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Kühlung und Lüftersteuerung im Griff

05.08.2008 | 08:19 Uhr |

In Notebooks sind auf engstem Raum viele Hitze erzeugende Komponenten verbaut. Damit die mobile Arbeit nicht schweißtreibend wird und keine empfindlichen Teile Schaden nehmen, sollten Anwender für gute Kühlung sorgen. Mit der richtigen Lüftersteuerung halten Notebook-Besitzer gleichzeitig die Geräuschentwicklung im Zaum.

Notebooks haben gegenüber einem PC etliche Vorteile, von denen der wichtigste die Mobilität des Geräts und die damit einhergehende Ortsunabhängigkeit beim Arbeiten ist. Sie weisen im Vergleich allerdings auch Nachteile auf, sonst gäbe es schon lange keine Desktop-PCs mehr. Dazu zählen ein bei vergleichbarer Leistung höherer Anschaffungspreis, geringere Modularität und Anpassbarkeit an individuelle Bedürfnisse und zu guter Letzt auch die Kühlung. Denn naturgemäß ist es in einem beengten Notebookgehäuse viel schwieriger, die von den verbauten Komponenten produzierte Abwärme nach außen abzuführen. Wir geben Tipps, wie Sie die Kühlung Ihres Notebooks verbessern und sein Betriebsgeräusch reduzieren können.

Notebooks mögen keine Sonne. Suchen Sie sich zum Arbeiten lieber ein Plätzchen im Schatten, das vermeidet eine Überhitzung.
Vergrößern Notebooks mögen keine Sonne. Suchen Sie sich zum Arbeiten lieber ein Plätzchen im Schatten, das vermeidet eine Überhitzung.

Gerade an heißen Sommertagen bewegen sich vor allem leistungsstarke Notebooks am oberen Ende Ihrer Kühlkapazität. Das kann soweit gehen, dass sich Prozessor und Grafikkarte aus Selbstschutz im Takt reduzieren und die Systemleistung deutlich spürbar einbricht. Das merkt man besonders deutlich bei fordernden 3D-Spielen, die die Kernkomponenten eines Notebooks einer besonders harten Belastungsprobe unterziehen.

Zu diesem an sich ärgerlichen Umstand kommt noch die Tatsache hinzu, dass eine gesteigerte Temperatur die Lebensdauer der Komponenten verringert. In der Regel geht man von einer Halbierung der Lebensdauer bei einer um nur 10 Grad Celsius überhöhten Betriebstemperatur aus. Natürlich ist es unmöglich, hier alle Notebooks über einen Kamm zu scheren und einen allgemein gültigen Wert festzulegen. Aber Sie sollten davon ausgehen, dass ein überhitztes Notebook schneller verschleißt und mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit mit Hardware-Problemen zu kämpfen haben wird. Es gibt ein paar Punkte, die man unabhängig vom Wetter - aber natürlich besonders im Sommer - beachten sollte, um dieses Risiko zu vermindern.

Luftzufuhr sicherstellen
Stellen Sie sicher, das Ihr Notebook genügend kühle Umgebungsluft (ja, selbst 30 Grad Celsius Außentemperatur sind "kühl") durch das Gehäuse saugen kann. Da die allermeisten Notebooks ihre Systemlüfter auf der Unterseite des Geräts verbauen, bedeutet das primär: Eine harte Unterlage. Arbeiten Sie auf einem Tisch oder einer festen Platte, die Sie sich zur Not über die Knie legen. Liegt das Notebooks auf einem weichen Untergrund wie beispielsweise einer Decke - im Grünen oder beim Sitzen auf der Couch - wird die Luftzufuhr signifikant verringert.

Zum Verständnis: Erhitzte Oberflächen, beispielsweise die Kühlkörper von CPU und Grafikkarte oder die Oberflächen von Arbeitsspeicher und Festplatte, bauen ein Polster aus erhitzter Luft rund um ihre Oberfläche herum auf. Salopp gesagt "steht" dieses Polster in der Regel und kann irgendwann keine weitere Abwärme mehr aufnehmen, wodurch sich die Komponente selbst weiter aufheizt. Der von den Systemlüftern erzeugte Luftstrom reißt dieses Wärmepolster von der Komponente weg und führt vergleichsweise kühle neue Luft heran, an die wieder Wärme abgegeben werden kann.

Diesen Effekt können Sie beispielsweise an sich selbst beim Radfahren beobachten. Oder auch schon beim Stehen: Weht kein Lüftchen, fängt man deutlich schneller an zu schwitzen, als bei einem leichten Luftzug. Schweiß ist eine praktische und sehr effektive Reaktion des Körpers zur Kühlung seiner Oberfläche - aber über die verfügt ein Notebook nicht. Es ist daher auf den Luftstrom seiner Lüfter angewiesen, um die Luftpolster an den Komponenten wegzureißen.

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