1791281

Lesertestberichte von Quyen Hoang und Alexander Breibach

Vier Leser der PC-WELT durften das Samsung Serie 7 Chronos ausgiebig testen. Welche Erfahrungen unsere Lesertester mit dem Notebook gemacht haben, lesen Sie in deren Lesertestberichten. Plus: Video von jedem Lesertest!

In diesem Artikel finden Sie die Erfahrungsberichte samt Videos von Lesertesterin Quyen Hoang und von Lesertester Alexander Breibach (auf der zweiten Seite dieser Artikels). Hinweis: Es handelt sich bei den Lesertests um subjektive Anwenderberichte, auf deren Inhalt Samsung keinen Einfluss genommen hat. Die Artikel wurden von der Redaktion der PC-WELT nur geringfügig sprachlich überarbeitet!

Lesertestbericht von Quyen Hoang

Mein Chronos und ich - das war Liebe auf den ersten Blick. Die reinen technischen Daten hatten ja ohnehin schon mein Informatiker-Herz schneller schlagen lassen, dazu aber das auch in der Realität wirklich unglaublich schöne Design: ein Laptop aus einem Guss, elegantes Silber zusammen mit schlichtem, zeitlosen Bau, herrlich!

Ich bin ein Computer-Junkie. Einfaches und schweres wird mit ihm erledigt, sei es das Programmieren rechenintensiver Software, die Pflege sozialer Kontakte, Gaming, Modding, Reiseplanung, Klamotten-Shopping, Nudeln für den asiatischen Kochabend, ja sogar die Pizza-Bestellung heute Abend  passiert mit Hilfe meines PCs. Da ich gerne jederzeit alles machen können will, ist für mich vor allen wichtig, dass der Laptop eine vergleichbare Rechenpower wie mein Desktop-PC hat und gleichzeitig aber auch einen lang haltenden Akku. Leise, kühl bleibend und sich schnell aufladend soll er bitte auch sein. Und gut aussehen muss er, das ist ja eh klar! Gesucht habe ich einen Alleskönner zum Herzeigen.

Schauen wir mal, inwieweit ich dies mit dem Samsung Laptop gefunden habe!

Der erste Eindruck: ein edles Schmuckstück

Der Samsung 770Z5E kommt dick verpackt in einer schlichten Schachtel - also Online-Shopper, keine Sorge wegen Versandschäden! Mitgeliefert werden außerdem das dazugehörige Netzteil und die obligatorischen Benutzerheftchen und eine Quickstart-Anleitung. Eine Recovery-CD oder ähnliches liegt nicht bei, schade! Die oft vermisste Tasche fehlt mir kaum, günstige Taschen auch für 15,6 Zöller gibt es bei den gängigen Online-Shops in Hülle und Fülle. Auch sei gleich an dieser Stelle vermerkt, dass man Windows 8 mittlerweile ganz bequem ohne externe Mittel wie CD etc. neu aufsetzen kann.

Das Notebook ist gerade mal 21 mm dick. Auch das Netzteil ist kompakt, wiegt dennoch aber schon einiges, was nicht so sehr stört da man, wie ich später noch erläutern werde, es kaum mitnehmen muss. Der 15,6-Zöller passt zum Glück noch in meinen Rucksack und in meine Laptop-Tasche, jedoch wegen seiner Länge nicht mehr unbedingt in jede knapp bemessene Standard-Frauen-Tasche. Dennoch ist er leicht, sein Gewicht fällt mir beim täglichen Pendeln mit Bus und Bahn nicht wirklich negativ auf, ganz im Gegenteil bin ich mir oft nicht einmal mehr sicher, ob ich ihn dabei habe oder nicht. Für das Benutzen ohne Tisch (etwa im Zug oder auf dem Sofa) kann er bequem auf dem Schoß verbleiben ohne zu stören.

Der Laptop fühlt sich sehr stabil und wertig an. Die matte Silberfläche macht im Gegensatz zu glatten Klavierlackflächen Fingerabdrücke fast unsichtbar und wirkt sehr edel. Insgesamt ist alles sehr gut verbaut. Nichts knarzt, nichts klappert, nichts wackelt, alles ist fest, so wie es sein soll. Natürlich kann man dementsprechend z.B. den Akku nicht einfach mal so ausbauen und tauschen - musste ich aber zum Glück auch noch nie bei meinen Laptops. Für die RAM-Fans unter uns gibt es aber eine einfach zu öffnende Klappe um den Arbeitsspeicher zu erweitern.

