn Sie sich hier etwa das Dateiobjekt „LibreOffice Calc“ nach Rechtsklick und „Eigenschaften“ näher anschauen, finden Sie als „Befehl“ den Eintrag „libreoffice –calc %U“. Dieser Befehl eignet sich dann als „Command“ für den Starter.

Natürlich ist es auch möglich, sich einen der vorgegebenen Starter unter „/usr/share/applications“ einfach direkt auf den Desktop zu holen. Dazu kopieren Sie das Dateiobjekt und fügen es am Desktop ein. Dieser Weg funktioniert übrigens auch unter Ubuntu.

Diese Methode erlaubt es dann auch, Links zu Favoriten-Ordnern am Desktop anzulegen: Dazu kopieren Sie einfach den Dateimanager-Starter („Dateien“) auf den Desktop und ändern dann via „Eigenschaften“ den eingetragenen Befehl – etwa:

nautilus –new-window /media/Filme  

Unter Linux Mint heißt der Standard- Dateimanager übrigens „Nemo“ statt „Nautilus“.

Programmfehlern auf der Spur

Startet ein Programm zu langsam, stürzt ab oder schließt nicht korrekt, so gibt es unter Linux eine bewährte Diagnose: Starten Sie es nicht über die grafische Oberfläche, sondern mit dem Terminal. Dann erhalten Sie im Terminal Status- und Fehlermeldungen.

Wenn Sie den Programmnamen nicht kennen, können Sie ihn in der „Systemüberwachung“ unter „Prozesse“ ermitteln (während das Programm läuft). Eine gezielte Möglichkeit, den Namen eines laufenden Programms zu ermitteln, ist der folegende Terminal-Befehl:

xprop | awk '/CLASS/'  

Wenn Sie den in ein Kreuz verwandelten Mauszeiger nun in das Programmfenster setzen, zeigt das Terminal den Programmnamen.

Grafische Oberfläche aus- und einschalten

Nach Hängern am Desktop sollten Sie das System nicht mit dem Power-Schalter gewaltsam beenden. Linux bietet mehrere Methoden, die Oberfläche neu zu starten. Hier die wichtigsten:

Versuchen Sie es mit der Tastenkombination Alt-Druck-K. Die beendet unter anderem den X-Server, also die grafische Oberfläche, und führt zurück zum Anmeldebildschirm. Leider sind diese Kernel-Hotkeys mit Alt-Druck in einigen Distributionen nicht aktiv. Sie sollten diese unbedingt scharf schalten. Mit dem Terminal-Befehl

sudo gedit /etc/sysctl.conf  

editieren Sie die maßgebliche Datei. Suchen Sie nach „kernel.sysrq“. Entfernen Sie gegebenenfalls das führende Kommentarzeichen „#“, und setzen Sie den Wert auf „1“. Sollte die Datei „sysctl. conf“ den Eintrag nicht anbieten, gibt es dort zumindest den Verweis, wo die übrigen Systemvariablen zu finden sind („/etc/sysctl.d/“). Dort finden Sie dann eine Datei „magic-sysrq.conf“, die den Eintrag „kernel.sysrq“ enthält. Eine Alternative ist es, den Display-Manager zu beenden und neu zu starten. Dazu müssen Sie den Manager Ihres Systems kennen: Unter Ubuntu ist es standardmäßig „lightdm“, unter Linux Mint „mdm“. Im Problemfall wechseln Sie mit Strg-Alt-F2 auf die textbasierte Konsole. Beenden Sie dann mit

sudo service lightdm stop  

den Systemdienst lightdm (unter Mint mdm) und starten ihn mit

sudo service lightdm start  

neu. Damit landen Sie wieder auf dem Anmeldebildschirm.

Linux-Komfort: Welcher Desktop passt zu Ihnen?

Paketabhängigkeiten: Solche Hinweise bei Deinstallationen sollten Sie immer genau prüfen und im Zweifel „Abbrechen“.
Vergrößern Paketabhängigkeiten: Solche Hinweise bei Deinstallationen sollten Sie immer genau prüfen und im Zweifel „Abbrechen“.

