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Legale Musik-Downloads ab Juli in Deutschland

25.03.2003 | 15:14 Uhr |

Ab Juli wollen die fünf großen Musiklabels auch den deutschen Musikfans Songs per Internet verkaufen. Universal, Warner, Sony, EMI und BMG haben einen Vorvertrag geschlossen. Dabei bleibt es allerdings jedem Unternehmen für sich überlassen, wo und wie sie die Musikdateien kostenpflichtig zum Download anbieten werden.

Ab Juli wollen die fünf großen Musiklabels auch den deutschen Musikfans Songs per Internet verkaufen. Universal, Warner, Sony, EMI und BMG haben einen Vorvertrag geschlossen. Dabei bleibt es allerdings jedem Unternehmen für sich überlassen, wo und wie sie die Musikdateien kostenpflichtig zum Download anbieten werden. Das berichtet die Financial Times Deutschland.

Mit der Einigung wollen die Plattenlabels eine legale Alternative zu den Tauschbörsen im Internet schaffen. Den Musikfans solle dabei das komplette Sortiment angeboten werden.

Das Abkommen sieht vor, dass die Musik-Archive aller fünf Labels auf den Servern der Phononet GmbH digitalisiert und gespeichert werden. Die Songs werden dann auf den Websites der Labels und deren Partner verkauft. Als Preis für die Songs ist von 0,99 Euro pro Download die Rede.

Als Partner soll unter anderem T-Online in Frage kommen. Die Labels wollen vor allem bei einigen technischen Fragen und der Abrechnung der Download-Kosten mit der Deutschen Telekom kooperieren. Außerdem wird gemunkelt, dass als weitere Partner auch die Web-Seiten von Saturn und Mediamarkt in Frage kommen könnten.

Bisher konnten die deutschen Musikfans nur auf das Online-Vertriebsportal Popfile.de von Universal Music zugreifen. Das Portal war im August 2002 gestartet ( wir berichteten ). Künftig sollen dort auch Songs der anderen Labels angeboten werden.

Phonoverband warnt Unternehmen vor Tauschbörsen (PC-WELT Online, 13.02.2003)

Internet-Musikpiraterie: deutsche Musikindustrie gibt nicht auf (PC-WELT Online, 14.01.2003)

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