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Lesertestberichte: Dominik Merk und Max Kurschatke

PC-WELT hat zusammen mit Hewlett-Packard einen großen Lesertest durchgeführt. Fünf sorgfältig ausgewählte Lesertester nahmen den HP Officejet Pro X576dw mehrere Wochen lang genau unter die Lupe. Und testeten das Multifunktionsgerät in ihrem Arbeitsumfeld. Zwei dieser Testberichte finden Sie hier, die andere drei Lestertestberichte stehen in einem weiteren Artikel. Zu jedem Lesertestbericht gibt es außerdem ein Video, das der jeweilige Lesertester erstellt hat.

Das sind unsere fünf Lesertester:

Max Kurschatke, Administrator

Dominik Merk, System Engeenier

Bernd Stichling, Leiter Online-Kommunikation

Mathias Banniza, Leiter Lokale IT

Michael Bergner, evangelischer Pfarrer

Max Kurschatke, Administrator
Vergrößern Max Kurschatke, Administrator
© Max Kurschatke

Lestertest-Bericht von Max Kurschatke

Die Anlieferung des HP Officejet Pro X576dw

HP lieferte das Gerät in einem großen Karton. Der Drucker wurde zweimal in Folie verpackt und das ganze Paket stand in einem Styropor-Rahmen. Es war also nicht nur stoßsicher sondern auch wetterfest verpackt!

Die Aufstellung des Geräts erfolgte ohne große Mühen.

Jedes bewegliche Teil war gesichert! Bis das Gerät ohne Verpackungsfolien, Schutz, Klebestreifen vor mir stand vergingen gut sechs Minuten, da man doch eine gewisse Anzahl an Klebestreifen entfernen musste, bevor man endlich mit der Hardware-Installation loslegen konnte. Am besten stellt man das Gerät auf einen stabilen Tisch/Ablage ab; dafür vorgesehen sind die rutschfesten Gummifüße. Mir persönlich fehlten richtige Trage-Möglichkeiten. Ich fand weder vorgesehene Griffe, noch ist der Abstand zum Boden groß genug, meine Finger dazwischen zu bekommen. Hier besteht meines Erachtens ein wenig Verbesserungsbedarf. Steht der Drucker jedoch erst mal am gewünschten Platz, gibt es nichts zu bemängeln.

Die komplette Installation

Die Installation nahm ich nach der Bedienungsanleitung problemlos vor. Die Anleitung ist in 30 verschiedenen Sprachen geschrieben und ist dank der zusätzlichen Bilder gut verständlich. Einzig und alleine die Transportsicherung für die Patronen musste man mit Schmackes entfernen, was mich etwas Überwindung kostete. Die Patronen selber rasten super schön ein. Zu erwähnen wäre hier noch, dass natürlich kein USB-Kabel für den Anschluss an dem PC dabei war, hier nimmt sich HP dieselbe Bequemlichkeit heraus wie andere Hersteller. Also war ohne weiterem Einkauf „nur“ die Integration in mein Netzwerk per WLAN möglich.

HP Officejet Pro X576dw: Lesertest-Video

Nachdem die Hardware-Installation erledigt war und ich den Drucker endlich das erste Mal einschalten konnte, wurde ich etwas enttäuscht. Ich drückte den Powerknopf an der Vorderseite, dieser leuchtete kurz auf und erlosch dann sofort wieder. Daraufhin machte ich mich auf die Suche eines Hauptschalters, habe aber keinen gefunden! Aus Verzweiflung blieb ich etwas länger auf dem Powerknopf und siehe da, das Gerät ging an! Hier fände ich einen „klassischen Kippschalter“, nach dem das Gerät „ AN“ oder „ AUS “ ist, definitiv besser!

Nach der Sprach- und Landesauswahl teilte mir das Gerät mit, dass ich HP-Original-Patronen benutze und dann fing der Drucker auch gleich mit der unvermeidbaren Verarbeitung und Kalibrierung an. Diese dauerte ca. 15 Minuten! Währendessen hat man zwar die Möglichkeit in das Einstellungs-Setup zu schauen, bei mir funktionierten dort aber keine Funktionen.