Verbaut ist neben 2x USB 2.0 und 2x USB 3.0, VGA, HDMI, Lautsprecher/Mikrofon, Multicard, LAN und einem Stromanschuss auch ein Steckplatz für ein Sicherheitsschloss. Das ist sehr löblich, da man so den Laptop auch mal kurz irgendwo stehen lassen kann (z.B. in der Unibibliothek). Da es so dünn ist, fehlt ein DVD-Laufwerk, kein großer Nachteil wie ich finde, da man Windows auch über USB-Stick installieren kann, und ich eigentlich nie ein CD-Laufwerk am PC benötige.

Die Lautsprecher befinden sich unten, geben aber dennoch einen sehr guten Sound. Der Bass stimmt, und laut genug sind sie auch, sodass man keine externen Lautsprecher anstecken muss. Prima!

To Quyen Hoang arbeitet als Programmiererin.
Vergrößern To Quyen Hoang arbeitet als Programmiererin.

Klappen wir nun den Chronos mal auf. Dem matten Display gegenüber bin ich zunächst sehr skeptisch, ich meine matt und brillantes Bild… geht das? Ein Test mit HD-Trailern zeigt: Es geht! Das Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080px spiegelt nur bei direktem Sonnenlicht, reflektiert sonst aber kaum und ist gleichzeitig superscharf. HD-Videos zeigen sich in bester Qualität. Ebenso sind Texte total gut lesbar, und daher ist das stundenlange Schmökern auf Internetseiten und E-Books kein Problem. Wenn ich jetzt längere Texte digital lesen will nehme ich nur noch den Laptop her! Auch können seitlich stehende Personen gut auf den Bildschirm blicken, ideal also wenn man mal zu zweit einen Film anschauen will oder Gruppenarbeiten an der Uni macht. Der Nachteil: Wenn man im Zug neben anderen Leuten sitzt und vertrauliche Texte schreibt, sehen das auch die Sitznachbarn.

Die Tastatur besteht aus einzeln eingelassenen Tasten und ist ebenfalls komplett in Silbertönen gehalten. Der Aufdruck auf den Tasten ist aber dennoch gut lesbar. Das Tippen darauf fällt leicht, der Tastendruck ist gut, da nicht zu klappernd und nicht zu tief. Diesen Text und viele weitere habe ich ohne Mühe, flott auf diesem Laptop getippt. Vor allen freut es mich, dass alle Tasten einer herkömmlichen Desktop-Rechner-Tastatur vorhanden sind, so auch ganz rechts ein extra Bereich mit Numpad! Das hat mir sonst immer gefehlt an 15-Zoll-Laptops, da extra Ziffernblöcke üblicherweise erst bei den doch beträchtlich größeren 17-Zoll-Notebooks zu finden sind. Leider ist mir nach einer Woche jedoch die Pfeiltaste nach rechts rausgefallen, was allerdings kein größeres Problem war, da sie sich gleich wieder einsetzen lies. Trotzdem frage ich mich natürlich wie das überhaupt passieren konnte, nachdem ich ihn am Abend vorher eigentlich nur zugeklappt auf den Tisch gestellt habe.

Am oberen Rand des Bildschirms befinden sich zusätzlich noch eine winzige Webcam, ein genauso winziges Mikrofon und ein Helligkeitssensor. Dieser dient dem automatischen Aktivieren und Deaktivieren  der Tastaturbeleuchtung und zusätzlich wird damit auch die Helligkeit des Displays geregelt. Das Ganze lässt sich aber auch manuell einstellen. Der Automatismus funktioniert sehr gut und schnell und ist daher unglaublich praktisch wenn sich die Lichtverhältnisse ändern. Auch strahlt die Tastatur nicht zu stark, sondern gerade so, dass man sie lesen kann, ohne dies als störend zu empfinden. Als Nachtarbeiter möchte ich auf jeden Fall eine beleuchtete Tastatur nicht mehr missen.

Das Touchpad ist recht groß und hat einen eher leichten Druckpunkt, welcher aber trotzdem gut spürbar ist. Die Gestenerkennung funktioniert einwandfrei, sodass selbst ich als Mausliebhaberin und Touchpad-Verweigerin es gerne hernehme, vor allem um mit einer Zwei-Finger-Geste schnell durch Internetseiten und große Dokumente zu scrollen.