Software-Installation unter Ubuntu/Mint

Software suchen und nachinstallieren ist für Umsteiger eine große Umstellung. Linux-Software kommt immer aus den Paketquellen (Repositories) der Distribution.

Das ist eine technische Einschränkung, andererseits ein großer Sicherheitsvorteil gegenüber Setup-Programmen aus beliebiger Quelle, wie unter Windows üblich. Unerfahrene Umsteiger, die sich ausschließlich im Software-Center der Distribution bedienen, sind auf der sicheren Seite.

Lediglich beim Entfernen von Programmen über das Software-Center ist Vorsicht geboten: Eventuell erscheint dabei ein Fenster mit der Warnung „[…] müssen folgende Pakete ebenfalls entfernt werden“. Bei den angezeigten Paketen handelt es sich um abhängige Komponenten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie diese Software noch brauchen, sollten Sie „Abbrechen“. Die Deinstallation eines kleinen System-Tools kann eine komplette Desktop-Oberfläche mitreißen, wenn Sie Paketabhängigkeiten nicht ernst nehmen.

Hardware-Treiber: Herstellertreiber insbesondere für Grafikkarten und Chips installieren Sie unter Ubuntu über „Systemeinstellungen > Software & Aktualisierungen > Zusätzliche Treiber“ nach. Unter Linux Mint gibt es dafür in den „Systemeinstellungen“ den Extra-Punkt „Gerätetreiber“.

Software jenseits der Repositories: Manche Entwickler stellen auf ihrer Website oder auf https://launchpad.net eigene Paketquellen zur Verfügung. Das sind dann in puncto (Un-)Sicherheit fast schon Windows-ähnliche Verhältnisse, doch ist die Installation aus solchen Quellen sicher vertretbar, wenn die Quelle selbst oder die Empfehlung seriös ist. Eine solche Fremdquelle müssen Sie außerdem noch mit root-Rechten am System anmelden:

sudo add-apt-repository [Internet-URL]  sudo apt-get update  

Erst dann lässt sich das Paket mit sudo apt-get install [Paketname] installieren.

DEB und RPM: Einsteigerfreundliche Linux-Systeme stehen fast allesamt auf Debian-Basis und nutzen DEB-Installationspakete. Daneben gibt es Systeme wie Open Suse und Fedora, die das RPM-Format („Red Hat Package Manager“) verwenden. Die Unterschiede sind nicht fundamental, daher kann theoretisch auch die Installation eines RPM-Pakets unter einem Ubuntu oder Mint mit

sudo apt-get install [rpm-Paket]  

gelingen. Dies ist aber rein experimentell. Wahrscheinlicher wird der Erfolg mit dem Kommandozeilen-Tool „alien“, das RPM-Pakete in DEB-Pakete konvertieren kann. Beides ist aber nur erfahrenen Nutzern zu empfehlen.

Dist-Upgrade und System-Upgrade: Der Terminalbefehl „dist-upgrade“ bringt das bestehende System auf den neuesten Stand, macht aber kein System-Upgrade.
Vergrößern Dist-Upgrade und System-Upgrade: Der Terminalbefehl „dist-upgrade“ bringt das bestehende System auf den neuesten Stand, macht aber kein System-Upgrade.

Terminal-„Upgrade“ ist kein Upgrade

Ubuntu unterstützt das System-Upgrade auf eine neuere Version, etwa von 13.10 auf 14.04 LTS. Bei Standardeinstellungen bietet Ubuntu dieses Upgrade automatisch an. Falls die „Systemaktualisierung“ nicht automatisch erscheint, aktivieren Sie die Option unter „Systemeinstellungen > Software & Aktualisierungen > Aktualisierungen > Über neue Ubuntu-Versionen benachrichtigen“. Hier sollte am besten „Für Langzeitunterstützungsversionen“ eingestellt sein.

Über die Kommandozeile lässt sich hingegen kein Upgrade auslösen: Der Befehl

apt-get dist-upgrade

gilt für alle Debian-basierten Linux-Systeme, also auch für solche, die wie Linux Mint gar kein System-Upgrade unterstützen. Der Befehl ist komfortabel, um System und Programme auf den neuesten Stand zu bringen. Ein Upgrade auf eine neue Systemversion findet dabei aber nicht statt.

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