Nach Ablauf der 15 Minuten, die übrigens anfangs nur auf Grund der Fortschrittsanzeige abzuschätzen waren, beginnt der Drucker nochmals eine Kalibrierung. Die wiederum 30 Minuten dauerte, allerdings funktioniert der Drucker nun schon und ist komplett zu verwenden. Diese Zeit kann man nun nutzen um das Datum und die Uhrzeit einzustellen und diverse weitere Grundeinstellungen vorzunehmen. Während der Kalibrierung spuckt der Drucker acht Seiten aus. Ein kleiner Stapel Papier für diese Aufgaben kam mit dem Drucker mit und soll laut Herstellerunterlagen auch für die erste Verwendung benutzt werden.

Die Integration in das WLAN funktionierte mit der WPS-Taste des Routers super einfach. Nach nicht mal 20 Sekunden konnte ich bereits den ersten Druckauftrag von meinem IPhone an den Drucker senden.

Der Druck von einem PC beziehungsweise Laptop ging noch nicht. Dazu musste erst der Drucker auf dem entsprechenden Gerät hinzugefügt werden und dort auch der Treiber installiert werden.

Man hat die Auswahlmöglichkeit zwischen einer Installation von dem mitgelieferten Medium oder aus einer Online-Quelle. Die Größe der Download-Datei betrug 173 MB von dem HP-Server. Ich habe aber die Installation von der mitgelieferten CD gewählt, da mir der Download zu lange dauerte. Die Installation selber ging mühelos vonstatten. Positiv finde ich die große Auswahl an vorhandenen Treibern. Beim „Weiter-Klicken“ durch das  Installationsmenü bekommt man allerdings einen Haufen Software auf dem PC installiert. Ich habe hier nur das Nötigste angeklickt und hatte nach der Installation zwei neue Icons auf dem Desktop. Ein Shop-Link für Zubehör von HP und das HP-Tool-Programm: HP Officejet Pro MFP. Den Link fand ich sehr störend, da die Homepage auch in der „Software“ aufgerufen werden kann und ich durch das zusätzliche Icon auf dem Desktop wieder einmal das Gefühl vermittelt bekam, dass mehr installiert wird, als ich eigentlich möchte! Dass man als Privatkunde mit Software zugemüllt wird, ist man ja mittlerweile leider gewohnt, aber im Business-Bereich ist das vollkommen fehl am Platz.

Die Software selber gefällt mir gut. Man hat eine sehr durchdachte Übersicht über alle Funktionen des Gerätes die auch einem User ohne große Erfahrung die komplette Integration möglich machen!

Hiermit habe ich einen Überblick über alle Systemfunktionen und kann auch alle gewünschten Einstellungen machen. Von Netzwerkfreigaben, über Versand per Mail, Scan-Einstellungen etc. Alle dort eingegebenen Daten werden laut dem Einrichtungs-Assistenten verschlüsselt auf dem Drucker gespeichert (Usernamen, Passwörter, Freigabe-Ordner etc.). Die Installation auf einer Serveroberfläche funktionierte genauso reibungslos. Auch die Druckerfreigabe im Netzwerk ging problemlos von statten.

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Multifunktionsgerätes macht einen hochwertigen Eindruck, bei keiner Klappe/Scharnier hat man das Gefühl, als könnte hier etwas abbrechen. Faxeinzug, Papiereinzug und Papierablage sind stabil entsprechen ihrem Aufgabengebiet! In den Papiereinzug passen 50 Seiten DIN A4. Die Papierkassette beherbergt 500 Seiten. Der Gesamteindruck überzeugt.