Der zweite Eindruck: Windows und knallharte Rechenpower

Nun habe ich genug von Äußerlichkeiten geschrieben, schauen wir uns also einmal die Rechenleistung an. Ich war natürlich höchst gespannt, da ich als ehemalige Informatikstudentin und frisch gebackene Softwareentwicklerin nur das Beste gewöhnt bin. Auch hatte ich meine Bedenken bezüglich des vielmals kritisierten Windows 8. 

Nachdem ich gelesen habe, dass das Notebook nur 12 Sekunden zum Hochfahren bräuchte, war ich doch erst einmal enttäuscht, als Windows erst einmal alles Mögliche wollte und ich erst nach einigen Minuten das Startmenü vor Augen hatte. Spätere Starts des PCs haben aber wirklich gerade mal so ca. 12-14 Sekunden gebraucht bis zum Windows-Anmeldebildschirm und 2-3 Sekunden um aus dem Ruhezustand wieder aufzuwachen oder den Benutzer zu wechseln. Super, wenn man beim Zugfahren öfter umsteigen muss, oder nur mal kurz was nachschauen möchte auf dem Laptop.

Das vorinstallierte Windows 8 ist zunächst sehr gewöhnungsbedürftig und insbesondere für einen Laptop ohne Touchscreen und mit dem Gedanken, dass man eigentlich nicht immer eine Maus anstecken möchte, anfangs nicht sehr intuitiv zu bedienen.  Doch nach einer Weile hat man die Tricks raus und es geht eigentlich ganz gut.

Einige Software ist bereits vorinstalliert, andere Programme warten darauf noch aktiviert zu werden. Unter anderem Adobe Photoshop Elements 11, Evernote, Jamie Oliver App, Windows Live, Office 2013, Norton Internet Security etc. Selbstverständlich meist nur als Testversion für 90 Tage. Aber zum Testen des Laptops ist es ganz nett.  Außerdem sind auch noch einige Samsung-Sachen an Board, die jetzt aber nicht so ins Gewicht fallen. Das ist gut, da man sonst wieder viel Zeit und Mühe investieren müsste um alles zu deinstallieren.

Die mit 1 TB angegebene Festplatte hat leider nur 908 GB wirklich frei (Rest ist für das Recovery reserviert), was aber mehr als ausreichend sein sollte. Natürlich wäre eine SSD schneller, jedoch für den Preis nicht mal ansatzweise so groß. Ich verzichte auf jeden Fall gerne auf das Plus an Geschwindigkeit, wenn ich dafür meine ganzen Programme und persönliche Dateien mitnehmen kann. Außerdem nehmen meine heiß geliebten Spiele und die Videobearbeitung einiges an Platz ein. Nicht zu vergessen, dass Windows-Updates, Microsoft Visual Studio usw. regelrechte Speicherplatzfresser sind.

Der Akku ist nach bereits 1,5 Stunden beziehungsweise 1 Stunde – je nachdem, ob er in Benutzung ist oder nicht - voll aufgeladen. Das ist ein großer Pluspunkt, da er so zwischendurch mal schnell aufgeladen werden kann. Das jedoch kommt nicht so oft vor, da er tatsächlich bei normaler Nutzung, sprich Internetsurfen, Office und etwas Videos gucken rund acht Stunden hält. Mehr als genug für die täglichen Zugfahrten, längere Reisen oder den Uni-Alltag.  Auch gibt der Akku eine Warnung aus, wenn die Ladung bei 10 Prozent steht. Zudem fällt positiv auf, dass man den Laptop auch getrost einmal über Nacht angesteckt lassen kann und das Netzteil sowie der Akku dennoch kühl bleiben. Ich muss sagen, dass ich in Anbetracht dessen, was im Laptop an leistungsfähiger Hardware eingebaut ist, von dieser doch beträchtlichen Akkuleistung schwer beeindruckt bin.

Es gibt sogar einen Silent Mode (aktivierbar durch eine FN-Taste), der den Laptop mucksmäuschenstill macht und noch weniger Akku verbraucht. Apropos Lautstärke: Ich habe bisher nichts vom Laptop gehört beziehungsweise muss ich schon mein Ohr direkt an den Laptop halten um ihn zu hören. Sehr warm wird er auch nicht (außer man macht wirklich Leistungsintensives), also Mädels: Auch mit kurzen Hosen kann man den Laptop auf den Schoß nehmen. Sehr gut!

