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Rechnungen online schreiben mit Lexlive

05.05.2009 | 15:45 Uhr |

Lexware bietet einen neuen Software as a Service an: Ein Online-Portal, mit dem Selbstständige und Kleinstunternehmen ihr gesamtes Rechnungswesen erledigen können. Bis Ende 2009 kann Lexlive.de kostenlos getestet werden.

Lexwares neues Online-Portal www.lexlive.de richtet sich an Freelancer, Freiberufler, Handwerker, 1-Mann- beziehungsweise 1-Frau-Betriebe und an alle Arten von KKUs, die Rechnungen schreiben müssen. Und das müssen nahezu alle Firmen.

Das komplett webbasierte Portal soll alle traditionellen Formen der Rechnungserstellung ersetzen. Ob der Schreiner seine Rechnungen noch von Hand auf einem Rechnungsblock schreibt oder der Buchhändler Microsoft Word dafür benutzt - all das soll durch den Software as a Service (Saas) Lexlive ersetzt werden. Dafür muss der Kleinunternehmer keinerlei Software auf seinem Windows oder Linux-PC oder Mac installieren. Nur ein gängiger Browser (Internet Explorer, Firefox, Opera; Safari derzeit wohl noch nicht vollständig) mit aktiviertem Javascript wird benötigt. Sofern das Flash-Plugin vorhanden ist, lassen sich auch die Demo-Videos mit dem Videoberater starten. Javascript muss aktiviert sein, weil das Frontend mit AJAX arbeitet - und das geht wirklich flott und sehr intuitiv, wie uns die Vorführung durch Lexware zeigte. Die technische Basis wurde mit ASP.net und Microsoft SQL-Server realisiert.

Alle Daten, die der Kunde im Browser eingibt, werden via Internet auf den Server übertragen. Bei Lexlive handelt es sich als um ein weiteres Beispiel für das immer heftiger propagierte Cloud Computing (wie es Amazon, Google und allmählich auch Microsoft mit Azure oder mit einem webbasierten Exchange) bereits anbieten. Lexware kümmert sich nicht selbst um das Server-Hosting, sondern hat einen spezialisierten Dienstleister in Deutschland damit beauftragt, die Server sollen dementsprechend auch in Deutschland stehen.

Lexware demonstrierte die Funktionsweise von Lexlive heute in München. Die mit AJAX realisierte Oberfläche reagiert umgehend auf Mausaktionen und macht einen intuitiven Eindruck. Wenn man eine Rechnung schreiben will, wählt man das betreffende Menü - sofort erscheint ein virtuelles Rechnungsformular. Wenn Sie mit dem Mauszeiger über die Rechnungsanschrift gehen, öffnet sich ein Eingabefeld. Hier können Sie die Kundenanschrift von Hand eingeben oder aus der sich im Hintergrund öffnenden Datenbank eine bereits vorhandene Kundenanschrift auswählen. Genauso verhält es sich mit der Auswahl der Rechnungsposten - auch hier können Sie die in Rechnung gestellten Produkte einzeln eintippen oder aus der Datenbank auswählen. Es stehen aber nur Daten zur Verfügung, die Sie bereits via Lexlive eingegeben haben - der Import vorhandener Kundendaten aus anderen Quellen ist derzeit nicht möglich. Der Export ist dagegen von Anfang an möglich, Sie können sich die Kundendaten also beispielsweise für Ihre Buchhaltung auf den PC herunterladen. Digitale Signaturen sind derzeit bei den Rechnungen nicht möglich, Lexware erklärt das damit, dass nach diesem Feature kaum Nachfrage bestünde. Das Unternehmens-Logo kann aber in die Rechnung eingefügt werden.

Wenn Sie mit dem Ausfüllen der Rechnung fertig ist, können Sie diese per Mail versenden oder ausdrucken und klassisch als Brief zustellen lassen. Die vorhandenen Daten lassen sich wie bei jeder Datenbank beliebig auswerten und statistisch aufbereiten. Als Bonbon ist eine Newsletterfunktion integriert. Anwender können also an alle in der Datenbank vorhandenen Adressen sofort Newsletter aus Lexlive heraus versenden. Um Spammer abzuschrecken ist der Newsletterversand aber eben nur an Adressen möglich, die bereits in der Datenbank erfasst sind, zusätzlich können drei Adressen von Hand eingegeben werden. Ebenfalls vorhanden ist eine Schnittstelle, um die Daten an den Steuerberater weiterzugeben - sei es in digitaler Form oder als Ausdruck.

Jeder Kunde kann genau einen Account anlegen, der dann über alle Rechte verfügt. Ein weiterer Account mit eingeschränkten Rechten, beispielsweise für einen Mitarbeiter, ist nicht möglich und entspricht laut Lexware nicht den Bedürfnissen der Zielgruppe.

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