Druckqualität

Die Druckqualität ist  absolut zufriedenstellend und kann definitiv mit einem Laserdrucker mithalten. Gerade was Büro-Arbeiten angeht sehe ich hier klar die Stärke. Lediglich sollte man beim Kauf des Papieres darauf achten, was man damit ausdrucken möchte! Wer viele farbige Fotos druckt, sollte sich nicht mit dem Standard- Druck-Papier zufriedengeben, da es sich nach dem Druck minimal wellt. Schraubte man die Qualität für Fotos herauf, so kamen die Bilder zum Teil etwas zu dunkel heraus. Normale Farbausdrucke sind gestochen scharf und farblich absolut ok! Zu erwähnen sei hier noch, dass Fotos nicht ohne Rand gedruckt werden können. Die Scan und Kopierqualitäten weisen ebenfalls keine Mängel auf. Praktisch ist auch, dass das Gescannte direkt auf einen USB-Stick wandern darf, per Mail versendet wird, oder direkt zu einem PC im Netzwerk geschickt wird, oder auf in einem Freigabe-Ordner landet.

Blauer Engel zertifiziert

Die Druckkosten sind hier auch als ganz klarer positiver Aspekt des Gerätes zu nennen. Da man bei dem günstigen Anschaffungspreis des Druckers das Gerät nicht leasen muss und danach abgesehen von den Stromkosten nur die Papier- und Patronen-Kosten hat, hat man hiermit eine sehr preiswerte Alternative. Eine Seite in Schwarzdruck kostet mich zirka 2 Cent und eine Seite in Farbe 2,4 Cent (errechnet aus: 5 Euro für 500 Seiten Druckerpapier und 90 Euro pro Patrone mit der man 6600 [Farbe] bzw. 9200 [Schwarz] Seiten drucken kann).

Der geringe Stromverbrauch erklärt die Blaue-Engel-Zertifizierung. Ca. drei Watt ohne WLAN im Ruhemodus und mit aktiviertem WLAN sind es sieben Watt. Leider habe ich hier nur die Möglichkeit den Standby auf fünf Minuten und den Ruhemodus auf 15 Minuten zu setzen. Das bin ich mittlerweile von vielen Geräten so gewöhnt. Unter der Systemeinstellung ECO-Modus hat man die Möglichkeit für Standby und Ruhemodus Zeiten einzustellen, genauso wie die Duplex-Funktion etc. Ich habe als Kunde das Gefühl, dass HP auch hier alle seine Möglichkeiten ausgenutzt hat, um mir das Gefühl zu vermitteln, hier mit Umweltbewusstsein zu arbeiten.

Tintenstrahlgerät im professionellen Einsatz

Ein ganz klares ja! Man muss sich erst mal im Klaren werden, was man mit dem gewünschten Gerät machen möchte. Was drucke ich? Wie viel drucke ich? Wie viele Personen drucken? Wo steht der Drucker?

Ich bin positiv überrascht über diesen Tintenstrahldrucker. Die Druckgeschwindigkeit ist enorm. Für kleinere Firmen oder Arbeitsgruppen, bei denen der Drucker direkt im Büro steht oder in der Nähe des Arbeitsplatzes, kann ich das Gerät absolut empfehlen. Man hat hier keine Ozonschleuder, sondern einen geruchsneutralen, zuverlässigen Arbeiter. Bei einem Fassungsvolumen von ca. 500 Seiten sollte diese Kapazität an die Bedürfnisse des Büros angepasst sein, denn wer will schon 5 bis 10 mal am Tag zum Drucker laufen und Papier nachfüllen? Davon abgesehen kann das Gerät alles, was für das Arbeiten im Büro wichtig ist. USB-Anschluss, Ethernet-Anschluss, WLAN, automatischer Dokumenteneinzug, Duplexfunktion, USB-Host, Google-Cloudprint, Apple-Airprint oder der HP-ePrint seien hier mal als Highlights erwähnt.

Lautstärke

Auch die Lautstärke des Druckers ist sehr zufriedenstellend. Im Standby wie auch im Ruhemodus ist er gar nicht zu hören. Was sehr angenehm ist. Kurz vor dem Druck gibt er dann doch ein Lebenszeichen von sich, da die Papierausfuhr in die „richtige Position“ fährt und er aus dem Fach 2 das Papier befördert. Dieser Verschluss verhindert das Austrocknen der Patronen. Der Druck selber ist zu hören, aber wirkte für mich nicht störend. Nach dem Druck fährt die Papierausfuhr wieder auf die ursprüngliche Position zurück, was wieder zu hören war. Anschließend waren für 5 bis 10 Sekunden noch ein paar Geräusche zu vernehmen. Dann ist er wieder lautlos im Standby, bis er in den Ruhemodus fährt.

