Buffalo LinkStation Pro
| Hersteller: | Buffalo Technology |
|---|---|
| Kategorie: | NAS-System |
| Preise: | 50 Angebote ab 157€ |
| Testnote: | - |
| Leserwertung: |
Gefahren durch portable Speicher
Lebensdauer externer Festplatten
Hohe Temperaturen in externen Laufwerken wirken sich immer nachteilig auf die Lebensdauer der Festplatte und der elektronischen Bauteile innerhalb des Geräts aus. Nahezu alle Komponenten erreichen die maximale Lebensdauer bei einer normierten Umgebungstemperatur von 20 Grad Celsius. Jede thermische Abweichung nach oben verkürzt die Funktionsdauer der empfindlichen Bauteile. Laut Angaben von Festplattenherstellern reduziert sich die Lebensdauer einer Festplatte bei einer Erhöhung der Umgebungstemperatur von 20 auf 40 Grad Celsius um den Faktor 2. Bei Lufttemperaturen von mehr als 60 Grad verringert sich deren Lebenserwartung sogar um den Faktor 4. Hinzu kommt noch die thermische Belastung der empfindlichen magnetischen Platter-Oberfläche. So gilt: Je höher die Temperatur, desto wahrscheinlicher sind Datenfehler zu erwarten. Dies gilt besonders beim Betrieb in und jenseits der kritischen Bereiche (Spezifikationen).
Unser Testfeld besteht aus zwölf externen Festplatten mit unterschiedlichen Bauformen und für verschiedene Anwendungsbereiche. Als Vertreter für mobile 2,5-Zoll-Laufwerke verwenden wir das PX-PH12U/T3 von Plextor und das Mobile X-Changer von Sharkoon. Im 3,5-Zoll-Bereich mit USB-Schnittstelle haben wir das My Book Pro Edition von Western Digital, das Seagate 750 GB Pushbutton Backup External HDD Combo, die Icy Box von Raidsonic, das Trekstor-Laufwerk Datastation Maxi Yuh, das C-Enter GU2B-3G und das C-Enter UHE-350N unter die Lupe genommen. Als Vertreter für den professionellen Einsatz wählten wir die zwei Mini-NAS-Systeme PX-EH40L von Plextor und die Linkstation Pro LS-250GL von Buffalo. Außerdem haben wir die Laufwerke Seagate Freeagent Pro 750 GB und Maxtor Onetouch III 750 GB getestet. An den Testgeräten führen wir Temperaturmessungen direkt an den eingebauten Festplatten und an den Gehäusen durch. Im klimatisierten Labor unserer Schwesterpublikation TecChannel wurden an zwölf repräsentativen externen Festplattenlösungen der Einfluss von verschiedenen Umgebungstemperaturen auf das thermische Verhalten der Systeme untersucht.
Laut Arbeitsstättenverordnung gilt für Büroarbeit eine Raumtemperatur von 19 bis 23 Grad Celsius als optimal. Auch in der Gerätetechnik ist die Temperatur von 20 Grad Celsius für allgemeingültige messtechnische Untersuchungen als Normwert definiert. Aus diesem Grund fangen wir unseren messtechnischen Exkurs beim Normwert von 20 Grad Celsius an. Bereits bei diesen anspruchslosen Außenbedingungen hat das My Book von Western Digital Probleme bei der Wärmeabfuhr. Das Kunststoffgehäuse unseres Testgeräts mit Luftschlitzen an drei Seiten ist nicht in der Lage, die erzeugte Wärme der Festplatte durch Konvektion ausreichend abzuführen - ein Hitzestau entsteht. Auch die externen Laufwerke von Seagate und Maxtor - ebenfalls aus Kunststoff beziehungsweise einer Kombination aus Kunststoff und Blech - können im Vergleich zu den restlichen Testkandidaten die Wärme der Festplatte nicht optimal an die Umgebung abgeben. Nahezu unbeeindruckt von der Temperaturbelastung verhalten sich die 2,5-Zoll-Vertreter Plextor PX-PH12U/T3 und Sharkoon Mobile X-Changer. Auch die übrigen Laufwerke mit Aluminiumgehäuse schlagen sich in Bezug auf Wärmentwicklung passabel.
Bei der moderaten Umgebungstemperatur von 25 Grad Celsius sollten alle Festplatten der Testkandidaten auch unter Last innerhalb ihrer spezifizierten Betriebstemperatur von 55 beziehungsweise 60 Grad arbeiten. Das Gros unserer Probanden erreicht auch kaum die 50-Grad-Marke - außer dem My Book von Western Digital, dem FreeAgent Pro von Seagate und dem Onetouch III von Maxtor, die den Grenzwert von 60,0 Grad Celsius nahezu erreichen beziehungsweise bereits überschreiten. Auch die Temperatur des Kunststoffgehäuses des WD-Kandidaten ist mit 42 Grad Celsius im Vergleich zum Testfeld etwas erhöht.


