E-Books ausleihen

Leihen statt kaufen: Bibliotheksverbund mit Epub

Montag, 10.10.2011 | 12:52 von Tobias Weidemann
Ein weiteres Argument für das Epub-Format ist der Bibliotheksverbund Onleihe.de . Hier haben sich mehr als 100 Stadtbibliotheken aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen und bieten E-Books für die gängigen E-Book-Reader (mit Ausnahme des Kindle) an. Die Ausleihe funktioniert ganz einfach von jedem internetfähigen PC aus. Nutzer benötigen wie beim klassischen Ausleiheprozess einen Ausweis mit Zugangsnummer und müssen die übliche Mitgliedsgebühr entrichten.

Im „Medienkorb“ der Stadtbibliothek sammeln Sie Ihre
ausgewählten Bücher und Zeitschriften, die Sie danach über „Mein
Konto“ ausleihen und herunterladen können.
Vergrößern Im „Medienkorb“ der Stadtbibliothek sammeln Sie Ihre ausgewählten Bücher und Zeitschriften, die Sie danach über „Mein Konto“ ausleihen und herunterladen können.

Sie wählen aus dem Angebot ihrer Bibliothek die gewünschten Bücher oder Zeitschriften aus und laden diese dann herunter. Teilweise wird dafür noch die Software Adobe Digital Editions und die Adobe-ID benötigt, um das Buch über das digitale Rechtemanagement (DRM) freizuschalten. Ältere Titel kommen dagegen ohne spezielle DRM-Richtlinien.

Der Titel lässt sich dann für den vorgegebenen Ausleihzeitraum (bei Zeitungen meist eine Stunde, bei Zeitschriften ein Tag, bei Büchern in der Regel 7 oder 14 Tage) nutzen, am PC lesen oder auf den eigenen E-Book-Reader übertragen. Nach Ablauf der Leihfrist lässt sich die Datei dann nicht mehr öffnen. Eine Verlängerung im klassischen Sinn ist hierbei allerdings nicht möglich: Der Nutzer muss das Medium erneut herunterladen, da jeweils ein Zertifikat mitgeliefert wird, das die Leihfrist definiert.

Als E-Book werden nicht nur Bücher, sondern genauso auch Zeitschriften vertrieben. So stehen beispielsweise die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Zeit, die Wirtschaftswoche und das Handelsblatt im deutschen Kindle-Store bereit, Süddeutsche Zeitung, Taz, Wirtschaftswoche, Manager Magazin und Spiegel gibt’s im Epub-Format zu kaufen und zu leihen. Allerdings ist das Lesen insbesondere von Zeitungen am PC oder auf einem Lesegerät alles andere als lesefreundlich und stellt allenfalls für Nutzer im Ausland eine Alternative dar, die sonst längere Zeit auf die gedruckte Zeitungslieferung per Post warten müssten.

Ein Argument gegen E-Books allgemein ist das bereits erwähnte Digital Rights Management (DRM). Ähnlich wie die Musikindustrie in der Anfangsphase digitaler Musikdownloads versuchen sich die Verlage auf diesem Weg gegen Raubkopierer abzusichern. Doch wer einmal mit einem legal erworbenen oder ausgeliehenen E-Book gearbeitet hat, stößt schnell an die Grenzen des Systems. Zuweilen weigert sich beispielsweise Adobe Digital Editions beharrlich, eine bestimmte Datei auf den E-Book-Reader zu transferieren, obwohl laut der DRM-Angaben genau das möglich sein soll. Mit einem anderen Lesegerät geht’s dagegen problemlos.

Montag, 10.10.2011 | 12:52 von Tobias Weidemann
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