Für einseitige Druckaufträge, die alle 2 bis 3 Minuten erfolgen, empfinde ich die „Geräuschkulisse“ als zu laut. Da die mechanischen Fahrgeräusche doch zu hören sind. Bei Druckaufträgen von mehreren Seiten, im Optimalfall zum Beispiel alle 15 Minuten, ist das wiederum absolut ok! Nur um sich klar zu werden über welche Lautstärke wir reden. Kein anderer Drucker den ich bis jetzt in der Hand hatte, war leiser.

Bedienung

Das Bedienpanel ist logisch aufgebaut. Es ist übersichtlich gestaltet und alle gewünschten Menüpunkte wurden sofort gefunden. Die Symbole sind verständlich designed und auch der Touchscreen arbeitet zufriedenstellend! Lediglich stören mich persönlich die vielen Nachfragen der Software trotz gespeicherter Voreinstellungen am PC. Zum Beispiel stellt man am Computer ein, dass der Scanner mit 300 dpi scannen soll und das Dokument ein PDF werden soll, das an den Freigabe-Ordner XY geschickt werden soll. Man geht zum Gerät, legt dort das gewünschte Dokument zum Scannen ein und wird am Panel dann trotzdem wieder nach Qualität, Format und Ausgabeort gefragt. Für ein schnelles Arbeiten ein absolutes No-Go! Zudem muss man sich auch noch mit den Formaten auskennen und wissen was man machen möchte! Das mag toll sein für jemanden, der viel Zeit hat und sich mit der Materie auskennt. Ansonsten ist das aber unpraktisch.

Scan-to-Email oder Scan-to-Folder

Funktionen wie Scan-to-Email oder Scan-to-Folder funktionierten bei mir im geschäftlichen Bereich einwandfrei. Privat nur solange Passwörter zu den Usern vergeben waren. Getestet habe ich diese Funktionen unter Windows 7.

Druck-/Kopier- und Scanaufkommen

Dem Druck-/Kopier- und Scanaufkommen in meiner Abteilung konnte das Gerät leider nicht gerecht werden. Wir haben bis jetzt ein richtig großes Multifunktionsgerät für Fax, Kopierer und Scanner bei uns stehen. Mit fünf Papierfächern. Farb- Laserdrucker DIN A3 und DIN A4. Daher hier ein klares Nein. 500 Seiten Papier und auch nur DIN A4 waren definitiv zu klein dimensioniert für unsere Wünsche! Fairerweise sei hier erwähnt, dass auf dem „vorhandenen Gerät“ ca. 40 Mitarbeiter arbeiten und es von den Anschaffungskosten auch schon über das dreifache kostete und zudem DIN A3 bei uns ein Muss ist!

Druckausgabe, Druckaufträge und Seitenanzahl

Druckausgabe, Druckaufträge und Seitenanzahl pro Woche belaufen sich in unserer Abteilung auf Mails, Zeichnungen und Fotos. Normalerweise 1-3 Seiten pro Ausdruck. Außer bei Zeichnungspaketen, dort können es gerne auch mal 200-800 Seiten sein! Wir haben 4 Abteilungen und pro Abteilung gehen im Schnitt locker 2000 Seiten pro Woche raus!

Während des Testzeitraumes gab es kein Papierstau oder sonstige Störungen!

Der Drucker arbeitet zuverlässig und störungsfrei!

Mobile Geräte und der Drucker

Der Druck von einem mobilen Gerät funktionierte einwandfrei. Besser geht es nicht. Etwas von dem Bildschirm des Mobilteils abzuscannen und hinterher auszudrucken kann aber nur zu Ratespielen führen. Getestet wurde das mit dem IPhone 5.

