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Kurz vorgestellt: Trekstor i.Beat move S

11.03.2009 | 12:00 Uhr |

Für knapp 40 Euro ist der i.Beat move S von Trekstor in der 8-GByte-Variante im Handel erhältlich. Wir haben den günstigen und kompakten MP3-Player angetestet.

Der i.Beat move S von Trekstor zählt mit einem aktuellen Straßenpreis von knapp 40 Euro für die Modellvariante mit acht GByte Speicherkapazität zu den günstigen Flash-MP3-Playern. Gleich nach dem Auspacken fallen die kompakten Maße von rund 38 x 74 x 9 Millimeter (B x H x T) und das geringe Gewicht von nur rund 30 Gramm auf. Damit ist der Player zwar nicht der Kleinste seiner Art, aber immerhin problemlos und bequem transportierbar.

Das Gehäuse in schwarz-silberner Optik wirkt auf den ersten Blick modern. Leider offenbart sich nach kurzer Handhabung die unterdurchschnittliche Verarbeitungsqualität: Das Gehäuse knarzt während der Bedienung des Players unangenehm. Zudem reagieren die Tasten des Players manchmal nur nach vehementem Druck auf Eingaben. Das kleine integrierte 1,5-Zoll-CSTN-Display bietet eine Auflösung von 128 x 128 Pixeln und stellt 65.000 Farben dar. Es ist gut ablesbar, die Anzeige von Videos oder Texten macht aufgrund der kleinen Bilddiagonale aber keinen richtigen Spaß.

Unkomfortable Bedienung

Bedient wird der Player über ein deutschsprachiges Menü und das integrierte Steuerkreuz. Die Benutzerführung ist logisch aufgebaut und gibt auch unerfahrenen Anwendern keine Rätsel auf. Gerade bei voller Ausnutzung der Speicherkapazität ist eine ordentliche Ordnerverwaltung wichtig. Das ist Trekstor im Ansatz gut gelungen, der i.Beat move S ähnelt dabei fast der Windows-Benutzeroberfläche.

Leider fehlt eine Resume-Funktion: Wird der Player ausgeschaltet, muss man sich umständlich per Hand zum zuletzt abgespielten Titel vorarbeiten. Eine alphabetische Sortierung der Titel sucht man ebenso vergeblich. Auch die Navigation durch unterschiedliche Alben ist nur mit mehreren Tasteneingaben möglich und damit eher umständlich gelöst. Eine Tastensperre fehlt ebenfalls.

Durchschnittlicher Klang

An Musikformaten unterstützt der Trekstor-Player MP3- und WMA-Dateien sowie ADPCM-WAV, das aber nur für Sprachnotizen über das integrierte Mikrofon genutzt wird. AVI-Dateien lassen sich nach einer Umwandlung mittels des mitgelieferten Konverters ebenso anzeigen, wie JPEG-Bilddateien mit maximal 2.048 x 2.048 Pixeln. Die Datenübertragung erfolgt per USB ohne spezielle Software. Ein Stereo-FM-Radio mit automatischem Sendersuchlauf und 25 Speicherplätzen sorgt für musikalische Abwechslung, die Empfangsqualität war im Test in Ordnung.

Die Klangqualität des i.Beat move S war mit den mitgelieferten Kopfhörern durchschnittlich. Zwar bietet der Equalizer des Players einige Möglichkeiten zur Klanganpassung, der schwächelnde Bass und teils verzerrte Höhen ließen sich aber nicht gänzlich beseitigen. Mit hochwertigen Kopfhörern war das Klangbild subjektiv besser. Zudem konnten wir im Test ein Grundrauschen feststellen, das besonders bei leiser Musik störend auffiel. Die Laufzeit des Lithium-Polymer-Akkus lag im Test bei rund neun Stunden.

Fazit:

Wer einen günstigen MP3-Player mit viel Speicherkapazität sucht und keine allzu hohen Ansprüche an die Klangqualität stellt, wird mit Trekstors i.Beat move S zufrieden sein. Audiophile Nutzer und Besitzer großer Musiksammlungen sollten angesichts der unkomfortablen Bedienung und dem durchschnittlichen Klang lieber einige Euro mehr investieren. Eine Alternative wäre beispielsweise der Sandisk Sansa Clip, der ebenfalls acht GByte Speicher bietet und mit knapp 50 Euro nur unwesentlich teurer ist.

Hersteller: Trekstor
Web: www.trekstor.de
Preis: rund 40 Euro

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