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Kritik an Plänen zur längeren Speicherung aller Verbindungsdaten

12.12.2003 | 11:05 Uhr |

Der Bundesrats-Innenausschuss hatte gefordert, dass alle in Deutschland angefallenen elektronischen Kommunikations-Verbindungsdaten für zwölf Monate gespeichert werden sollen, damit Sicherheitsbehörden bei Bedarf Zugriff auf diese Daten erhalten können. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) hat am Donnerstag diese Forderung kritisiert und vor den Konsequenzen für den Datenschutz gewarnt.

Der Bundesrats-Innenausschuss hatte gefordert, dass alle in Deutschland angefallenen elektronischen Kommunikations-Verbindungsdaten für zwölf Monate gespeichert werden sollen, damit Sicherheitsbehörden bei Bedarf Zugriff auf diese Daten erhalten können. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. ( BITKOM ) hat am Donnerstag diese Forderung kritisiert und vor den Konsequenzen für den Datenschutz gewarnt.

"Eine solche Vorratsdatenspeicherung widerspricht grundlegenden datenschutzrechtlichen Prinzipien. Alle Deutschen würden wie potenzielle Verbrecher behandelt - es droht hier der gläserne Bürger", warnt der BITKOM-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Bei der Speicherung der Verbindungsdaten durch die Unternehmen der Telekommunikation und der Internet-Wirtschaft würden riesige Datenmengen anfallen. Nach Ansicht von Rohleder sei ein großer Aufwand notwendig, um ermittlungsrelevante Informationen in dem anfallenden Datenwust zu finden.

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