Druckapps

Die Druckapps auf den Mobilgeräten sind übersichtlich aufgebaut und funktionieren gut. Allerdings muss auch hier wieder eine Registrierung bei HP gemacht werden um den ganzen Funktionsumfang nutzen zu können! Getestet wurde iOS. Das funktioniert super.

OCR-Software

Die mitgelieferte OCR-Software funktioniert. Zwar nicht fehlerfrei, aber man kann damit arbeiten. Bei meinen Testscanns waren die Fehler so deutlich zu erkennen. dass ich die Texte nicht erneut lesen musste, sondern dort so ausgefallene Zeichen standen, dass es direkt aufgefallen ist.

Fazit

Mit dem Officejet Pro X576dw ist HP eine saubere Lösung für Büroanwendungen in Arbeitsgruppen mit einem Papierdurchsatz von bis zu 4200 Seiten pro Monat gelungen. In Sachen Geschwindigkeit, Preis und Stromverbrauch hat hier das Tintenstrahlgerät im Vergleich zu seinen Laser-Kollegen ganz klar die Nase vorne! 2 Cent pro Seite in Schwarz, und 2,4 Cent pro farbige Seite und das bei zirka 70 Watt Stromverbrauch mit einer Geschwindigkeit von 70 Seiten pro Minute bestätigen ganz klar HP´s-Werbesatz: Drucken Sie doppelt so schnell wie mit Laserdruckern und das zu halbierten Kosten!

Den alltäglichen Büroanwendungen ist das Gerät definitiv gewachsen. Lediglich Fotografen werden wohl weiterhin zu Lasergeräten greifen. Da diese Ausdrucke 100 Prozent wischfest sind und auch farblich wohl noch ein Tick originaltreuer ausfallen.

Dominik Merk, System Engineer
Vergrößern Dominik Merk, System Engineer
© Dominik Merk

Lesertestbericht von Dominik Merk

Ein Multifunktionstintenstrahl-Drucker, der seinesgleichen sucht.
 
Die Ausstattung

Der Multifunktionsdrucker ist weit mehr als ein gewöhnlicher Drucker. Er bietet neben vier Farbpatronen auch eine integrierte Duplexeinheit für beidseitiges Drucken, die laut HP die komplette Lebensdauer des Druckers durchhalten soll. Außerdem verfügt der HP Officejet Pro x576dw über eine Scanner-Einheit, die zum einen für Kopien, zum andern aber auch zum digitalen Scannen von Dokumenten geeignet ist. Besonders gut ist hier, dass sowohl ein Einzugsscanner als auch ein Flachbettscanner vorhanden sind (somit ist das Scannen von Broschüren und dünnen Büchern ebenfalls möglich). Diese lassen sich dann auch direkt per Mail versenden, oder an Ordnerfreigaben auf Rechnern und Servern ablegen. Außerdem verfügt das Multifunktionsgerät über ein Modem, über das man auch Faxe versenden kann.

HP Officejet Pro X576dw: Lesertest-Video

Die Funktionen sind in einem sehr übersichtlich gestalteten Menü über das neigbare 10,9 cm großen Touch-Display zu erreichen.
Der Scanner ist mit bis zu 1200 dpi für die meisten Scan-Vorgänge mehr als ausreichend (bei Bildern die Hochauflösend weiter verarbeitet werden sollen, bieten sich jedoch 2400dpi oder mehr an).

Es gibt zwei Papiereinzüge: Das normale Papierfach fasst problemlos eine komplette Verpackungseinheit (sprich 500 Blatt – laut Hersteller 550 Blatt). Der seitlich angebrachte Einzelblatteinzug (ADF) erlaubt weitere 50 Blatt Papier.

Die Anschlüsse

Das Gerät besitzt 2x USB-A (einmal an der Front hinter dem Touchpad) und WLAN, LAN, USB-B sowie Fax (RJ45).

