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Lidl-Notebook Targa Visionary XP-210 2800+

09.03.2004 | 00:12 Uhr |

Lidls Hauslieferant Targa setzt weiterhin auf AMD-Prozessoren und tritt damit gegen die Medion-Intel-Kombination von Aldi an.

Knapp drei Wochen nach Aldi meldet sich auch Discounter-Konkurrent Lidl mit einem Notebook-Angebot zurück: Ab Samstag, den 13.März, gibt es das Targa Visionary XP-210 2800+ für 1299 Euro in den Lidl-Filialen in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Niedersachsen sowie teilweise in Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Wir haben das Discounter-Gerät im Test und sagen Ihnen, wie es gegen die Konkurrenz von Aldi und Media-Markt abschneidet.

Lidls Hauslieferant Targa setzt weiterhin auf AMD-Prozessoren und tritt damit gegen die Medion-Intel-Kombination von Aldi an. Im Vergleich zu den Lidl-Notebooks aus dem Herbst 2003 hat sich wenig getan: Das Basisgerät stammt wieder vom taiwanischen Fertiger Uniwill - es ist das gleiche Modell, das dem Targa Visionary XP II zugrunde lag, das Lidl im September 2003 verkaufte.

Targa baut jetzt einen leicht höher getakteten Prozessor ein: Im neuen Lidl-Notebook arbeitet ein AMD Mobile Athlon XP-M 2800+, der mit 2,13 GHz läuft - im Vorgänger tat noch das Modell 2500+ (1,8 GHz) seinen Dienst. Als Arbeitsspeicher nutzt das Targa-Notebook übrigens normale DDR-SDRAM-Dimms, also nicht den speziellen und stromsparenderen Notebook-Speicher im SO-Dimm-Format. Da noch ein Steckplatz frei ist, lässt sich der Speicher des Visionary XP-210 also relativ einfach und kostengünstig aufrüsten.

Auch beim Brenner hat Targa nachgebessert: Mit dem GWA-4040N kommt ein Multiformat-Schreiber für DVD+/-RW zum Einsatz - übrigens der gleiche Brenner, der auch im Aldi-Notebook vom Februar steckt.

Ansonsten ist die Ausstattung unverändert: eine ausreichend große 60-GB-Festplatte, der schnelle Grafikchip Mobility Radeon 9600 von ATI und ein gutes Schnittstellen-Angebot, unter anderem mit drei USB-2.0-Ports und einer Schnittstelle für Speicherkarten (SD-/Multimedia-/Smartmedia-Karte/Memory Stick). Serieller und Infrarot-Anschluss fehlen. WLAN nach dem Standard 802.11b lässt sich über die beiliegende PC-Card nachrüsten. Das Visionary XP-210 verfügt aber nur über einen PC-Card-Slot: Der ebenfalls als PC-Card mitgelieferte Reader für Compact-Flash-Speicherkarten (Typ I) lässt sich also nicht parallel mit der WLAN-Karte einsetzen.

Wie fast immer bei Discounter-Angeboten ist der Software-Lieferumfang üppig: Unter anderem legt Lidl das Programm-Paket Microsoft Works Suite 2004, die Videoschnitt-Software Pinnacle Studio 8 SE und das Auskunfts-Programm Klicktel 2003 bei.

Bei den Ausstattungsdaten hält das Visionary XP-210 mit dem 160 Euro teureren Aldi-Notebook MD41300 gut mit: Zwar ist der Prozessor niedriger getaktet und langsamer, dafür besitzt das Lidl-Notebook die schnellere Grafikkarte. Der DVD-Brenner ist bei beiden Geräten das gleiche Modell, die Festplatte hat die gleiche Kapazität. Auch bei Displaygröße und Bildauflösung unterscheiden sich die Discounter-Konkurrenten nicht. Bei den Schnittstellen ist das Aldi-Notebook etwas besser ausgestattet: Es hat zwar keinen Parallel-Port, dafür aber serielle und Infrarot-Schnittstelle sowie einen USB-Anschluss mehr. Darüber hinaus ist die Schnittstelle für Compact-Flash-Speicherkarten sowie ein schnelleres WLAN (802.11g) bereits integriert und muss nicht wie bei Lidl per PC-Card nachgerüstet werden. Außerdem macht Lidl den Schritt in Richtung Multimedia-Notebook nicht mit, den Aldi/Medion mit dem TV-Tuner-Modul im MD41300 getan haben.

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