Monitortechnik

LDC: Panel-Typen

Samstag, 28.02.2009 | 13:01 von Margit Kuther
In der LCD-Technik gibt es unterschiedliche Display-Typen (Panels). Welches Panel der Hersteller in seinem Gerät einsetzt, ist abhängig vom Einsatzzweck und vom Preis.

TN-Panel – ideal für Spieler
Die TN-Technik (Twisted Nematic) gibt es bereits seit 1971. Sie ist günstig in der Herstellung und bietet kurze Reaktionszeiten. Je kürzer die Reaktionszeit, also das Entladen und Neuorganisieren der Pixel, desto weniger Nachzieheffekte (Schattenbildung) haben Sie bei raschen Bildwechseln. TN-Panels haben allerdings auch Nachteile gegenüber anderen Display-Typen: Sie ermöglichen nur 16,2 Millionen Farben und sind kontrastärmer. Der horizontale Betrachtungswinkel ist mit bis zu 150 Grad am kleinsten. Dabei sehen bereits ab einem Blickwinkel von 45 Grad die Farben blasser aus.

MVA- und PVA-Panels – höherer Kontrast, bessere Farben
Zur Gruppe der VA-Panels gehören die MVA- und die PVA-Displays. Sie steuern die einzelnen Pixel besser an. Diese Panels können bis zu 16,7 Millionen Farben wiedergeben und ermöglichen einen Blickwinkel von etwa 160 Grad. Allerdings ist ihre Reaktionszeit kürzer als die der TN-Panels.

S- wie Super-Panels
Zur Oberliga der Panels gehören die S-PVA- und S-IPS- (beziehungsweise IPS-Alpha) Panels. Sie haben die Ansteuerung der Pixel am besten im Griff. Die Displays erreichen einen Blickwinkel von etwa 180 Grad. Sie sind deutlich kontrastreicher und farbintensiver als TN-Panels. Sie stehen diesen in puncto Reaktionszeiten kaum noch nach. Allerdings verbrauchen diese Techniken mehr Strom. Daher sind sie selten in mobilen Geräten anzutreffen.

Zusatzfunktionen verbessern die Panels
Auch Geräte mit gleichem Panel-Typ können in der Bildwiedergabe stark voneinander abweichen. Denn insbesondere bei teuren Markengeräten integrieren die Hersteller zusätzliche Steuerungsmechanismen und Filter, die die Wiedergabequalität erheblich erhöhen können. So verbessern etwa zusätzliche Kompensatorfolien den Kontrast. Und Techniken wie Overdrive (Überspannung) verkürzen die Reaktionszeit, indem sie eine LCD-Zelle kurzfristig mit Überspannung ansteuern, so dass sich die Flüssigkristalle schneller ausrichten.

Samstag, 28.02.2009 | 13:01 von Margit Kuther
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