Die Geschwindigkeit

Das besondere Highlight an dem Gerät ist, dass es der vermutlich schnellste Tintenstrahldrucker der Welt (stand 11/2013) sein dürfte, allen voran im Preissegment bis 1000 Euro (die UVP des Herstellers beträgt 849 Euro).
Das Gerät bietet im Schwarz/Weiß-Schnelldruckmodus (HP nennt diesen „Bürodruck“) eine unglaubliche Geschwindigkeit von rund 70 Seiten/Minute – ein Wert, bei dem so mancher Laserdrucker nicht mithalten kann.

Die Druckqualität

Für einen vierfarbigen Tintenstrahldrucker liefert dieses Gerät eine erstaunlich hohe Qualität beim Druck von Bildern, diese nimmt jedoch mit höherer Druckgeschwindigkeit auch wieder rapide ab. Es ist nicht ohne Grund ein Office-Gerät und kein Fotodrucker.
Die normalen Dokumente können jedoch ohne weiteres mit grafischen Highlights aufgewertet werden. Besonders lobenswert hier ist der sehr geringe Seitenrand, der eingehalten werden muss. Somit sind nahezu randlose Ausdrucke kein Problem.

Umweltaspekte

Neben dem ohnehin niedrigen Strombedarf des Druckers ist auch die Langlebigkeit der Tintenpatronen ein besonders lobenswerter Punkt für den Kauf des Geräts. Auch hier hat sich HP bemüht selbst einige Laser-Drucker in den Schatten zu stellen.

Die (bei einigen Geräten inzwischen) integrierte Ein- und Ausschaltfunktion für den Drucker bietet zusätzlich die Möglichkeit den Stromverbrauch zu reduzieren, da man damit den Zeitpunkt für das Ein-/Ausschalten vordefinieren kann.

Die Highlights

Die Menüführung: Das Touchpanel, welches erstklassig reagiert, macht einen sehr aufgeräumten und durchdachten Eindruck. Auch die einzelnen Konfigurationen sind einfach zu erreichen und problemlos einstellbar.

Die Geschwindigkeit: Es gibt wohl kaum einen Tintenstrahl-Drucker in dieser Preisklasse, der in den nächsten Monaten diese Geschwindigkeit merkbar verbessern kann. Hier hat HP ganze Arbeit geleistet.

Die Kritikpunkte

Die Gehäuseverarbeitung (einschließlich des mitgelieferten Papierfachs) macht einen minimal wackeligen Eindruck.
Flachbettscanner-Öffnung: Es wäre wünschenswert gewesen, dem Gerät eine Öffnungsvorrichtung für den Flachbettscanner mit zu liefern. HP sieht wohl vor, dass man die Abdeckung für den Flachbettscanner über den Einzelblatteinzug anhebt. Das geht zwar, ist allerdings etwas unschön.

Gewicht: Mit rund 24 Kilogramm Leergewicht ist das Gerät kein Leichtgewicht. Dieser Kritikpunkt relativiert sich jedoch durch den hohen Ausstattungsumfang.

Automatischer Stopp von Papierausgabe: Leider hat HP es versäumt dem Drucker einen Stopp für die Papierausgabe zu spendieren, denn dort ist nach 300 Seiten bereits Schluss. Wenn man also einen etwas größeren Druckauftrag sendet, kann es im schlimmsten Fall zu einem Papierstau führen, da wie bereits erwähnt das Papierfach rund 500 Blatt Papier fasst.

Zielgruppe

Ideal platziert ist der Drucker in einem Kundensegment von 20 bis 80 Mitarbeitern (je nach Druckaufkommen), die eine ergonomische und effiziente Dokumentenverwaltung realisieren möchten.

Fazit

Das Gerät macht einen grundsoliden Eindruck und ist vor allem im Small-Business-Bereich ein echter Volltreffer. Wer also nach einem platzsparenden, relativ leisen und unglaublich schnellen sowie kostengünstigen Allrounder sucht, ist mit dem HP Officejet Pro X576dw bestens bedient.

Hinweis: Die Lesertestberichte und -Videos von Bernd Stichling, Michael Bergner und Mathias Banniza finden Sie in diesem Artikel.

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