Von der Geschwindigkeit macht der Laptop richtig was her, man merkt einfach den i7-Prozessor und den großen Arbeitsspeicher. Programme starten und arbeiten sehr flott, Photoshop mit riesigen Bildern ist keine Geduldsprobe mehr, Modden mit Tools wie etwa dem Redkit von CD-Projekt laufen ohne große Probleme. Auch die Evaluationen in meinen Objektdetektionsprogrammen aus dem Studium, die einfach mal den kompletten Arbeitsspeicher und sämtliche vorhandene CPU-Leistung in Anspruch nehmen, werden in angemessener Zeit fertig, ohne dass der Laptop Geräusche macht wie ein Bohrer. Klare Empfehlung für Informatikstudenten oder andere Nutzer, die gerne programmieren und z.B. Auswertungen über mehrere tausend Bilder laufen lassen müssen.

Der finale Test: Eignet sich der Laptop auch zum Spielen? Dazu habe ich zunächst den neuesten Treiber für die AMD Karte (der vorinstallierte ist von November 2012!) und eines meiner Lieblingsspiele, „The Witcher 2“, installiert. Zunächst die große Enttäuschung: Selbst auf niedriger Auflösung ruckelt es dermaßen, dass nichts geht. Auch kann man leider nur über die Spieloptionen die Lautstärke regeln, da die Regelung über die Fn-Tasten im Spiel nicht geht. Ärgerlich wenn man nur mal kurz leiser oder lauter drehen möchte.

Eine Recherche im Internet ergibt, dass das automatische Umschalten von Intel- auf AMD-Grafikkarte nicht immer reibungslos funktioniert. Also schnell das Catalyst Control Center geöffnet und unter „Stromversorgung“ und „Umschaltbare Grafiken-Anwendungseinstellungen“ dem Spiel die AMD-Grafikkarte zugeordnet. Doch wieder ruckelt es. Ich probiere es ein weiteres Mal, diesmal jedoch mit eingestecktem Netzteil. Und siehe da, auch unter einer hohen Grafikeinstellung läuft das Spiel wunderbar. Einziger Nachteil: Der kleine Bildschirm. Nach vielen Jahren mit 21- bis 24-Zoll-Bildschirmen fühlt sich so ein kleiner 15,6-Zoll-Bildschirm doch irgendwie beengend an. Nichtsdestotrotz kann man hier sicherlich viele Stunden dem Gaming frönen.

Ein weiterer Test mit „Lykaon“, einer Mod für Witcher 2, an der ich auch mitgearbeitet habe, zeigt, dass dieses Level mit seiner riesigen, anspruchsvollen Welt leider auch auf niedrigster Einstellung nicht flüssig läuft. Schade! So kann ich auf dem Laptop wohl meine eher aufwändigen Mods nicht testen.

Nach außen hin wird der Laptop jetzt etwas hörbarer und recht warm, d.h. man kann schon was hören wenn man sein Ohr über die Tastatur hält und auf dem nackten Schoß wird es etwas unangenehm. Von laut und heiß kann man jedoch noch lange nicht sprechen. Sehr löblich!

Fazit

Zusammengefasst kann man das Samsung-Notebook durchaus als Alleskönner und Desktopersatz bezeichnen. Trotz seiner Rechenpower hat es einen Akku, der erstaunlich lang hält und ist praktischerweise dünn genug um als Begleiter für jede Situation zu dienen. Im Vergleich zu einem Tablet sehe ich klar die Vorteile einer Tastatur und natürlich die Rechenleistung, die ein Tablet nicht erreicht. Softwareentwickler, die beim Pendeln das eine oder andere Projekt noch fertig implementieren wollen, Studenten die den Uni-Tag über verteilt immer wieder am Rechner arbeiten, aber auch durchschnittliche Gamer und Laptop-Couch-Potatoes werden mit diesem Laptop glücklich. Ambitionierte Gamer und Modder indes würden so oder so nur mit dem üblichen Riesenmonitor plus Ultra-High-End-Grafikkarte glücklich werden und sollten sich daher lieber woanders umschauen.

Ich bin jedenfalls total zufrieden mit meinem neuen Begleiter durch den Tag und empfehle angesichts des Preises das Samsung Chronos 770Z5E-S01 jedem Benutzer, der einen wirklich mobilen Laptop zum überall hin mitnehmen sucht, und dennoch nicht auf hohe Leistung verzichten möchte.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1791281